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AKADEMIE
29.05.2019

Pokal-Hattrick: U15 lässt Walldorf keine Chance

Durch einen 6:0 (2:0)-Erfolg gegen den FC-Astoria Walldorf auf der Anlage des TSV Rettigheim hat die U15 zum dritten Mal hintereinander den BFV-Pokal gewonnen. Eine Woche nach den A- holten nun also auch die C-Junioren den Pott nach Hoffenheim, bejubelten dabei vier Joker-Tore sowie einen lupenreinen Hattrick von George Iorga in acht Minuten. Nach dem Schlusspfiff wurden Freuden-, aber auch Abschiedstränen vergossen.

Diesmal funktionierte die Konfettikanone. Vor sieben Tagen, nach dem 5:0 der U19 gegen die SG HD-Kirchheim, hatte sie noch gestreikt, diesmal wirbelten die gelb-roten Papierschnipsel plangemäß durch die Luft. Zwischen leeren Wasser- und Kindersektflaschen posierten die Hoffenheimer für das Jubelfoto, zelebrierten die obligatorische Humba und ließen ihr Trainerteam hochjubeln.

„Natürlich freuen wir uns über den Pokalsieg, allerdings haben wir im ersten Durchgang wieder einmal jede Menge guter Chancen ausgelassen“, sagte Trainer Wolfgang Heller. Bei allem Respekt für den eine Klasse tiefer spielenden Gegner war dieser Erfolg aber auch fest eingeplant. „Ich hätte gerne am kommenden Wochenende noch einmal gespielt“, spielte Heller auf die verpasste Regionalliga-Meisterschaft an. Mit drei Zählern Rückstand auf den VfB Stuttgart landete sein Team in der Endabrechnung auf Platz zwei, bei Punktgleichheit wäre es zu einem Entscheidungsmatch gekommen.

Iorga-Hattrick in acht Minuten

Auf dem Rasenplatz des TSV Rettigheim übernahm die TSG vom Anpfiff weg das Kommando. Die Anfangsminuten gehörten jedoch Astoria-Schlussmann Domenik Lück, der erst gegen Umut Tohumcu klärte und anschließend den Nachschuss Felix Hagmanns parierte (5.). Kurz darauf traf Hennock Liyew dann aber zum 1:0 für die Heller-Elf (9.) und erhöhte eine Viertelstunde später auf 2:0. Nach Louis Knapps starkem Pass auf Tohumcu wurde der im Strafraum gelegt. Zwar konnte Lück Liyews Foulelfmeter abwehren, doch der Ball prallte dem Hoffenheimer vor die Füße – und im zweiten Versuch ließ er sich nicht zwei Mal bitten.

Walldorf gab sich keineswegs geschlagen, kam aber nicht über vereinzelt gut vorgetragene Angriffe hinaus und brachte Lukas Petersson im TSG-Tor nie ernsthaft in Verlegenheit. Im zweiten Durchgang machten die Hoffenheimer weiter Druck, erst wurde Eren Akgeyik, dann Luis Baumert in aussichtsreicher Position geblockt, Sekunden später drückte der eingewechselte George Iorga einen Kopfball neben das Tor (41.).

Abschied für Baumert, Erinç und Rausch

Zehn Minuten später ließ sich Iorga allerdings für einen Dreierpack feiern, den er zwischen der 42. und 51. Minute schnürte. Erst nutzte er die Unentschlossenheit in der Astoria-Defensive zu einem schönen Lupfer über Lück (3:0), dann verwertete er Akgeyiks Pass (4:0) und schließlich beförderte er Linus Weiks Hereingabe von der rechten Seite aus sechs Metern direkt in den Winkel (5:0). Die Partie war zu diesem Zeitpunkt längst entschieden, der ebenfalls eingewechselte Linus Ebert machte mit einem trockenen Linksschuss ins kurze Eck - dem vierten Joker-Tor an diesem Abend - das halbe Dutzend voll (60.).

Von Selbstverständlichkeit war nach dem Schlusspfiff nichts zu spüren, die Hoffenheimer feierten den Pokalsieg ausgelassen. Als im Mannschaftskreis drei Abschiede verkündet wurden, war die Stimmung kurzzeitig getrübt. Spieler Luis Baumert wird die TSG nach dieser Saison ebenso verlassen wie Sascha Rausch. Der Torwarttrainer, der an Stelle von Marjan Petković die Keeper im Finale betreute, wird in der kommenden Spielzeit in Vollzeit beim Regionalligisten TSV Steinbach die Torhüter trainieren. Savaş Erinç wird aus beruflichen Gründen seine Co-Trainer-Tätigkeit aufgeben, der TSG aber als Scout erhalten bleiben. Nach der offiziellen Verabschiedung durch den Akademie-Leiter Dominik Drobisch nahmen die Feierlichkeiten schließlich wieder Fahrt auf.

FC-Astoria Walldorf – TSG 1899 Hoffenheim 0:6 (0:2)
Walldorf: Lück – Bittler, Zetzsche, Gashaj, Breve, Klein, Kritter, Safranek, Diamalembe, Kulick, Herbold / Weinreuter – Vögele, Klöver, Rewerk, Schmid.
Hoffenheim: Petersson – Gebauer, Haskaj, Liyew, Hagmann, Bischof, Weik, Leuze, Tohumcu, Akgeyik, Knapp / Siegers – Baumert, Tamarez, Ebert, Iorga.
Tore: 0:1 Liyew (9.), 0:2 Liyew (24.), 0:3 Iorga (43.), 0:4 Iorga (46.), 0:5 Iorga (51.), 0:6 Ebert (60.). Zuschauer: 250. Schiedsrichter: Fabian Hilz.

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