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23.04.2019

Youth League: Portos U19 setzt auf Erfahrung und Härte

Der FC Porto gehört in der UEFA Youth League zu den Dauerbrennern. Seit der ersten Ausgabe 2013/14 war der Nachwuchs des 28-fachen portugiesischen Meisters immer dabei und räumte in der vergangenen Saison auf dem Weg ins Halbfinale Titelverteidiger FC Salzburg aus dem Weg, ehe er dann erst im Elfmeterschießen am Chelsea FC scheiterte. Achtzehn99.de stellt unseren Final-Four-Gegner vor.

Nach fünf Strafstößen stand es immer noch unentschieden. 2:2 (1:1) nach 90 Minuten, jetzt 3:3, auch der mittlerweile heiß umworbene Callum Hudson-Odoi hatte für Chelsea vom Punkt getroffen, Rui Miguel Pires den fünften Elfmeter vergeben, sonst wäre Porto ins Finale eingezogen. So aber ging es weiter und als auch Diogo Bessa mit dem 14. Schuss an Chelsea-Schlussmann Jamie Cumming scheiterte, war der Traum vom Finale geplatzt. Immerhin: Der FC Porto ist kein Neuling im Final Four der Youth League und hat bereits – wenn auch bittere – Erfahrungen am Spielort Nyon gesammelt.

Nun sind die Blau-Weißen erneut ins Finalturnier durchmarschiert, ebenso wie die beiden anderen Halbfinalisten Chelsea und FC Barcelona auch, die vor einem Jahr das Endspiel bestritten. Nur der Youth-League-Debütant TSG Hoffenheim ist neu und ersetzt in dieser illustren Runde Manchester City, das im April 2018 in einem spektakulären Match Barça mit 4:5 (2:5) unterlag.

In die Gruppenphase startete der FC Porto mit einem überzeugenden 3:0-Sieg beim FC Schalke 04 und qualifizierte sich letzten Endes vor dem Tabellenzweiten Lokomotiv Moskau souverän fürs Achtelfinale. In der K.o.-Runde behielt die Elf von Trainer Mário Silva in den Heimspielen gegen Tottenham (2:0) und Midtjylland (3:0) souverän die Oberhand. Interessante Anekdote am Rande: Der FC Porto hat in dieser UYL-Saison die meisten Fouls (145) begangen, und trifft mit der TSG auf die „zweitbeste“ Mannschaft in dieser Kategorie (134).

Trainer Mário Silva war einst Porto-Profi

Mário Silva hat die U19 des FC Porto zu Saisonbeginn übernommen und genießt als ehemaliger Profi des Klubs den Respekt seiner Spieler. Der frühere Linksverteidiger stand in jenen Teams José Mourinhos, die 2003 den UEFA-Pokal und 2004 die Champions League gewannen, kam aber in den Finalspielen nicht zum Einsatz. Seit 2012 ist er als Trainer beim Klub seiner Geburtsstadt tätig und coachte bis zur vergangenen Spielzeit noch die U17. Derzeit befindet sich Mário Silvas Truppe – wie könnte es auch anders sein – in einem erbitterten Zweikampf mit Benfica Lissabon um die portugiesische Meisterschaft. Sieben Spieltage vor Schluss stehen die beiden Erzrivalen punktgleich an der Spitze, Benfica hat derzeit das bessere Torverhältnis. Bei Pflichtspielen trägt Mário Silva eine Armbinde, auf der das Wort „Trainer“ steht, eine Vorschrift des portugiesischen Verbands, die nun auch auf den internationalen Wettbewerb ausgedehnt wurde. Die Binde soll – ähnlich wie beim Mannschaftskapitän – signalisieren, wer hier in der Verantwortung steht.

Zwei Mal, 2014 und 2016, scheiterte der FC Porto überraschend in der Gruppenphase, 2015 (0:5 beim RSC Anderlecht) und 2017 (1:2 beim FC Barcelona) kam das Aus im Viertelfinale. Jetzt soll es endlich mit dem ersten Finaleinzug klappen. Dafür kann Mário Silva auf einige Hochkaräter zurückgreifen wie etwa Romário Baró, den mit fünf Treffern bislang besten Torschützen Portos in der Youth League, der somit nicht nur wegen seiner Rasta-Mähne auffällt. Oder Innenverteidiger Diogo Leite, der wie Keeper Diogo Costa offiziell zum Profi-Kader gehört. Leite stand im ersten Saisonspiel, als Porto im portugiesischen Supercup CD Aves 3:1 bezwang, in der Startelf und auch schon einen Champions-League-Einsatz (gegen Galatasaray) vorweisen kann. Costa ist mit mittlerweile 26 Spielen in der Youth League der Rekordspieler in diesem Wettbewerb.

Zwei Spieler, die mit dem FC Porto in der Nachwuchs-Königsklasse gespielt haben, sind mittlerweile einem größeren Publikum bekannt: André Silva steht seit 2017 beim AC Mailand unter Vertrag, ist aber derzeit an den FC Sevilla ausgeliehen, für den er in dieser Saison in der Meisterschaft immerhin neun Mal getroffen hat. Verteidiger Diogo Dalot wechselte im Sommer zu Manchester United und kam nach langer Verletzungspause zuletzt regelmäßig in der Premier League zum Einsatz.

Youth League, Halbfinale
TSG 1899 Hoffenheim - FC Porto
Freitag, 26. April, 14 Uhr, Centre sportif de Colovray Nyon

Hinweise zu Tickets und Fanbussen gibt es hier.

Matchday -5: FC Porto - Klubhistorie
Matchday -4: Alfons Amade: Unser Weg nach Nyon

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