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AKADEMIE
01.04.2019

U19 brennt auf das Duell mit den Königlichen

Marcel Rapp und Benjamin Wallquist, Trainer und Kapitän der U19, bekamen am Montagvormittag einen kleinen Vorgeschmack, wie es mal aussehen könnte. Mehrere Pressevertreter drängten sich in den kleinen Besprechungsraum des Dietmar-Hopp-Stadions, bauten Kameras und Mikrofone auf und stellten allerlei Fragen. Das Youth-League-Viertelfinale am Mittwochabend gegen Real Madrid naht mit großen Schritten.

Der Greenkeeper jagte parallel zur kleinen Presserunde über den Rasen. Es soll alles perfekt sein für das Spiel der Spiele in der jüngeren Akademie-Historie (live ab 17:55 Uhr auf Sport1). „Das wird ein ganz besonderer Tag für die TSG Akademie“, sagte Direktor Nachwuchs Dirk Mack. Ob es denn im Falle eines Sieges eine Prämie gebe, wollte ein Journalist wissen. „Das Spiel an sich ist Prämie genug. Die Jungs haben alles dafür getan, um in diese Situation zu kommen und sich diese Begegnung absolut verdient.“

Real Madrid. Bei diesem Namen schwingt immer viel Respekt mit. Und es ist sicher auch kein Zufall, dass das Dietmar-Hopp-Stadion erstmals seit 2008 ausverkauft ist – und das schon über eine Woche vor dem Anpfiff. „Wir sind Außenseiter und nehmen diese Rolle auch an“, sagt Rapp und Wallquist gesteht: „Das ist ein klangvoller Name. Solche Spiele sind der Grund, warum wir als Kinder alle angefangen haben Fußball zu spielen.“

WALLQUIST BAUT AUF GROSSARTIGE UNTERSTÜTZUNG

Ehrfurcht ja, Unterwürfigkeit nein. Der Rote Teppich wird nicht ausgerollt, wenn der Madrider Mannschaftsbus vor dem Stadion vorfährt. „Wir werden uns nicht verstecken“, verspricht Wallquist und verweist auf die drei F, die ihm und seinen Teamkollegen einen Motivationsschub verleihen werden: „Freunde, Familie, Fernsehen. Wir wollen allen etwas bieten und hoffen dabei natürlich auch auf eine großartige Unterstützung.“

Sein Trainer bestätigt derweil, dass es sich in der Vorbereitung um ein Spiel wie jedes andere handelt: „Wir haben uns Videomaterial angeschaut, schauen uns den Gegner an, versuchen seine Idee zu erkennen, unsere daran anzupassen und sie dann den Jungs zu vermitteln.“ Zwei Trainingseinheiten bleiben dem frisch lizenzierten Fußballlehrer, um noch „ein paar Dinge zu testen“.

In der bisherigen Youth-League-Saison hat sich die mit drei U20-Spielern verstärkte U19 als auch für europäische Top-Klubs schwer zu knackende Nuss erwiesen. „Wir haben auch jede Menge Nationalspieler in unseren Reihen, die Partien auf diesem Niveau und vor großem Publikum bestritten haben“, unterstreicht Rapp. „Nervosität wird kein Faktor sein. Klar ist aber auch, wir sind die TSG und die sind Real, die ihre Jugendspieler nicht dafür ausbilden, mal eben in der ersten spanischen Liga mitkicken zu können, sondern um die Champions League zu gewinnen.“

HEILAND UND TUBLUK FEHLEN VERLETZT

Personell wird Rapp auf Tobias Heiland (Kreuzbandriss) und Enes Tubluk, der sich im Kiew-Spiel eine Innenbandverletzung zugezogen hat, verzichten müssen, ansonsten sind alle Mann an Bord. Gegen die Ukrainer fielen die Tore erst im Elfmeterschießen. „Das haben wir damals nicht extra trainiert und jetzt auch nicht. Erstens haben wir einen guten Keeper, zweitens gute Schützen, drittens kann man den Ernstfall nicht simulieren.“

Ein Rückspiel gibt es nicht – im Falle eines Sieges würde die TSG direkt ins Halbfinale einziehen und in Nyon/Schweiz am 26. April auf den Sieger der Begegnung FC Porto gegen FC Midtjylland treffen. Das Endspiel findet an gleicher Stelle drei Tage später statt.

„Wir schließen nichts aus“, gibt sich Rapp selbstbewusst. Genießen werde er das Spiel gegen Real Madrid mit Sicherheit nicht. „Das ist unser Job. Der Genuss kommt vielleicht in der Rückschau. Zufrieden sind wir dann, wenn alle Spieler auf dem Platz ihr Leistungsmaximum erreicht haben.“ Nachwuchsdirektor Mack ergänzt: „Wenn das Ergebnis stimmt, gebe ich mich auch mit weniger zufrieden.“

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Youth-League-Viertelfinale
TSG 1899 Hoffenheim – Real Madrid
Mittwoch, 18 Uhr, Dietmar-Hopp-Stadion

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