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PROFIS
10.04.2019

Otto: "Jetzt wollen wir den Youth-League-Titel"

Für David Otto läuft es im Jahr 2019 perfekt: In der Bundesliga, der Youth League und mit den DFB-Junioren feiert der 20 Jahre alte Stürmer der TSG Hoffenheim Erfolge auf allen Ebenen. Mit achtzehn99.de hat der gebürtige Pforzheimer über seine Gefühlslage, den 4:2-Sieg gegen Real Madrid und das Final Four in der Youth League gesprochen.

Bundesliga, Youth-League-Sieg gegen Real Madrid, ein Tor für die U20-Nationalmannschaft – im Moment läuft es sehr gut für Dich.

"Das stimmt, ich kann mich nicht beklagen und hoffe, dass es so weiter geht. Es macht derzeit großen Spaß."

In der Sommer-Vorbereitung warst Du sehr auffällig, dann hat es mit dem Bundesliga-Debüt doch noch bis ins Jahr 2019 gedauert. Merkst Du, dass Du Dich immer besser an die Umstellung von den Junioren zu den Profis gewöhnt hast?

"Das vergangene Dreivierteljahr hat mich auf jeden Fall noch einmal weitergebracht und war keineswegs verschwendete Zeit. Die Spiele in der Youth League waren wichtig, ich habe mich weiterentwickelt und die Zeit hilft mir jetzt sehr. Klar hätte ich mir gewünscht, noch schneller in der Bundesliga spielen zu dürfen. Aber alles zu seiner Zeit – wenn es jetzt gut klappt, ist für mich alles super gelaufen."

Du bist in der Bundesliga zwar zuletzt mehrfach zum Einsatz gekommen – war das 4:2 gegen Real Madrid in der Youth League dennoch ein besonderer Moment in der noch jungen Laufbahn?

"Das war auf jeden Fall ein Highlight. Die ganze Saison in der Youth League ist schon sehr aufregend. Dass dann Real Madrid zu uns nach Hoffenheim kommt und wir sie auf diese Art und Weise schlagen, war etwas ganz Besonderes: Oben in diesem kleinen Ort, von dem die Spanier wohl noch nie etwas gehört haben. Da haben sie dann aber gemerkt, was Hoffenheim so drauf hat."

Warst Du vor dem Spiel nervös?

"Ich habe mich einfach total auf das Duell gefreut. Ich wusste, dass viele Leute kommen und es in dem kleinen, engen Stadion dann richtig stimmungsvoll werden kann. Also besser als in der großen Arena, wenn sie nur halb gefüllt ist – was ja bei der U19 der Fall gewesen wäre. Wenn dann alle mitfiebern, herrscht eine besondere Atmosphäre, die einen Spieler tragen kann. Das hat man uns auch angemerkt."

"Wir glauben an uns"

Am 26. April beginnt das Final Four mit dem Halbfinale. Ihr trefft auf den FC Porto, das zweite Spiel bestreiten der FC Barcelona und der FC Chelsea. Es warten große Namen auf Euch.

"Man hat bislang gemerkt, dass ein großer Name in der Youth League nicht viel zählt. Wir wissen, dass es darauf ankommt, was im Trikot drinsteckt. Porto ist auch zurecht noch dabei, doch wir haben bislang Real Madrid und Manchester City geschlagen und können auf jeden Fall mithalten. Wir werden wie in jedem Spiel alles reinhauen und glauben an uns."

Das Ziel ist also jetzt der Titel?

"Auf jeden Fall. Wenn man sieht, wie weit wir gekommen sind und wen wir auf dem Weg dorthin geschlagen haben, muss man dieses Ziel haben. Es sind noch zwei Spiele, in denen ist alles möglich. Wir wollen beide gewinnen und den Youth-League-Titel nach Hoffenheim holen."

Kann man die Youth League, die Nationalmannschaft und die Bundesliga von der Bedeutung her gewichten?

"Das sind ganz unterschiedliche Reize. In der Nationalmannschaft kann man sein Land repräsentieren, was etwas ganz Besonderes ist. In der Youth League kann man sich auch international messen – allerdings in den Farben seines Heimatvereins. Dazu ist der Champions-League-Modus noch sehr reizvoll. Und die Bundesliga ist der Alltag, aber der ganz besondere Alltag, weil es immer der Traum war, dort hinzukommen. Dort soll es auch weitergehen."

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