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U23
05.04.2019

Mit Zweikampfstärke gegen Ulmer „Spatzen“

Ihren zweiten Sieg im Jahr 2019 strebt die U23 morgen Nachmittag ab 14 Uhr im Dietmar-Hopp-Stadion gegen den SSV Ulm 1846 Fußball an. TSG-Trainer Marco Wildersinn weiß genau, was seine Mannschaft gegen die „Spatzen“ von der Donau erwartet und wie ihnen zu begegnen ist.

DAS SAGT DER TRAINER

Marco Wildersinn ist ein bisschen genervt von der Bilanz seines zugegeben allerdings ziemlich vom Verletzungspech gebeutelten Teams. Nach dem Auftaktsieg in die Restrückrunde beim FK Pirmasens gab es fünf Spiele ohne Sieg. „Wenn du nicht gewinnst, fehlt dir natürlich was. Aber wir werden jetzt die Spannung rechtzeitig hochfahren, damit es am Samstag mal wieder klappt mit einem Sieg.“ Immerhin könnten einige Spieler zum Einsatz kommen, die am Mittwoch beim 4:2-Sieg mit der U19 in der Youth League gegen Real Madrid ein Erfolgserlebnis der besonderen Art gefeiert haben. Natürlich war auch Wildersinn Augenzeuge des historischen Erfolgs im ausverkauften Dietmar-Hopp-Stadion: „Unsere Jungs haben es sehr gut gemacht. Gleich zu Beginn zwei super herausgespielte Tore erzielt und defensiv sehr solide gestanden.“

Das erwartet Wildersinn auch von seiner Mannschaft, wenn es am Samstagnachmittag an gleicher Stelle gegen den SSV Ulm geht. „Wir treffen auf eine robuste Mannschaft und gegen solch robuste Mannschaften tun wir uns manchmal schwer. Aber natürlich wollen wir zeigen, dass wir auch gegen sie etwas holen können. In der Vergangenheit waren es gegen Ulm auch immer enge Spiele.“

DAS PERSONAL

Zwar sind mit Domenico Alberico (krank) und Alfons Amade (Rückenprobleme), der schon gegen Real kurzfristig passen musste, zwei Youth-League-Spieler fraglich, aber mit Luis Görlich, Ilay Elmkies, Filip Stojilković, Benjamin Wallquist und Amadou Onana kamen in der Saison auch schon fünf „richtige“ U19-Spieler in der Regionalliga zum Einsatz. Auch sie wären theoretisch für die Partie gegen Ulm ein Thema. Allerdings spielt die U19 parallel in der A-Junioren-Bundesliga beim SC Freiburg. Samuel Lengle, der gegen Real als zentraler Spieler der Dreierkette eine starke Leistung zeigte, wird jedoch für die U23 zur Verfügung stehen. Schließlich ist der Verteidiger bereits im Winter von den A-Junioren zum Regionalligateam der TSG hochgezogen worden.

Weiterhin verletzt fehlen Emilian Lässig, Corey Lee Anton, Steffen Foshag, Stefan Drljača und Philipp Strompf. Hinzu kommt noch Tim Wöhrle, der sich eine Zerrung zugezogen hat. Auch Tim Hüttl wird nach seinem Kreuzbandriss im September 2018 noch nicht sein Comeback geben können, obwohl er schon wieder mit der Mannschaft trainiert. Rui-Jorge Monteiro-Mendes könnte hingegen nach fast sechsmonatiger Verletzungspause erstmals wieder zum Einsatz kommen. Seine Knieprobleme hat der torgefährliche Mittelfeldspieler überwunden. Im Vergleich zum vergangenen Spiel bei der U23 von Mainz 05 kehrt außerdem Andreas Ludwig nach seiner Sperre pünktlich für das Duell mit seinem Heimatklub zurück ins Team.

DER GEGNER

Eine richtig gute Runde spielen die Ulmer „Spatzen“ in dieser Saison. Mit einem Auswärtssieg beim designierten Meister Waldhof Mannheim und der DFB-Pokalsensation gegen Eintracht Frankfurt war der SSV hervorragend in die Spielzeit 2018/19 gestartet und in der Liga hielt sich der Klub von der Donau auch in der Folge in der Spitzengruppe. Vor allem daheim sind die „Spatzen“ eine Macht, ist der SSV doch das heimstärkste Team der Liga. Von 14 Spielen im Donaustadion gewannen die Ulmer ganze elf. Auswärts sieht die Bilanz jedoch etwas anders aus, schließlich kassierte die Mannschaft von Trainer Holger Bachthaler in 13 Partien auf fremden Plätzen sieben Niederlagen. Die achte soll nach den Vorstellungen von Marco Wildersinn am morgigen Samstag folgen.

Damit das klappt, setzt der U23-Cheftrainer vor allem auf die Zweikampfstärke seiner Truppe: „Die Ulmer haben eine klare Handschrift, die von RB beeinflusst ist, wo Holger Bachthaler ja auch schon Trainer war (eine Saison Nachwuchscoach in Salzburg, Anm. d. Red.). Sie laufen hoch an und sind sehr aggressiv gegen den Ball. Wir müssen dagegenhalten, dann haben wir auch eine Chance, das Spiel zu gewinnen.“

SERIEN UND BISHERIGE DUELLE

Die TSG will ihre Serie unbedingt durchbrechen und nach fünf Spielen ohne Sieg mal wieder drei Punkte feiern dürfen. Die letzten beiden Heimspiele gegen Homburg und Offenbach wurden zudem verloren. Auch das will „Hoffe zwo“ nicht auf sich sitzen lassen. Die Gäste aus Ulm haben zuletzt zwei Siege hintereinander eingefahren und dabei nacheinander die Zweitvertretungen des FSV Mainz 05 und des VfB Stuttgart besiegt.

Die Bilanz der TSG in den direkten Duellen mit den Ulmern ist negativ. In 20 Partien ging die TSG sieben Mal und der SSV neun Mal als Sieger vom Platz. Die meisten Niederlagen fielen allerdings in die Zeit von 2004 bis 2007 – damals noch in der Oberliga Baden-Württemberg. Über drei Spielzeiten verteilt gab es in jenem Zeitraum sechs TSG-Niederlagen in Folge, darunter am 28. April 2006 mit einem 0:9 im Donaustadion die höchste Niederlage aller Zeiten für „Hoffe zwo“.

DIE LAGE DER LIGA

Für den SV Waldhof Mannheim stellt sich mittlerweile nicht mehr die Frag, ob, sondern nur noch wann die Kurpfälzer die Meisterschaft in der Regionalliga Südwest klarmachen. Wenn die Konkurrenten aus Homburg und Saarbrücken entsprechend patzen, könnten die Mannheimer bereits in der kommenden Woche in Offenbach Platz eins und damit die Meisterschaft eintüten.

Spannender gestaltet sich der Abstiegskampf, in den jedoch zuletzt kaum Bewegung kam. So verharren bereits seit vier Wochen Eintracht Stadtallendorf, Hessen Dreieich und Mainz 05 II auf den drei sicheren Abstiegsplätzen 18 bis 20. Die Ränge 16 und 17 können ebenfalls zum Gang in die Fünftklassigkeit führen, wenn aus der Dritten Liga Südwest-Teams absteigen. Mit dem VfR Aalen und Sonnenhof Großaspach sind zwei Klubs gefährdet, sodass es nach aktuellem Stand auch für den VfB Stuttgart II und Wormatia Worms in die Oberliga gehen würde. Überm Strich befinden sich momentan der FC-Astoria Walldorf, der FK Pirmasens und der FSV Frankfurt, doch deren Punktepolster ist bei weitem nicht so komfortabel, dass sie sich zurücklehnen können.

Der aktuelle Spieltag hält gleich drei direkte Duelle im Kampf um den Klassenerhalt parat: Bereits heute treffen Mainz II und Dreieich sowie Frankfurt und Walldorf aufeinander. Morgen empfängt dann Stadtallendorf noch Worms.

 

TSG 1899 Hoffenheim II – SSV Ulm 1846 Fußball
Samstag, 6. April, 14.00 Uhr, Dietmar-Hopp-Stadion, Hoffenheim

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