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AKADEMIE
29.03.2019

Eiskalte U19 holt sich den Derbysieg gegen den KSC

Fünf Tage vor dem Saisonhighlight, dem Youth-League-Viertelfinale gegen Real Madrid, hat sich die U19 mit einem Derbysieg in Stimmung gebracht. Gegen den Karlsruher SC setzte sich die Mannschaft von Trainer Marcel Rapp mit 3:2 (2:0) durch. Filip Stojilković gelangen zwei Treffer, außerdem bereitete er das Tor von Benedikt Landwehr vor. Der KSC verschoss beim Stand von 0:0 einen Elfmeter.

Der frischgebackene Fußballlehrer Marcel Rapp hatte sich für das Derby gegen dem Karlsruher SC fürs Rotieren entschieden. Gegenüber dem 7:2-Kantersieg vor zwei Wochen beim 1.FC Kaiserslautern nahm er sechs Änderungen vor: Daniel Klein, Joshua Keßler, Max Geschwill, Thomas Selensky, Amadou Onana und Filip Stojilković rückten neu in die Anfangsformation. Selensky feierte dabei sein Startelfdebüt.

Die umformierte TSG brauchte jedoch keine Findungsphase und war gleich giftig und willig im Spiel. Die erste Chance hatten allerdings die Gäste. Nach einem Fehlpass von Alexander Nitzl im Spielaufbau marschierte Marco Pasalic in Richtung TSG-Tor, zog an Nitzl vorbei und prüfte Klein im kürzen Eck. Doch der Keeper bestand die Prüfung und parierte souverän (7.).

Stojilković spekuliert goldrichtig

Die erste gefährliche Hoffenheimer Aktion kreierten dann Geschwill und Stojilković, die in einem Gewühl im Strafraum am Ball blieben und nacheinander zum Schuss kamen. Erst Geschwill, geblockt. Dann Stojilković, gehalten (11.). Vier Minuten später dann die große Chance auf die Gästeführung. Nachdem sich die Karlsruher durch den Sechzehner kombiniert hatten, kam Selensky im Zweikampf einen Tick zu spät. Klare Sache: Elfmeter. Malik Batmaz, im Winter in den Profikader des KSC befördert und vor zwei Wochen beim 5:1 gegen den 1.FC Heidenheim noch vierfacher Torschütze, trat an, schickte Klein in die falsche Ecke und schob den Ball am Tor vorbei.

Die besseren Chancen in der Anfangsviertelstunde hatten die Gäste, doch das erste Tor erzielten dann die Kraichgauer. Ein langer Schlag von Luca Kölsch wurde in der 20. Minute KSC-Torwart Edmond Kaiser zum Verhängnis. Der Ball setzte auf, sprang über Kaiser hinweg und der spekulierende und nachsetzende Stojilković brauchte nur noch einschieben – 1:0. Die Führung gab den Hausherren Sicherheit. Die Kugel lief nun flüssiger und die TSG hatte mehr Spielkontrolle. Zudem zeigte sich die Rapp-Elf enorm effizient. Bestes Beispiel in der 34. Minute: Stojilković setzte sich über rechts im Strafraum durch, hob den Kopf passte scharf in die Mitte zu Benedikt Landwehr, der den Ball direkt zum 2:0 ins Tor beförderte.

Ex-Hoffenheimer Pasalic macht es wieder spannend

Mit dem Zwei-Tore-Vorsprung im Rücken ging es in die Kabinen, doch der KSC hatte sich im Dietmar-Hopp-Stadion noch nicht aufgegeben. Fünf Minuten nach Wiederanpfiff fingen die Gäste im Spielaufbau der TSG den Ball ab und waren mit zwei schnellen Pässen im Sechzehner. Der Querpass vors Tor kam perfekt für Torjäger Batmaz, der aus sechs Metern direkt abschloss, aber an einer überragenden Fußreaktion von Daniel Klein scheiterte. Der folgende Eckball landete auf dem Kopf von Innenverteidiger Luca Egolf, dessen Kopfball Klein mit der nächsten starken Parade entschärfte.

Der KSC wollte nun unbedingt wieder herankommen und belohnte sich in der 58. Minute für die gute Anfangsphase der zweiten Halbzeit. Über ihre linke Seite kombinierten sich die Gäste bis zur Grundlinie durch, mit einem Querpass war der Ex-Akademie-Spieler Marco Pasalic freigespielt und diesmal war auch Klein machtlos.

Spannende Schlussphase

Die Karlsruher schienen nun Oberwasser zu bekommen, doch die effektive TSG hatte schnell eine Antwort parat. Schappes‘ Steilpass landete bei Stojilković, der rotzfrech Kaiser im KSC-Tor überlupfte. Zweites Tor für den Schweizer U19-Nationalspieler, der zudem das 2:0 vorbereitet hatte. Der Schwung der Gäste schien nun erst einmal gestoppt – zumindest bis zur heißen Schlussphase.

Erst traf der KSC in der 86. Minute durch eine Willensleistung von Rechtsverteidiger Noah Singelmann, dessen Durchmarsch von der TSG-Defensive nicht gestoppt werden konnte, zum 1:2 aus Karlsruher Sicht. Dann hätte Stojilković in der Schlussminute mit seinem dritten Tor den Deckel draufmachen können, als er nach einem Konter den letzten Karlsruher Verteidiger mit einem Haken ins Leere laufen ließ und frei vor dem Tor auftauchte, aber an Kaiser scheiterte.

Am Ende verteidigte die Rapp-Elf den Vorsprung bis zum Ende und feierte somit drei Punkte, den Sprung auf Platz vier und eine gelungene Generalprobe für das kommende Youth-League-Spiel. „Die Jungs haben es heute ordentlich gemacht. Wir hatten sehr viele Jungjahrgänge auf dem Platz und in der Konstellation hat die Mannschaft auch noch nicht oft zusammengespielt. Klar hatte der KSC auch einige Chancen, aber insgesamt war der Sieg schon verdient“, sagte Rapp, der sich nun gemeinsam mit seinem Trainerteam und den Spielern voll und ganz auf das Saisonhighlight vorbereitet: das Viertelfinale gegen Real Madrid im ausverkauften Dietmar-Hopp-Stadion.

 

TSG 1899 Hoffenheim – Karlsruher SC 3:2 (2:0)
Hoffenheim: Klein – Keßler, Nitzl, Wallquist, Geschwill (46. K. Çalhanoğlu) – Selensky (69. Curda) – Onana, Kölsch (67. Khan Agha)– Schappes (70. Malonga), Landwehr – Stojilković.
Karlsruhe: Kaiser – Singelmann, Jansen, Egolf, Subaric (83. Dinger) – Aygün – Trivunic (79. Kahriman), Herm – Kother (71. Mensah), Pasalic (83. Hoffmann) – Batmaz.
Tore: 1:0 Stojilković (20.), 2:0 Landwehr (34.), 2:1 Pasalic (58.), 3:1 Stojilković (64.), 3:2 Singelmann (86.). Zuschauer: 150. Schiedsrichter: Francisco Lahora (Duisburg). Karten: Gelb für Onana, Curda, Klein / Subaric. Besonderes Vorkommnis: Batmaz (Karlsruhe) verschießt Foulelfmeter (20.).

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