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U23
22.02.2019

Auf der Jagd nach den ersten drei Punkten

Im Stadion Husterhöhe in Pirmasens gibt es für die U23 die ersten Punkte des Jahres zu holen. Zum Auftakt der Restrückrunde in der Regionalliga Südwest tritt „Hoffe zwo“ beim Aufsteiger FK Pirmasens an. Sechs Wochen intensive Vorbereitung sollen gleich mit drei Punkten belohnt werden, doch Cheftrainer Marco Wildersinn warnt vor dem robusten Aufsteiger.

DAS SAGT DER TRAINER

Sechs Wochen hatte Marco Wildersinn seine Mannschaft zur Vorbereitung auf die Restrückrunde zusammen. Sechs Wochen, in denen trotz oftmals kleiner Trainingsgruppe intensiv gearbeitet und getestet wurde. Die vier Vorbereitungsspiele gegen den Ligakonkurrenten Waldhof Mannheim sowie die Oberligisten 1. Göppinger SV und 1.CfR Pforzheim sowie den Verbandsligisten ATSV Mutschelbach endeten zwar ohne Sieg (drei Unentschieden, eine Niederlage), unzufrieden war Wildersinn aber nicht. „Natürlich wollten wir nicht mit so einer Bilanz aus der Vorbereitung rausgehen, aber die Ergebnisse in den Testspielen sind nicht das Entscheidende. Wichtig war, dass wir gemeinsam einiges erarbeiten konnten. Und da haben die Jungs gut mitgezogen, weshalb wir auch mit Ambitionen in die Rückrunde gehen.“

Aufgrund von Verletzungen, Krankheiten sowie Abgängen und Abstellungen für das Training der Profis musste Wildersinn oft mit einem arg dezimierten Kader trainieren. „Das war nicht immer einfach, aber wir haben die Zeit trotzdem gut genutzt.“

Der 38-jährige Fußballlehrer und seine Spieler brennen auf die erste Punktspielaufgabe des Jahres beim FK Pirmasens. „Das wird eine Herausforderung. Die Zuschauer in Pirmasens peitschen ihre Mannschaft an, dort ist es immer schwer zu gewinnen. Aber das ist natürlich trotzdem unser Ziel.“ Den Gegner hat Wildersinn in deren vorgezogenem Spiel bei SC Freiburg II beobachtet. „Was ich gesehen habe, hat mich nicht überrascht. Pirmasens hat eine robuste Mannschaft, die weiß, was sie kann. Sie verteidigen kompakt und schalten schnell um. Darauf müssen wir vorbereitet sein.“

DAS PERSONAL

Zu den drei Langzeitverletzten Corey Lee Anton, Tim Hüttl und Emilian Lässig (alle Kreuzbandverletzungen) kommen derzeit auf der Ausfallliste auch noch Philipp Strompf (Muskelbündelriss), Rui-Jorge Monteiro-Mendes (Sehnenreizung) und der angeschlagene Steffen Foshag hinzu. Chinedu Ekene fehlt zudem gesperrt. Dafür stehen im Gegensatz zur Hinrunde, die sie verletzungsbedingt nahezu komplett verpassten, wieder Torhüter Isa Doğan und Mittelfeldspieler Tim Wöhrle zur Verfügung. Auch Toptorjäger Thomas Gösweiner, der in der Vorbereitung immer mal wieder krank war, ist einsatzbereit.

Angesichts der Ausfälle von Hüttl und Strompf und seiner starken Leistungen in der U19 wurde A-Junior Samuel Lengle vorzeitig zur U23 hochgezogen. Der 18-jährige Innenverteidiger absolvierte alle vier Testspiele in der Vorbereitung – und das zur Zufriedenheit seines neuen Trainers. „Es war schon eine Umstellung für Samu, aber jedes Spiel hat ihm dabei geholfen, sich besser daran zu gewöhnen“, so Wildersinn.

DER GEGNER

Als Vizemeister der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar setzte sich „die Klub“, wie der FKP von den eigenen Fans genannt wird, in der Vorsaison in der Aufstiegsrunde durch und feierte so nach dem Abstieg 2017 den direkten Wiederaufstieg. Gegen den Vize der Hessenliga, Bayern Alzenau, hatte die Mannschaft von Peter Tretter ein 0:0 geholt. Das alles entscheidende Spiel gegen den FC Villingen, den Zweiten der Oberliga Baden-Württemberg, entschied Pirmasens dann vor 2.800 Zuschauern im heimischen Stadion Husterhöhe mit 2:0 für sich.

In der laufenden Saison spielt der FKP eine ordentliche Rolle. Nach 20 Spieltagen stand der Aufsteiger erst zwei Mal auf einem möglichen Abstiegsplatz. Aktuell rangieren die Pirmasenser auf Platz 11 mit sechs Punkten Vorsprung auf den ersten Platz unterm Strich. Ihren Start in die Restrückrunde haben sie bereits hinter sich. Am vergangenen Wochenende traf der FKP in einem vorgezogenen Spiel auf die U23 des SC Freiburg und unterlag mit 0:2.

SERIEN UND BISHERIGE DUELLE

Während sich bei „Hoffe zwo“ vor der Winterpause Siege, Unentschieden und Niederlagen munter abwechselten, hat Pirmasens eine kleine Serie vorzuweisen – allerdings keine erfreuliche für den Aufsteiger. Die vergangenen drei Regionalligapartien konnten allesamt nicht gewonnen werden. Der letzte Sieg in der Liga gelang somit am 23. November 2018 beim FC-Astoria Walldorf. Gerade daheim lief es zuletzt gar nicht mehr rund, denn im heimischen Stadion Husterhöhe wartet die Tretter-Elf gar schon seit Mitte September auf drei Punkte.

Im direkten Duell der beiden Teams hat die TSG die Nase vorn. Sieben Mal gab es die Begegnung bereits, fünf Mal siegten die Kraichgauer. Ein Unentschieden gab es zwischen der TSG und dem FKP im Übrigen noch nie. Das Hinspiel war eine klare Sache: Durch Tore von Gösweiner (2), Johannes Bender, Nicolas Wähling, Monteiro-Mendes und Domenico Alberico siegte die Wildersinn-Elf mit 6:2.

DIE LAGE DER LIGA

Schon fast die ganze Saison hat der SV Waldhof Mannheim die Rolle des Gejagten inne. Doch nervös wurden die Kurpfälzer trotz zwischenzeitlich starken Phasen der ärgsten Verfolger TSV Steinbach Haiger und 1.FC Saarbrücken nie. Mit fünf Punkten Vorsprung geht der SVW nun in die verbleibenden 14 Spiele. Sollte der Drei-Punkte-Abzug wegen der Vorfälle im Aufstiegsspiel gegen den KFC Uerdingen noch vor Gericht kassiert werden, wären es sogar acht Zähler. Klar, dass Saarbrücken und Steinbach in der Restrückrunde dazu verdammt sind, eine Siegesserie hinzulegen, wenn sie die Waldhöfer noch überholen wollen. Am Samstag spielen alle drei zeitgleich: Waldhof Mannheim daheim gegen den FSV Frankfurt, Saarbrücken bei Eintracht Stadtallendorf und Steinbach daheim gegen den SC Freiburg II.

Spannend dürfte auch der Abstiegskampf werden, in den die letzten acht Teams verwickelt sind. Neben Pirmasens sind das der FSV Frankfurt, Wormatia Worms, Mainz 05 II, Hessen Dreieich, der VfB Stuttgart II, der FC-Astoria Walldorf und Eintracht Stadtallendorf.

 

FK 03 Pirmasens – TSG 1899 Hoffenheim II
Samstag, 23. Februar, 14 Uhr, Stadion Husterhöhe, Pirmasens

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