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AKADEMIE
06.11.2018

Vier besondere Stunden bei den Waldpiraten

Im Waldpiraten-Camp in Heidelberg haben vergangene Woche fünf U23- und sieben U19-Spieler vorbeigeschaut, um die krebskranken Kinder und Geschwister von krebskranken Kindern zu besuchen. Mit viel Einfühlungsvermögen und positiver Ausstrahlung haben die Akademie-Talente mit den Kindern gespielt und sich ausgetauscht. Auch für die Spieler entstanden so ganz besondere Momente.

Es war ein Besuch, der den Spielern am Herzen lag. Gemeinsam mit U23-Teammanager Thomas Gomminginger und den beiden pädagogischen Mitarbeiterinnen der TSG Akademie, Sina Schiele und Juliane Waldschmidt, waren die zwölf Nachwuchstalente an den Heidelberger Promenadenweg gekommen, um mit den Kindern des Waldpiraten-Camps ein wenig Zeit zu verbringen.

Bei den Waldpiraten handelt es sich um ein von der Deutschen Kinderkrebsstiftung ins Leben gerufenes Freizeitcamp, das speziell auf die Bedürfnisse von krebskranken Kindern, die sich gerade von einer Behandlung erholen, und von Geschwistern krebskranker Kinder zugeschnitten ist. Neben Gruppenerfahrungen und erlebnispädagogischen Aktionen steht dabei der Spaß in der Natur im Vordergrund – etwa beim Klettern, Wandern oder Kanufahren.

Kicken im Regen

Die Hoffenheimer Besuchergruppe bestand neben drei TSG-Verantwortlichen aus den Spielern Tim Wöhrle, Moody Chana, Philipp Strompf, Rui-Jorge Monteiro-Mendes und Corey Lee Anton (alle U23) sowie die U19-Spieler Ilay Elmkies, Filip Stojilković, Samuel Lengle, Tim Linsbichler, Luis Görlich, Tobias Heiland und Alexander Nitzl. Bei der Ankunft der Fußballer standen die Kinder schon voll vorfreudiger Erwartung am Eingangstor und ohne Berührungsängste kamen sie direkt mit den Spielern ins Gespräch.

Die TSG-Jungs beantworteten den neun- bis 15-jährigen Kindern allerhand Fragen und erfüllten Autogrammwünsche. Für einige der Spieler ging es dann auch gleich mit den Kindern an den Ball, der Regen konnte die fröhlichen Waldpiraten und die Hoffenheimer nicht vom Kicken abhalten. Die restlichen Spieler setzten sich mit den Camp-Bewohnern an den Pokertisch. Das war ein Wunsch der Kinder – und es wurde auch schnell klar, warum: Einer der Jungs erwies sich als echtes Poker-Talent und die Hoffenheimer Gäste verloren haushoch.

Für die zwölf Spieler waren die Begegnungen mit den schwerkranken Kindern ganz besondere Momente: „Das Camp mitten im Wald war wirklich sehr beeindruckend und zu sehen, wie die Kinder miteinander umgehen und wie wenig Berührungsängste sie uns gegenüber hatten, war schon überwältigend“, sagte U19-Verteidiger Alexander Nitzl, der den Besuch in Heidelberg auch mit etwas Abstand noch als etwas ganz Besonderes ansieht. „Ich denke, es war für uns alle einfach toll, dass wir den Kindern einen schönen Tag bereiten konnten.“

Gemeinsames Tanzen und Geschenke-Austausch

Bei einer Führung über das Gelände erhielten die Spieler einen Eindruck von der Arbeit der Deutschen Kinderkrebsstiftung im Waldpiraten-Camp. Die Kinder präsentierten außerdem verschiedene Aktionen – etwa einen Tanz, bei dem sich auch einige der Spieler nicht lange bitten ließen und vergnügt mit einstiegen.

Beim Waldpiraten-Domino-Day legten die Kinder dann einen großen Parcours aus Dominosteinen, in den auch der Schriftzug „TSG Hoffenheim“ eingearbeitet war. In der abendlichen Gemeinschaftsrunde wurde dann noch einmal gemeinsam getanzt, ehe der Besuch aus dem Kraichgau zur großen Freude der Kinder seine Mitbringsel verteilte. Zuvor waren auch schon die TSG-Spieler beschenkt worden. Auf den Armbändern, die sie überreicht bekommen hatten, stand der Schriftzug „Eines werde ich niemals tun: Aufgeben“ – passend für die bewundernswerten Kinder, aber auch für die ehrgeizeigen Spieler.

Wiederholung geplant

Am Ende eines bewegenden und vor allem erfüllenden Tages waren alle hochzufrieden: die Organisatoren des Waldpiraten-Camps, die Spieler, die TSG-Verantwortlichen und vor allem die Kinder. Camp-Mitarbeiter Florian Münster berichtete im Nachhinein, dass die Kinder noch am Abend voller Begeisterung von den sympathischen Fußballern aus Hoffenheim gesprochen hatten.

„Die Jungs haben es auf allen Ebenen super gemacht und es war ein wirklich toller Nachmittag für alle Beteiligten, den wir gerne wiederholen können“, sagte die TSG-Sozialpädagogin Juliane Waldschmidt. Auch Thomas Gomminginger, der als U23-Teammanager und Laufbahnberater den Besuch mitgeplant hatte, zeigte sich vom Nachmittag in Heidelberg sehr angetan: „Die Spieler sind in vielerlei Hinsicht in beindruckender Weise mit den Kindern und Jugendlichen umgegangen. Das waren vier besondere Stunden.“

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