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AKADEMIE
11.11.2018

U19 trotzt Doppelbelastung und klettert auf Rang vier

Die U19 hat den Youth-League-Rückenwind in die Bundesliga mitgenommen und beim 5:1 (3:0) gegen den 1.FC Nürnberg eine überzeugende Leistung gezeigt. Das Team von Trainer Marcel Rapp blieb somit in der Süd/Südwest-Staffel zum siebten Mal in Folge unbesiegt und kletterte von Platz sieben auf vier.

Rapp musste nach dem 3:3 unter der Woche in Lyon, das den Einzug in die nächste Runde sicherte, verletzungs-, rotations- und gelbsperrenbedingt auf vier Positionen umbauen. „Die Jungs haben die Reisestrapazen gut weggesteckt. Wir wollten früh attackieren und dominant sein, das ist uns gut gelungen“, so der Trainer, der nach zwei Minuten bereits die erste Chance seiner Elf sah, doch nach einem Eckball lenkte Nürnbergs Schlussmann Lucas Becker Samuel Lengles Schuss noch mit den Fingerspitzen über der Querbalken.

Die Hoffenheimer gaben in der Akademie-Arena – wohin sie aufgrund einer Terminkollision mit der U23 ausweichen mussten – klar den Ton an und gingen schon nach acht Minuten in Führung, als Filip Stojilković ein starkes Zuspiel von Ilay Elmkies in die untere linke Ecke beförderte. Der „Club“ schien nun etwas von der Rolle und ließ Großchancen im Minutentakt zu, doch Enes Tubluk ließ zwei gute Möglichkeiten liegen und Max Geschwill verpasste mit einem Freistoß das 2:0 nur knapp.

Diese Fahrlässigkeit hätte sich um ein Haar gerächt, denn nach einem Ballverlust hatten die Franken durch Edmund Rugova das 1:1 auf dem Fuß, das TSG-Keeper Daniel Klein aber mit einem Reflex verhinderte (14.). „Da waren wir unaufmerksam. Das kommt leider immer wieder mal vor. Ärgerlicher ist, dass wir zu diesem Zeitpunkt bereits deutlicher führen müssen“, sagte Rapp. Klein musste kurz darauf ein zweites Mal klären, diesmal gegen Edward Hinz (22.), doch ein Unentschieden hätte dem Spielverlauf in der Tat nicht entsprochen.

Doppelschlag durch Tubluk und Landwehr

Noch vor der Pause sorgten die Hoffenheimer dann für klare Verhältnisse. Nach schöner Stafette über Amadou Onana, Ilay Elmkies und Stojilković war Enes Tubluk aus kurzer Distanz zur Stelle (33.), zwei Minuten später machte Benedikt Landwehr per Direktabnahme gegen die Laufrichtung des Torhüters den Deckel drauf. Die Hereingabe von der rechten Seite kam von Tubluk, der mit dem Pausenpfiff nach schönem Zuspiel Onanas das 4:0 hätte machen müssen. „Die erste Halbzeit war in Ordnung, auch wenn es zwischendurch etwas Leerlauf gab“, so Rapp.

Nach dem Wechsel kamen die Nürnberger zwar entschlossener aus der Kabine, ohne aber Klein im TSG-Gehäuse in Verlegenheit zu bringen. Rapp wechselte munter durch, was den Spielfluss etwas ausbremste. „Das Spiel ist dann eine Zeitlang vor sich hingeplätschert. So etwas lässt sich manchmal nicht vermeiden, es schleichen sich Kleinigkeiten ein, der Ball wird zu lange gehalten und nicht mehr so genau gespielt.“

Und so kamen die Franken durch einen Linksschuss von Thomas Schmidt, der nicht energisch gestört wurde, zwölf Minuten vor dem Ende plötzlich zum 3:1 – obwohl sie zu diesem Zeitpunkt bereits in Unterzahl waren, weil Ekin Celebi wegen Fouls und anschließendem Meckern erst Gelb und dann gleich Rot gesehen hatte (71.). Eine Minute vor dem Platzverweis musste Klein im Eins-gegen-Eins gegen Marco Zietsch klären, nachdem eine Unstimmigkeit zwischen ihm und Heiland zu dieser Situation geführt hatte.

Malonga und Schappes machen den Deckel drauf

Die Schlussphase einer aggressiv, aber fair geführten Partie gehörte dann wieder komplett den Hoffenheimern, und die Einwechselspieler durften sich noch auszeichnen. Erst legte Tim Linsbichler für Nathan Malonga auf, der zum 4:1 vollstreckte und endgültig den Deckel draufmachte (80.), eine Minute vor Schluss setzte Lukas Schappes nach einem Freilauf den Schlusspunkt, nachdem ihn Landwehr punktgenau bedient hatte.

„Ich ziehe den Hut vor der Mannschaft, wie sie die Doppelbelastung wegsteckt“, freute sich Rapp über das nächste Positiverlebnis. Nun ist die U19 also wieder in den oberen Tabellenregionen angekommen. Allerdings stehen nach der Länderspielpause drei schwierige Happen am Stück an: Nach der Länderspielpause kommt es zur echten Reifeprüfung, wenn es nacheinander gegen die aktuelle Top Drei Mainz, Stuttgart und Bayern München geht.

TSG 1899 Hoffenheim – 1.FC Nürnberg 5:1 (3:0)
Hoffenheim: Klein – Heiland (71. Schappes), Wallquist, Nitzl, Landwehr, Lengle (52. Curda), Geschwill, Elmkies, Tubluk, Onana (59. Malonga), Stojilković (59. Linsbichler).
Nürnberg: Becker – Fippl, Piwernetz (82. Strobel), Groß, Celebi, Zietsch, Bajic (42. Voigt), Rosenlöcher, Latteier (46. Schmidt), Rugova (59. Griesbeck), Hinz.
Tore: 1:0 Stojilković (8.), 2:0 Tubluk (33.), 3:0 Landwehr (35.), 3:1 Schmidt (78.), 4:1 Malonga (80.), 5:1 Schappes (89.). Zuschauer: 50. Schiedsrichter: Philipp Schlegel (Ehingen). Karten: Gelb für Bajic, Piwernetz, Zietsch; Gelb-Rot für Celebi (wegen Meckerns, 71.).

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