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AKADEMIE
24.10.2018

U17 entscheidet spannendes Derby für sich

In einem Nachholspiel gegen den Karlsruher SC hat sich die U17 durch einen hart erkämpften 4:2 (2:0)-Erfolg drei wichtige Punkte gesichert. Benjamin Sejdinović und Melkamu Frauendorf hatten für eine frühe 2:0-Führung gesorgt, die jedoch kurz nach der Halbzeit wieder dahin war. Ein Freistoßtor von Mert Özkaya sowie ein weiterer Treffer von Maximilian Beier sorgten dann aber doch noch für den Sieg.

Im Nieselregen und unter Flutlicht standen sich die U17-Teams der TSG und des KSC auf dem Rasen der Akademie-Arena gegenüber. Es war das 23. B-Jugend-Bundesliga-Derby zwischen den beiden badischen Klubs und am Ende sollte zum elften Mal die TSG die Nase vorn haben. Bis dahin war es jedoch ein harter Weg.

Dabei sah es schon nach acht Minuten danach aus, als ob die TSG früh die Weichen auf Sieg stellen würde. Nachdem Marco John bereits in der ersten Minute mit einem 16-Meter-Schuss vom Strafraumrand eine erste gute Chance gehabt hatte, schlug die Mannschaft von Trainer Danny Galm, der diesmal aufgrund einiger Erkrankungen in seinem Trainerteam von U14-Cheftrainer Sebastian Haag und U16-Athletiktrainer Johannes Engert unterstützt wurde, bereits eine Minute später zu: Ein kurz ausgeführter Eckstoß wurde von Mert Özkaya perfekt auf den Schädel des auf den ersten Pfosten einlaufenden Benjamin Sejdinović serviert, der den Ball mustergültig in die lange Ecke nickte.

Die TSG ließ auch nach der frühen Führung nicht locker und weitere sechs Minuten später lag der Ball schon wieder im Karlsruher Tor. Eine schnelle Direktpass-Kombination über Kerim Çalhanoğlu und Marco John machte Letzterer mit einem genialen Schnittstellenpass auf Melkamu Frauendorf am Ende richtig gefährlich. Alleine vor KSC-Keeper Max Lud blieb Frauendorf eiskalt und schob zum 2:0 ein.

Klare Defensivtaktik der Gäste

Die Karlsruher rückten in der Folge trotz des Zwei-Tore-Rückstandes nicht von ihrer defensiven Marschroute mit einer Fünfer-Abwehrkette und ihrem Prinzip der langen Bälle auf das schnelle und gefährliche Sturmduo Marco Varivoda und Sven Kronemayer ab. KSC-Toptorjäger Kronemayer zeigte in der 12. Minute zum ersten Mal sein Können, als er bei einem Konter die TSG-Defensive einfach überlief und erst von Torwart Ian Werner im Eins-gegen-Eins gestoppt werden konnte.

Es blieb in der ersten Hälfte die einzige richtig gefährliche Aktion der Gäste. Ansonsten hatte die aufmerksame Dreier-Abwehrkette mit Kevin Krüger, Kaan Özkaya und Benjamin Sejdinović die Tempogegenstöße der Gäste größtenteils im Griff und vorne hätte die Galm-Elf bei der einen oder anderen Gelegenheit sogar auf 3:0 erhöhen können. Mit der dennoch beruhigenden 2:0-Führung ging es dann in die Halbzeitpause.

KSC gleicht innerhalb von sieben Minuten aus

Im zweiten Durchgang war dann jedoch gerade mal eine Minute gespielt, da hatte der KSC schon den Anstoß geschafft. Linksverteidiger Arel Demir hatte Varivoda mit einer starken Flanke in Szene gesetzt und der Stürmer köpfte platziert in den rechten Winkel. Keine Chance für Werner.

Die Gäste trauten sich nun nach vorne immer mehr zu und beschäftigten die TSG-Defensive mehr als in der ersten Halbzeit. Sieben Minuten nach dem 1:2 fuhren sie einen ihrer Konter und mit schnellem Passspiel waren sie plötzlich in Person von Jonas Schuppler im Sechzehner freigespielt, sodass der Mittelfeldspieler nur noch Werner vor sich hatte und diesen mit einem platzierten Flachschuss zum 2:2 überwand.

Herrlicher Özkaya-Freistoß zum 3:2

Alle auf Null also. Cheftrainer Galm und seine Schützlinge waren sichtlich angefressen davon, dass sie ihre komfortable Führung aus der Hand gegeben hatten. Ihre Unzufriedenheit machte sich in verstärkten Offensivbemühungen bemerkbar. Nur zwei Minuten nach dem Ausgleich packte Marvin Weiß einen perfekten vertikalen Pass durchs Zentrum aus, durch den TSG-Stürmer Armindo Sieb frei aufs Tor zulaufen konnte. Sein Schuss aufs lange Eck ging jedoch ganz knapp vorbei.

Besser zielte in der 58. Minute dann Mert Özkaya. Einen Freistoß nach Foul an Sieb hob der gebürtige Mannheimer aus 22 Metern und halblinker Position herrlich über die Mauer ins linke Eck. Schon das dritte Saisontor für den defensiven Mittelfeldspieler und das wichtige 3:2 für sein Team, das nun wieder voll in der Partie war.

Beier braucht nur eine Minute für sein Tor

Der KSC machte, je weniger Zeit verblieb, immer mehr auf und bot den Kraichgauern somit wiederholt Konterchancen, bei denen der letzte Pass jedoch oft nicht ankam. Auf der Gegenseite wären die Gäste in der 68. Minute fast zum Ausgleich gekommen, als die TSG-Defensive eine Freistoßflanke nicht richtig klären konnte und ein KSC-Spieler von der Strafraumgrenze zum Schuss kam, das Tor aber ganz knapp verfehlte.

Auch in den verbleibenden zwölf Minuten bekamen die Zuschauer eine spannende Partie mit zwei leidenschaftlich auftretenden Teams zu sehen. Die Chance in der 68. Minute sollte jedoch die einzige richtig gefährliche Aktion der Gäste bis zum Schlusspfiff bleiben. Stattdessen machte die TSG in der Nachspielzeit den Deckel drauf, als Çalhanoğlu nach einem Konter für den erst eine Minute zuvor eingewechselten Maximilian Beier querlegte und der das 4:2 markierte.

TSG schiebt sich auf Platz vier

„Es war ein Geduldsspiel, aber am Ende ein verdienter Sieg“, befand Galm, der sich vor allem mit der ersten Halbzeit zufrieden zeigte. „Da waren wir sehr dominant und haben uns auch mal mit Toren belohnt. Hätten wir noch das dritte gemacht, wäre alles etwas entspannter gewesen. So kriegen wir plötzlich den Ausgleich. Was uns dann aber auszeichnet, ist, dass wir die Ruhe bewahrt haben.“

In der Tabelle ist die TSG-U17 durch den Sieg im Nachholspiel nun auf Rang vier vorgerückt. Der Rückstand auf Spitzenreiter Bayern München beträgt sechs Punkte. Am kommenden Samstag tritt die Galm-Truppe bei den Stuttgarter Kickers an.

 

TSG 1899 Hoffenheim – Karlsruher SC 4:2 (2:0)
Hoffenheim: Werner – Sejdinović (72. Bogarde), Krüger, K. Özkaya – M. Özkaya – Mele. Frauendorf (65. Kronmüller), K. Çalhanoğlu – John, Weiß (53. Seitz), Melk. Frauendorf – Sieb (80.+2 Beier).
Karlsruhe: Lud – Allgeier, Yumurtaoglu, Seemann (72. Ahunbaev), Trkulja, Demir – Breithaupt – Schuppler, Wähling (75. Weißer) – Kronemayer, Varivoda.
Tore: 1:0 Sejdinović (2.), 2:0 Melk. Frauendorf (8.), 2:1 Varivoda (42.), 2:2 Schuppler (49.), 3:2 M. Özkaya (59.), 4:2 Beier (80.+3). Zuschauer: 90. Schiedsrichter: Marc Philipp Eckermann (Breuningsweiler). Karten: Gelb für Mele. Frauendorf, Seitz / Kronemayer.

Daten & Fakten zum Spiel »

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