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FRAUEN
09.08.2018

Luana Bühler: „Harmonische Atmosphäre“

Die Schweizer Nationalspielerin Luana Bühler ist der einzige externe Neuzugang des Bundesligateams. Im Interview mit achtzehn99.de verrät die 22-Jährige, wie sie sich im Kraichgau bisher zurechtgefunden hat, was sie vom Trainingslager und dem Testspiel gegen ihren ehemaligen Verein FC Zürich erwartet und welche Wörter aus dem Schweizerdeutsch sie sich ganz schnell abgewöhnen musste.

Hallo Luana, seit vier Wochen bist du hier im Kraichgau. Hast du die Region schon ein wenig erkundet?

„Ein bisschen war ich schon unterwegs, so wie ich neben den Trainingseinheiten und Spielen dazugekommen bin. Zum Bummeln war ich beispielsweise in Mannheim. Gut gefallen hat es mir auch in Heidelberg. Die Altstadt erinnert mich ein wenig an Städte in der Schweiz. Das gute Wetter habe ich am See in St. Leon genossen.“

Welche Eindrücke hast du aus deinen ersten Wochen bei der TSG gewonnen?

„Ich wurde sehr offen und freundlich aufgenommen. Das Team tritt als eine starke Einheit auf und die Atmosphäre ist sehr harmonisch. Das Förderzentrum allein für den Frauenfußball ist beeindruckend. Hier beginnt die Förderung der Mädchen schon sehr früh, die Juniorinnen-Teams sind sehr gut und nehmen in allen Altersbereichen am Spielbetrieb teil. Das gibt es in der Schweiz nicht so oft.“

Am Freitag geht es ins Trainingslager in den Schwarzwald. Auf was freust du dich besonders?

„Ich freue mich auf das Training und darauf, das Team nochmal besser kennenzulernen. Die Stimmung wird bestimmt gut sein. Wir werden sicherlich noch weiter im taktischen Bereich arbeiten, das Trainingslager kann man auch mal für längere Einheiten nutzen. Außerdem wird es wohl auch anstrengend, um an der Athletik zu feilen. Besonders freue ich mich natürlich auf den Test gegen den FC Zürich.“

Den Gegner kennst du ja noch gut…

„Ja, die Mannschaft aus der vergangenen Saison ist zusammengeblieben, ich war der einzige Abgang. Sie sind eingespielt, haben ihre Stärken im physischen Bereich und haben einen guten Mix aus erfahrenen und talentierten jüngeren Spielerinnen. Zürich ist mit einem neuen Trainer in die Vorbereitung gestartet, deshalb bin ich gespannt. In der Schweiz beginnt in zwei Wochen bereits die neue Saison, sie befinden sich schon im Schlussspurt. Ich bin mir aber sicher, dass wir das gut meistern werden.“

Für dich kommt so am Samstag sicher wieder ein wenig Heimatgefühl auf. Welche Sprüche auf Schweizerdeutsch musstest du dir in den vergangenen Wochen schon abgewöhnen und welche badischen Wendungen hast du übernommen?

„Ich habe wahrscheinlich eher etwas aus dem Österreichischen übernommen, denn ich wohne in einer WG mit Nici Billa und Kathi Naschenweng. Die beiden sagen immer ‚wie Sau‘, zum Beispiel ‚Es ist heiß wie Sau‘ oder ‚Hier sieht es aus wie Sau‘. Ich versuche aber mich anzupassen und Hochdeutsch zu reden. Das lernen wir in der Schweiz ja auch in der Schule, deshalb geht es. Ein paar Wörter, wie ‚Parkieren‘ oder ‚Grillieren‘, muss ich aber schon unterdrücken, weil ich weiß, dass man das hier nicht sagt.“

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