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02.08.2018

Meryem Cal & Jenny Klein: „Einstieg fiel leicht“

Meryem Cal und Jennifer Klein sind vor wenigen Wochen in den Kraichgau gezogen. Bei der TSG wollen die beiden U20-Neuzugänge auf ihr großes Ziel hinarbeiten: die Bundesliga. Im Interview mit achtzehn99.de beschreiben Cal, die zuletzt für den VfL Sindelfingen spielte, und die Österreicherin Klein, wie sie den Start bei der TSG erlebt haben und mit welchen Erwartungen sie in die Saison in der eingleisigen 2. Bundesliga starten.

Hallo ihr zwei, seit gut vier Wochen bereitet ihr euch mit der U20 auf die Saison in der eingleisigen 2. Bundesliga vor. Wie findet ihr euch im neuen Umfeld zurecht?

Meryem Cal: „Ich kannte nur wenige meiner neuen Mitspielerinnen, aber da wir direkt gut aufgenommen worden sind und die Stimmung gepasst hat, war der Einstieg sehr leicht. Es fühlt sich an, als würden wir schon lange so zusammenspielen. Das liegt aber wahrscheinlich auch daran, dass wir im Grunde alle im gleichen Alter sind. Neu für mich waren die Trainingsstrukturen, beispielsweise der Footbonaut oder das individuelle Athletiktraining. Die Belastung wird jeder Spielerin individuell angepasst, das ist schon sehr professionell.“

Jenny Klein: „So eine gute Infrastruktur konnte ich bereits im Zentrum in St. Pölten genießen. Von dort kenne ich beispielsweise auch die gute Abstimmung zwischen Verein und Schule. Ich habe mich schnell hier zurechtgefunden, wir kamen zu dritt aus Österreich und haben uns von Anfang an nicht neu gefühlt. Der größte Unterschied zu Österreich ist das Niveau der Liga, darauf bin ich sehr gespannt.“

Mit dem Trainingslager am Wochenende beginnt der Schlussspurt bis zum Ligastart am 19. August. An was wollt ihr noch arbeiten?

Klein: „Bisher haben wir vor allem im athletischen Bereich gearbeitet und sind als Team zusammengewachsen. Das Trainingslager ist nochmal eine gute Möglichkeit, das Teamgefühl weiter zu stärken.“

Cal: „Neben den letzten Schliffen im Ausdauer-Bereich werden wir uns bis zum Ligastart auch noch Zeit für taktische Elemente nehmen und beispielsweise an den Standards arbeiten.“

Die eingleisige 2. Bundesliga ist für alle Neuland. Welche Erwartungen habt ihr?

Cal: „Ich kenne die Süd-Staffel aus den vergangenen beiden Jahren beim VfL Sindelfingen, somit habe ich gegen ein paar Gegner schon gespielt. Ich freue mich sehr, in der neuen Saison zu zeigen, was wir draufhaben. Wir haben in der Vorbereitung bereits gut gearbeitet, deshalb bin ich auch überzeugt, dass wir in der eingleisigen 2. Liga vorne mitspielen können.“

Klein: „Ich habe eigentlich noch keine Erwartungen, weil ich mir noch gar nichts vorstellen kann. Aber uns wird wohl jedes Spiel alles abverlangen. Ich schätze die U20-Teams beispielsweise aus Wolfsburg und Potsdam sehr stark ein.“

Der Leistungssport beansprucht viel Zeit. Dennoch wird bei der TSG sehr viel Wert auf ein zweites Standbein gelegt. Wie geht es für euch schulisch beziehungsweise beruflich weiter?

Klein: „Ich habe in Österreich meine Matura abgelegt und weil ich noch nicht so richtig weiß, in welche Richtung ich beruflich gehen will, werde ich im kommenden Jahr einen Bundesfreiwilligendienst bei Anpfiff ins Leben absolvieren.“

Cal: „Für mich steht das letzte Jahr auf dem Wirtschaftsgymnasium an. Ich wechsle auf die Max-Weber-Schule in Sinsheim, die Wochen vor den Sommerferien habe ich dort schon hineingeschnuppert. So konnte ich auch sehen, in welchen Bereichen mir die neue Schule voraus ist, um die Inhalte in den Sommerferien mit den Lernbegleitern am Förderzentrum aufzuarbeiten. Das ist eine tolle Unterstützung, die mir sicherlich auch dabei helfen wird, meine Schulzeit gut zu Ende zu bringen.“

Und zum Abschluss noch ein Blick in die Zukunft: Wo seht ihr euch in einem Jahr?

Cal: „Ich möchte einen guten Schulabschluss erreichen und mich sportlich und persönlich weiterentwickeln. Natürlich habe ich auch das Ziel, in die Bundesliga zu kommen, das hat wahrscheinlich jede aus der U20. Darauf arbeiten wir alle hin. Aber nun geht es erstmal darum, sich zu beweisen und seine Leistung in der 2. Liga zu bringen.“

Klein: „Ja genau, natürlich will man so schnell wie möglich hoch in die Bundesliga, aber ich will mich zeitlich überhaupt nicht festlegen. Ich will mich weiterentwickeln und mir klar werden, wie der berufliche Weg für mich weitergehen soll und dann ein Studium beginnen.“

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