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16.07.2018

Grifo: Der Neuzugang, der schon mal da war

Vincenzo Grifo ist nach drei Jahren beim SC Freiburg und bei Borussia Mönchengladbach zur TSG Hoffenheim zurückgekehrt. Nun will er sich bei der TSG durchsetzen und in den Kreis der italienischen Nationalmannschaft spielen.

Am Freitag absolvierten die Zugänge gegen die SpVgg Unterhaching ihr erstes Spiel im Trikot der TSG Hoffenheim. Doch für einen Neuen war es nicht das erste Spiel im TSG-Dress. Vincenzo Grifo stand bereits von 2012 bis 2015 in Hoffenheim unter Vertrag und absolvierte zwölf Bundesligaspiele für die TSG.

Nun ist er wieder zurück. "Es fühlt sich ein bisschen an wie nach Hause kommen. Ich erinnere mich noch genau an mein erstes Bundesligaspiel in der Rhein-Neckar-Arena (3:3 gegen Greuther Fürth; d. Red.). Ich kann kaum beschreiben, wie sehr ich darauf brenne, hier in der Nähe meiner Heimat in der neuen Saison anzugreifen", sagt der Mittelfeldspieler.

"Mir macht es richtig Spaß"

Beim 3:0-Sieg gegen Unterhaching setzte Grifo direkt ein Ausrufezeichen. Nach rund einer Stunde traf er mit einem sehenswerten Freistoß den Pfosten. Die Abschlüsse des gebürtigen Pforzheimers überzeugen auch Sportdirektor Alexander Rosen: "Über die technischen Qualitäten, den Spielwitz und die herausragende Schussstärke von Vince braucht man nicht mehr viele Worte zu verlieren."

Mittlerweile hält er sich seit zwei Wochen wieder mitten unter den Hoffenheimer Mitspielern auf. Die Eindrücke des 25-Jährigen von den ersten Einheiten und dem Training unter Julian Nagelsmann sind positiv: "Man merkt, dass er sich viele Sachen einfallen lässt, die nicht jeder Trainer macht. Vor allem im taktischen Bereich, aber auch bei Spielformen und Prinzipien. Bislang finde ich mich gut zurecht, mir macht es richtig Spaß, denn es wird viel mit Ball trainiert."

Traum von der italienischen Nationalmannschaft

Vincenzo Grifo hat viel erlebt in den vergangenen Jahren. In der Saison 2012/13 kam der Mittelfeldspieler recht häufig in der Bundesliga für die TSG zum Einsatz. Danach verpasste er aber den Durchbruch und wurde an Dynamo Dresden und den FSV Frankfurt verliehen, bevor er 2015 zum SC Freiburg wechselte. "Damals konnte ich mich gegen Konkurrenz wie Roberto Firmino oder Kevin Volland nicht durchsetzen, aber ich war saujung. Ich bin gereift und die Zeit hat mir gezeigt, dass ich viel lernen muss. Wenn man mit 18 Jahren zwölf Bundesligaeinsätze hatte, denkt man vielleicht, man müsse jedes Spiel machen. Aber so ist es eben nicht", schildert Grifo seine Situation vor fünf Jahren.

Bei der TSG will er sich nun durchsetzen und den nächsten Karriereschritt machen. Zudem verfolgt er noch immer ein seit langem gestecktes Ziel: "Ich habe einen italienischen Pass, habe auch schon für Italiens U20 und U21 gespielt und das genossen. Für mich ist es ein Lebenstraum, in der italienischen Nationalelf zu spielen. Deswegen finde ich es cool, dass wir in der Champions League spielen und dass ich dort auf mich aufmerksam machen kann." 

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