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05.03.2018

Serge Gnabry: "Verliere gerne beim Fußballtennis"

Serge Gnabry ist gesund. Nachdem ihn vor allem zu Beginn der Hinrunde diverse Blessuren zurückwarfen, ist der Offensivspieler nun endlich fit. Aus der Hoffenheimer Startelf ist der 22-Jährige kaum noch wegzudenken. Gnabry verpasste in der Rückrunde krankheitsbedingt lediglich die Partie auf Schalke. Vor der Bundesliga-Partie der TSG am 26. Spieltag beim VfL Wolfsburg spricht er mit achtzehn99.de über Gesundheit, seine Entwicklung, die Ergebnisse der bisherigen Rückrunden-Spiele sowie den nächsten Gegner. Außerdem verrät uns die Nummer 29, warum er gerne beim Fußballtennis verliert.

Das Wichtigste zuerst: Du bist gesund. Wie wichtig ist diese Tatsache für Deine persönliche Entwicklung?

Serge Gnabry: "Absolut entscheidend. Ich war in der Vorrunde lange verletzt und komme nun mit jedem Training und mit jedem Spiel meiner optimalen Leistung näher. Dabei sind für mich vor allem die Spiele wichtig. Training ist gut und schön und enorm wichtig, aber der Wettkampf und die Matchpraxis sind durch absolut nichts zu ersetzen. Der Gegnerdruck ist da, man muss mental voll auf der Höhe sein - das macht ein Spiel in der Bundesliga aus und das kitzelt die letzten Prozente heraus. Ich bin sehr froh, fit zu sein und spielen zu können. Durch viele Partien und gute Aktionen entwickelt sich auch das Selbstvertrauen - ohne dieses geht es vor allem in der Offensive nicht. Ich fühle mich gut und will der Mannschaft durch meine Leistungen helfen. Natürlich hoffe ich, dass ich bis Saisonende verletzungsfrei bleibe."

Zwei Tore und drei Vorlagen stehen in der Rückrunde für Dich zu Buche. Wie wichtig sind Dir die reinen Zahlen und wie zufrieden bist Du mit Deinen Auftritten seit der Winterpause?

Gnabry: "Die Zahlen könnten aus meiner Sicht ruhig noch ein bisschen besser sein. Ich bin ein Offensivspieler und messe mich selbst auch an diesen Werten. Aber für mich ist in erster Linie wichtig, dass ich auf dem Platz stehe und alles für das Team gebe. Ich bin ein junger Spieler und haben noch viele Entwicklungsfelder - jede Partie tut mir gut."

Du hast zuletzt auch mal auf der Außenbahn als Teil der defensiven Fünferkette gespielt. Wie kam es dazu und welche Herausforderungen bringt diese Position mit sich?

Gnabry: "Taktisch ist es eine völlig andere Aufgabe. Ich glaube, ich habe das ordentlich gemacht und auch in diesen Spielen sowie in den Trainingswochen etwas dazugelernt. Vor allem, was das Defensivspiel betrifft. Ich bin von Natur aus eher ein offensiv denkender Spieler, aber wenn der Trainer entscheidet, dass ich mal weiter hinten auflaufen soll, dann mache ich das. Julian ist der Chef. Er kam vor dem Spiel in Berlin auf mich zu und meinte, er habe eine Idee. Ich war gespannt, was da kommt. Dann hat er mir gezeigt, was er vorhat. Das hat mir auf keinen Fall geschadet. (lacht)"

Gegen Augsburg habt ihr eine etwas andere Herangehensweise gewählt als normalerweise. Welche Gründe hatte das?

Gnabry: "Wir hatten in der Tat weniger Ballbesitz als sonst üblich, weil wir nicht so hoch gepresst haben. Der Boden in Augsburg war sehr hart und schlecht, weshalb es schwierig war, das Spiel zu machen. Wir wollten dem FCA den Ball ein bisschen häufiger überlassen, auch mal einen langen Ball spielen und dann auf die zweiten Bälle gehen. Ich denke, das ist uns gut gelungen."

Gnabry inStory

Auch die vergangene Trainingswoche lief etwas anders: Wie gut bist Du beim Fußballtennis?

Gnabry: "Oh man, darüber will ich lieber nicht sprechen. Aber wenn es sein muss... Mein Team und ich haben nur verloren, wir hatten am Ende null Punkte. So richtig gut scheine ich nicht zu sein (lacht). Wenn eine Einheit Fußballtennis aber dazu beiträgt, dass wir unsere Spiele am Wochenende gewinnen, dann bin ich gerne bereit, diese Woche im Training wieder zu verlieren."

Dieses Wochenende kommt der VfL Wolfsburg. Wie schätzt du die "Wölfe" ein?

Gnabry: "Das ist eine Mannschaft mit großer individueller Klasse - vor allem in der Offensive. Man denkt da sofort an Didavi, Malli oder Origi. Sie bekommen es in dieser Saison aber nicht so auf den Platz, wie sie sich das selbst vorstellen. Woran das liegt, kann ich aus der Ferne nicht beurteilen. Wir wissen aber alle, dass das kein einfaches Spiel wird. Wir müssen mit derselben Einstellung rangehen wie in Augsburg. Das ist der Schlüssel."

Das klare Ziel sind drei Punkte, um den Sieg in Augsburg zu vergolden?

Gnabry: "Natürlich. Wir spielen zu Hause und wollen nachlegen. Da kann es nur das eine Ziel geben: gewinnen."

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