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CAMPUS
16.02.2018

Moody Chana: Der Dauerbrenner

Nur einmal, beim 5:0-Heimsieg gegen den 1.FC Nürnberg, wurde Moody Chana ausgewechselt. In der 70. Minute. Ansonsten stand der Innenverteidiger der U19 in allen Bundesliga-Spielen von der ersten bis zur letzten Minute auf dem Platz. Das entspricht einem Spielanteil von über 98 Prozent. Der gebürtige Ostfriese und Sohn kamerunischer Eltern ist der Dauerbrenner im Team von Trainer Marcel Rapp.

Auch in den drei DFB-Pokal-Partien hat Chana keine Sekunde verpasst und kam auch schon eine Halbzeit in der U23 zum Einsatz. In der vergangenen Saison hatte er als Jungjahrgang bereits 25 von 26 Bundesliga-Spielen in der West-Staffel für den FC Schalke 04 bestritten. „Ich habe mich in Hoffenheim nochmal verbessert“, blickt der 19-Jährige auf seine Entwicklung in den zurückliegenden Monaten zurück. „Das liegt auch daran, dass ich schnell und gut aufgenommen worden bin und wir ein sehr harmonisches Team sind“, so der frühere U15-Nationalspieler. Von Vorteil war sicherlich auch, dass er vor seinem Wechsel sein Abitur erfolgreich abgeschlossen hat und sich derzeit voll und ganz auf den Fußball konzentrieren kann. Den entscheidenden Grund sieht er allerdings in der Tatsache, dass „wir hier auf sehr hohem Niveau trainieren“.

Chana steht wie ein Pfeiler in der Defensivzentrale der A-Junioren und läuft reihenweise seine Gegenspieler ab. Dabei wirkt er nicht gerade so, als müsse er ständig in den Roten Bereich gehen, sondern sieht eher sehr geschmeidig aus. „Ich hatte schon nach dem Bundesliga-Cup in der Vorbereitung ein gutes Gefühl, dass das eine gute Saison für uns werden könnte“, blickt Chana auf den Erfolg beim prestigeträchtigen Turnier in Schwäbisch Hall zurück, als Ende Juli der Titel in den Kraichgau ging.

Halbfinal-Sieg gegen Schalke „etwas Besonderes“

Manchmal, gibt Chana zu, vermisse er Freunde und Familie in Recklinghausen schon. Andererseits ist die Zeit, die er gerade bei der TSG erlebt, viel zu aufregend, um sich über Heimweh Gedanken zu machen. Nach dem 2:0-Erfolg im Viertelfinale des DFB-Pokals ausgerechnet gegen seinen Ex-Klub Schalke („Das war schon etwas Besonderes“) sind Chana und Co. nur einen Sieg vom Finale in Berlin entfernt, und in der Bundesliga winkt bei aktuell zehn Zählern Vorsprung auf Platz zwei die Süddeutsche Meisterschaft und damit verbunden die Teilnahme am Halbfinale um die „Deutsche“.

„Die Ausgangsposition in beiden Wettbewerben ist sehr gut, natürlich wollen wir da jetzt auch was mitnehmen“, stapelt Chana nicht unnötig tief. Über die aktuelle Saison hinaus möchte der junge Mann, der derzeit mit Teamkollege Alfons Amade in einer Gastfamilie wohnt, noch nicht schauen. „Darüber mache ich mir noch keine Gedanken“, so der Dauerbrenner. „Wir wollen jetzt erstmal die kommenden Wochen erfolgreich gestalten.“

Wo die Reise langfristig hingehen soll, davon hat Chana allerdings klare Vorstellungen: „Ich will Profi werden und in der Bundesliga spielen.“ Etwas Profi-Luft durfte er im Trainingszentrum Zuzenhausen während einer Länderspielpause sowie bei einem Testspiel bereits schnuppern. Er selbst sieht seine Stärken in der Zweikampfführung und in seiner Mentalität. „Ich bin auf dem Platz ein Leader“, ergänzt er selbstbewusst. Vorbilder, von denen er sich noch etwas abschauen kann? „Da gibt es schon ein paar“, sagt Chana, nennt dann aber nur einen Namen: „Boateng.“

Im Moment steht aber für den Innenverteidiger und seine Kollegen nur eine Sache im Fokus: Eine Saison, die gut begonnen hat und einen sehr guten Verlauf genommen hat optimal zu Ende zu bringen.

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