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23.02.2018

Marco Terrazzino: "Erwarte eine aggressive TSG"

Im Sommer des vergangenen Jahres wechselte Marco Terrazzino von Nordbaden nach Südbaden - von der TSG Hoffenheim zum SC Freiburg. Am Samstag kommt der gebürtige Mannheimer mit dem SCF zum ersten Mal als Gegner in die Sinsheimer WIRSOL Rhein-Neckar-Arena. Vor der Partie des 24. Bundesliga-Spieltags spricht "Terra" über das Ankommen in Freiburg, die Pasta seiner Mama, die Bedeutung beider Klubs für seine Karriere und natürlich das Duell am Samstag.

Hallo Marco, wie geht es dir und wie hast du dich nach einem halben Jahr in Freiburg eingelebt? Die Stadt kanntest du ja schon ganz gut…

Marco Terrazzino: "Mir geht es sehr gut, danke. Ich habe mich super eingelebt und fühle mich in dieser schönen Stadt ebenso wohl wie im Team. Die Stadt kannte ich in der Tat schon gut. Auch deshalb gab es keine Anpassungsschwierigkeiten."

Wie sehr vermisst du dennoch die Pasta deiner Mama?

Terrazzino: "Ich esse meist die Pasta meines Papas, er kocht ja auch in unserem Restaurant in Mannheim. Meine Mama kocht aber doch meist zu Hause. Die Gerichte sind auch sehr gut. Da muss ich jetzt aufpassen, was ich sage (lacht). Ich versuche, meine Familie immer wieder zu besuchen, nicht nur um Pasta zu essen, sondern um sie zu sehen."

19 Bundesliga-Spiele hast du für den Sportclub im Saisonverlauf absolviert – wie zufrieden bist du mit dir und deinen Leistungen?

Terrazzino: "Mit meinem Einsatz, meinem Willen und meinem Engagement bin ich zufrieden. Mit meiner Effizienz nicht. Ich bin Offensivspieler und messe mich natürlich an Toren und Vorlagen - zwei Assists sind zu wenig. Da fehlte mir bisher sowohl bei den Zuspielen als auch bei eigenen Abschlüssen manchmal auch etwas das Glück. Ich will vor dem Tor zukünftig einiges noch besser machen. Ich hoffe, dass ich in diesem Bereich noch zielstrebiger und konsequenter werde."

Zuletzt habt ihr aus elf Bundesliga-Spielen 20 Punkte geholt, seid vom 17 auf den zwölften Platz geklettert. Was ist der Schlüssel für den Erfolg?

Terrazzino: "Ich denke, der Schlüssel für uns ist, dass wir eine gute, intakte Mannschaft haben, die inzwischen eingespielt ist. Wir schaffen es, auf dem Platz eklig zu sein und den Gegner nur selten in sein Spiel kommen zu lassen. So kommen unsere Gegner nur zu wenigen Abschlüssen. Dazu gelingt es uns als Team auch immer wieder aus wenig viel zu machen. Das Spiel gegen Bremen hat das zum Beispiel gezeigt - am Ende geht halt ein Elfmeter rein und das reicht für den Sieg. Die Basis sind aber unsere Stabilität und unsere Kompaktheit, die wir inzwischen auch auswärts auf den Platz bringen."

Die TSG und der SC haben deine Laufbahn bisher geprägt. Was verbindest du mit diesen beiden badischen Klubs?

Terrazzino: "Sehr viel. In der vergangenen Saison hatte ich ein interessantes Jahr in Hoffenheim, in dem ich in der Vorrunde kaum zum Zug gekommen bin, in der Rückrunde aber meine Einsätze hatte. Als ich das erste Mal in Freiburg war, verliefen die beiden Jahre mit Verletzungen eher unglücklich, aber ich habe mich dennoch für einen Wechsel im vergangenen Sommer entschieden. Ich wusste, dass ich mich hier noch einmal weiterentwickeln kann und dass ich hier zu meinen Einsätzen komme. Es geht darum mir selbst zu beweisen, was ich kann. Insgesamt habe ich bei beiden Klubs viel erlebt und es sind ganz besondere Vereine für mich."

Am Samstag spielst du zum ersten Mal in deiner Karriere in Sinsheim gegen die TSG – ein besonderes Spiel für dich?

Terrazzino: "Auf jeden Fall. Ich kehre nicht nur dahin zurück, wo ich in der Vorsaison gespielt habe, sondern dahin, wo für mich alles begonnen hat. Ich werde viele Menschen sehen, die ich sehr gut kenne. Darauf freue ich mich sehr. Im Spiel müssen diese Beziehungen aber zurückstehen.“

Was erwartest du vom Spiel am Samstag und wie siehst du die TSG Hoffenheim aktuell? Der Start ins neue Fußballjahr lief in Hoffenheim nicht optimal…

Terrazzino: "Die TSG wird nach den eher schwächeren Auftritten in den vergangenen Wochen alles dafür tun, zu Hause eine Reaktion zu zeigen. Ich glaube, sie sind in Hoffenheim mit der Punkteausbeute in diesem Jahr nicht zufrieden, weshalb sie aggressiv zu Werke gehen werden. Es wird ein temporeiches Spiel, in dem wir voll dagegenhalten müssen. Gegen Hoffenheim dürfen wir nur ganz wenig zulassen und müssen vorne im Abschluss extrem konsequent sein. Die TSG hat die Messlatte im vergangenen Jahr sehr hoch gelegt, daran wird der Klub jetzt gemessen. So eine starke Saison zu bestätigen, ist schwierig. Dass mal eine Phase kommt, in der es nicht so rund läuft, war, glaube ich, zu erwarten. Der Klub, Julian Nagelsmann und das Team werden aus dieser Erfahrung die richtigen Schlüsse ziehen und sich nach dem Spiel gegen uns wieder stabilisieren." (lacht)

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