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FRAUEN
15.02.2018

Isabella Hartig: „Nicht zu zaghaft“

Schon kurz nach der Niederlage im Achtelfinale des DFB-Pokals gegen den SC Freiburg stand für Isabella Hartig fest: „Zwei entscheidende Gegentore durch Standards, das ist bitter.“ Im Interview mit achtzehn99.de verrät die 20-Jährige, wie lang ihre Enttäuschung anhielt, was gegen Freiburg den Unterschied gemacht hat und was in der Partie gegen den VfL Wolfsburg (Sonntag um 17 Uhr im Dietmar-Hopp-Stadion) auf die TSG zukommt.

Hallo Isi, hast du das Faschingswochenende gut überstanden?

Isabella Hartig: Mit dem Pokal-Aus am Freitag hat das Wochenende natürlich nicht so gut begonnen. Ich finde immer noch, dass die zwei Gegentore durch Standards die Niederlage sehr bitter gemacht haben und so war ich am Samstag und Sonntag schon noch enttäuscht. Die Faschingsumzüge sind für mich dieses Jahr aber sowieso ausgefallen. Ich schreibe diese Woche eine wichtige Prüfung und musste viel lernen.

Chef-Trainer Jürgen Ehrmann hat davon gesprochen, dass am Freitag die Summe von vielen Kleinigkeiten den Unterschied gemacht hat. Was meint er damit?

Hartig: Im Grunde war es ein Spiel auf Augenhöhe, doch Freiburg hat unsere Fehler eiskalt bestraft. Erst der Eckball, dann der unnötige Freistoß, beides verteidigen wir nicht gut. Uns fehlt einfach oft noch die Erfahrung, in einzelnen Situationen besser zu reagieren. Wir haben aber auch wieder gesehen, dass wir auch von einer Top-Mannschaft nicht von vorne bis hinten ausgespielt werden.

Du hattest nach einer guten halben Stunde die große Chance zum Ausgleich. Wie oft macht man solche Dinger im Training rein?

Hartig: Der Spielzug war richtig gut, ich bin dann aber aus relativ spitzem Winkel aufs Tor zugelaufen, hatte den Ball auf meinem schwächeren rechten Fuß. Das sollen aber keine Ausreden sein. Klar, wenn ich den reinmache, wäre die Begegnung anders gelaufen.

Am Sonntag kommt der VfL Wolfsburg ins Dietmar-Hopp-Stadion. Was muss besser laufen als im Hinspiel?

Hartig: In der Hinrunde haben wir uns gerade in der zweiten Halbzeit überrennen lassen. Für uns wird wichtig sein, möglichst lange ohne Gegentor zu bleiben. Vielleicht wird Wolfsburg dann irgendwann nervös. Dazu müssen wir aber gut zusammenarbeiten. Wenn wir vorne Chancen kriegen, müssen wir sie direkt nutzen.

Mit Hansen, Harder, Fischer & Co tummeln sich in Wolfsburg die großen Namen des Frauenfußballs. Wie groß ist der Respekt bei solchen Gegenspielerinnen?

Hartig: Respekt haben wir vor jedem Gegner. Aber es ist natürlich toll, gegen so gestandene Nationalspielerinnen anzutreten. Wir dürfen nicht zu zaghaft sein, gerade die Kreativspielerinnen in der Offensive müssen wir aggressiv angehen und ihnen den Spaß nehmen.

Die erste Auswärtsfahrt des Jahres geht dann zum 1. FFC Frankfurt. Ihr wollt doch sicherlich keine Punkte fasten?

Hartig: Nein, keinesfalls. Gegen Wolfsburg müssen wir schauen, was wir rausholen können. Aus Frankfurt wollen wir gerade auch wegen der ärgerlichen Niederlage im Hinspiel etwas mitnehmen. Danach geht es gegen die SGS Essen, den FC Bayern München und den 1. FC Köln. Gegen Bayern wird es sicherlich wieder schwer, dass wir Essen und Köln schlagen können, haben wir in der Hinrunde gezeigt. 

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