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18.01.2018

Michaela Specht: „Zuschauer begeistern“

Für Michaela Specht endete der SAP Cup 2017 im Krankenhaus. Doch die damals erlittene Fingerverletzung trübt nicht die Vorfreude auf das diesjährige Hallenturnier, das am anstehenden Wochenende stattfindet. Eine willkommene Abwechslung in der Wintervorbereitung? „Auf jeden Fall“, meint Specht, die im Interview mit achtzehn99.de auch über den Start der Vorbereitung spricht.

Hallo Michi, seit eineinhalb Wochen läuft die Vorbereitung auf die Rückrunde. Dein Zwischenfazit?

Michaela Specht: Wir haben die Hinrunde analysiert und unser Training darauf ausgerichtet. Bisher sind wir voll im Soll und konnten viele Inhalte schon umsetzen. Auch im athletischen Bereich haben wir bereits viel gearbeitet.

Es ist kalt und dunkel, die Einheiten sind oft anstrengend. Wie viel Spaß hat man tatsächlich in diesen Wochen?

Specht: Es macht einfach riesigen Spaß wieder am Ball zu sein. Gerade nach den drei Wochen Pause tut es gut, jeden Abend Vollgas geben zu können. Trotzdem gibt natürlich auch immer Dinge, die macht man nicht so gerne. Aber selbst die anstrengenden Läufe waren bisher gut verpackt, beispielsweise in Spielen. Und an die Dunkelheit haben wir uns sowieso schon lange gewöhnt.

Der SAP Cup ist sicher eine willkommene Abwechslung…

Specht: Ja, auf jeden Fall! Die ganze Mannschaft freut sich immer darauf. Das Spiel in der Halle ist einfach nochmal was ganz Anderes. Auf uns wartet dieses Jahr eine interessante Gruppe und wir wollen uns so gut wie möglich präsentieren. Dass wir nicht, wie beispielsweise Potsdam, eine lange Anreise haben, wollen wir nutzen. Das Turnier ist einfach eine tolle Möglichkeit, die Zuschauer zu begeistern und ein paar von ihnen zu unseren Heimspielen ins Dietmar-Hopp-Stadion zu locken.

In diesem Jahr ist das Turnier besonders gut besetzt. Wer sind die Favoriten?

Specht: Es sind viele Bundesligisten dabei, die allesamt zum Favoritenkreis gehören. Wer am Ende besonders stark ist, hängt auch davon ab, welche Spielerinnen die Teams mit in den Kader nehmen. Im Grunde gilt aber: In der Halle kann jeder jeden schlagen, da gehört zum Titelgewinn auch ein bisschen Glück dazu.

Hattest du schon Erlebnisse in der Halle, die dir besonders in Erinnerung geblieben sind?

Specht: In der Jugend, als ich noch bei den Jungs gespielt habe, haben wir viele Hallenturniere gespielt. Einmal waren wir sogar bei der Bayerischen Futsal-Meisterschaft und sind Vierter geworden. Das war in der C-Jugend. Ein tolles Erlebnis war für mich auch der DFB-Hallenpokal in Magdeburg. 2015 durfte ich für den FC Bayern München mitspielen, da war ich gerade einmal 16 Jahre alt. Den SAP Cup des vergangenen Jahres habe ich hingegen nicht in so guter Erinnerung, weil das Turnier für mich mit einem ausgekugelten Finger im Krankenhaus geendet hat.

Die Zeit bis zum ersten Pflichtspiel, dem DFB-Pokal Achtelfinale gegen den SC Freiburg am 9. Februar, ist kurz. Was werdet ihr bis dahin noch erarbeiten?

Specht: Wir wollen unser Spiel nach vorne weiter verbessern. Zudem müssen wir an unserem Verhalten bei defensiven Standards arbeiten. Zudem gilt es noch die Grundlagen zu schaffen, um uns dann eine Woche vorher nochmals genauer auf den Gegner einzustellen.

Und dann klappt das mit dem Viertelfinale und einer guten Rückrunde?

Specht: Das Training läuft gerade sehr gut und alle ziehen mit. Zwar fallen immer wieder Spielerinnen aus, aber der Großteil ist fit. Nach der guten Hinrunde sind alle motiviert, die Rückrunde mindestens genauso erfolgreich zu gestalten. Ob das dann auch klappt, hängt von vielen Faktoren ab, aber wir können optimistisch sein. 

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