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03.01.2018

Kevin Vogt: „Habe Bock, mit dem Team anzugreifen!“

Nur eine Gelbsperre und eine kleinere Blessur haben Kevin Vogt davon abgehalten, alle siebzehn Vorrundenspiele für die TSG Hoffenheim zu absolvieren. Zwei DFB-Pokal, zwei Champions-League-Qualifikations- und fünf Europa-League-Spiele kommen in der bisherigen Saison 2017/2018 für den zweiten Kapitän der TSG hinzu. Doch der 26-Jährige ist noch lange nicht müde, wie er uns im Interview verraten hat. Wir haben mit unserem Defensivspieler unter anderem über das vergangene Jahr, die Feiertage und seine Vorsätze fürs neue Jahr gesprochen.

Hallo Kevin, wie fällt deine Bilanz für das Jahr 2017 aus?

Kevin Vogt: "Mit dem Resümee des Jahres 2017 kann man zufrieden sein, auch wenn ich das Wort „zufrieden“ eigentlich nicht mag, denn es geht immer noch mehr. Wir haben mit der Mannschaft schon sehr viel erreicht – es war ein außergewöhnliches Jahr. Für mich persönlich war die vergangene Saison die erste mit der TSG und dass diese so gut verlief war schon großartig. Danach kamen die Highlights mit der Qualifikation für die UEFA Champions League und den Spielen gegen den FC Liverpool. Die Europa League war auch eine super Erfahrung, obwohl wir leider in den Spielen unter dem Strich nicht gut genug waren, um eine Runde weiter zu kommen. Sportlich war 2017 positiv mit einigen Lerneffekten - ich schaue darauf gerne zurück."

Weihnachten, Silvester und Neujahr liegen hinter uns. Wie hast du die Feiertage und den Urlaub verbracht?

Vogt: "In den ersten Tagen habe ich einfach abgeschaltet und den Ort genossen, an dem ich war. Ich hatte das Glück, mit meiner Freundin und ihren Eltern nach Mexiko zu reisen. Dort habe ich die Feiertage und meinen kompletten Urlaub verbracht. Es waren wunderschöne Weihnachtstage für mich am Strand bei tollem Wetter. Nach ein paar Tagen habe ich dann schon die vergangenen Monate Revue passieren lassen und hatte eher ein Lächeln auf den Lippen, als dass ich wehmütig war. Trotz des Ausscheidens aus der Europa League stehen wir in der Bundesliga mit Platz 7 gut da. Auch wenn man dabei die für uns ungewohnte Dreifachbelastung berücksichtigt."

Wie sehen deine Vorsätze fürs neue Jahr aus? 

Vogt: "Wenn man sieht, dass wir den ein oder anderen Punkt in der Schlussphase liegen gelassen haben, gibt es für die Rückrunde durchaus Ansätze, was wir besser machen wollen. Durch Bundesliga, DFB-Pokal und Europa League haben uns in ein paar Partien die letzten Körner gefehlt – das ist aber normal. Wir wollen da abgezockter werden und solche Spiele in Zukunft nach Hause fahren. Auch wenn wir uns auf einem guten Weg befinden, sind wir noch keine Spitzenmannschaft. Aber wir haben das Potential einer richtig guten Bundesliga-Mannschaft. Diese Qualitäten müssen wir noch öfter zeigen und mehr ausspielen. Der positive Aspekt des Ausscheidens aus dem Pokal und der Europa League ist, dass wir uns Woche für Woche auf die Bundesliga fokussieren können. Ich bin sehr ehrgeizig, bin nach dem Urlaub heiß auf Fußball und hab Bock mit dem Team anzugreifen!"

War es nach dem Urlaub schön, die Jungs wieder zu sehen?

Vogt: "Na klar! Wir haben hier intern sowieso ein super Verhältnis miteinander. Auch in den letzten freien Wochen hatten wir immer wieder Kontakt, haben uns Bilder aus dem jeweiligen Urlaubsort geschickt und uns natürlich an den Feiertagen geschrieben. Das geht bei uns über das bloße Treffen auf dem Platz hinaus – das macht schon Spaß mit den Jungs. Zwei Wochen Urlaub waren jetzt super, aber ich freu mich auf jeden Fall darüber, die Mannschaft wieder zu sehen."

Wie beurteilst du die sehr kurze Vorbereitungszeit? Wärst du lieber ins Trainingslager gefahren?  

Vogt: "Bei den Verhältnissen, die wir hier im Trainingszentrum in Zuzenhausen vorfinden, ist es für uns optimal, uns hier vor Ort vorzubereiten. Die Zeit bis zum ersten Spiel beim SV Werder Bremen (13. Januar 2018; 15.30 Uhr; Anm. d. Redaktion) ist in der Tat sehr kurz. Nach dieser ersten Trainingswoche sind wir in der nächsten Woche schon im „normalen“ Rhythmus in der Vorbereitung auf Bremen. Deshalb finde ich es gut und bin froh, dass wir hier geblieben sind."

Vorfreude auf die kommenden Aufgaben?

Vogt: "Wir sollten immer ein Tor mehr schießen, als der Gegner. (lacht) Ich glaube, dass es normal ist, dass die Leistungsschwankungen bei solch einer ungewohnten Mehrfachbelastung größer sind und in der Breite nicht immer das Top-Level erreicht wurde, das man abrufen kann. Deshalb freue ich mich darauf, dass wir darauf hinarbeiten, konstant ein hohes Niveau abzurufen. Dann werden wir in der Rückrunde eine richtig gute Rolle spielen – davon bin ich überzeugt!"

Vielen Dank für das Interview!

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