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SPIELFELD
11.12.2017

Ein vielversprechender Sechserpack

In der Länderspielpause im November durften mal wieder sechs Spieler der Hoffenheimer U23 bei den Profis mittrainieren. Das Sextett überzeugte in den vier aufeinanderfolgenden Einheiten – und die Trainer beider Mannschaften freuen sich über die positiven Effekte des Spieler-Austauschs. Vier Youngster standen dann auch beim abschließenden Europa-League-Spiel der TSG gegen Ludogorets Rasgrad im Profi-Kader, drei kamen zum Einsatz.

Die guten Leistungen der TSG-Profis bringen auch den Spielern der U23 große Vorteile: Je mehr Hoffenheimer für Nationalmannschaften nominiert werden, desto mehr freie Plätze gibt es im Training für die Talente aus dem Regionalliga-Team. Im November durften sich gleich sechs Spieler in vier aufeinanderfolgenden Einheiten beim Trainerteam um Julian Nagelsmann präsentieren – und Simon Lorenz (20), Alexander Rossipal (21), Johannes Bühler (20), Jannik Dehm (21), Maximilian Waack (21) und Prince Osei Owusu (20) nutzten ihre Chance: "Wir sind sehr zufrieden, alle haben gut gearbeitet und gute Leistungen gezeigt. Sie hängen sich rein und es macht Spaß mit ihnen zu arbeiten, das ist sehr wichtig für uns", sagt Matthias Kaltenbach. Der Assistent von Julian Nagelsmann koordiniert den Übergang der Talente zwischen Regionalliga- und Profi-Team. Dazu gehört die Sichtung der Heimspiele der U23, ein dezidierter und ständiger Austausch mit Regionalliga-Trainer Marco Wildersinn und das Studium von Videomaterial der Auswärtspartien.

Die enge Verknüpfung der beiden Mannschaften hat für den Klub eine große Bedeutung – und sich bereits mehrfach ausgezahlt. "Im vorigen Jahr waren Spieler wie Stefan Posch regelmäßig bei uns im Trainingsbetrieb. Die Erfahrungen helfen ihnen natürlich, sich an das Niveau zu gewöhnen und führen ihnen vor Augen, dass sie nah dran sind, ihren Traum vom Profi-Fußball zu verwirklichen. Es liegt nur an ihnen", sagt Kaltenbach. Auch das Bundesliga-Team profitiert von den aufstrebenden Teilzeit-Verstärkungen: "Die Quote von jungen Spielern im Profi-Bereich hier in Hoffenheim ist wirklich enorm und tut uns gerade in Länderspielpausen sehr gut. Das ist der Weg, den wir gehen wollen. Wir geben den Jungs eine Plattform, sich zu präsentieren. Und sie können sehen, dass der Unterschied teilweise gar nicht so groß ist, was wiederum Selbstvertrauen und Motivation steigert.“ Die Auswahl der Spieler ist durchaus eine Belohnung für die Leistungen in der U23. Kaltenbach und Wildersinn tauschen sich stetig aus, sprechen über Entwicklungen, Fortschritte und Erwartungen. "Natürlich gilt zuerst das Leistungsprinzip. Marco Wildersinn spricht Empfehlungen aus. Da ich mir viele Spiele anschaue, bin ich über die verschiedenen Leistungsstände natürlich auch selbst stets informiert. Ein weiterer Aspekt ist natürlich, auf welcher Position wir Bedarf haben. Aber grundsätzlich möchten wir Spieler durch die Einladung in den Trainingsbetrieb der Profis schon für ihre Leistungen auszeichnen“, sagt Kaltenbach.

Der 32-Jährige betont zudem den großen Vorteil, die meisten Spieler noch aus gemeinsamen Zeiten in den Junioren-Teams zu kennen: "Wir sind von ihren Qualitäten absolut überzeugt, verfolgen ihre Entwicklungen und holen auch immer mal wieder spontan Spieler zu uns, um unsere Trainingsgruppe aufzufüllen. Und wir wissen natürlich auch, dass wir im Endeffekt davon profitieren, wenn in der nächsten Saison erneut junge und vor allem starke Spieler zu uns in den Profi-Kader stoßen."

TSG-Co-Trainer Matthias Kaltenbach über...

... Prince Osei Owusu (20/Stürmer).

"Ein klassischer Neuner mit hohem Tempo, einem guten Abschluss und einer guten körperlichen Präsenz. War häufiger angeschlagen, wird nun immer gefährlicher und präsenter und macht viele Bälle fest."

... Alexander Rossipal (21/Linksverteidiger).

"Er hat schon die Vorbereitung bei uns absolviert, sich dann aber den Unterarm gebrochen. Ihm fehlt seit der Verletzung noch der Rhythmus, aber er ist ein sehr wuchtiger und mutiger Spieler mit einem starken linken Fuß.“

... Simon Lorenz (20/Innenverteidigung).

„Er ist extrem zweikampfstark, eine kleine Maschine. Ein extrem fleißiger Spieler mit guter Spieleröffnung, der die Chance bei uns definitiv verdient hat."

... Johannes Bühler (20/zentrales Mittelfeld).

"Technisch sehr stark, dazu beidfüßig und sehr ruhig am Ball. Als Achter im Mittelfeld einsetzbar, aber auch als Rechtsverteidiger. Sehr variabel und mit guter Übersicht."

... Maximilian Waack (21/zentrales Mittelfeld):.

"Ebenfalls ein Achter und ebenfalls ein ganz feiner Kicker, der den tödlichen Pass spielen kann. Ein ganz abgezockter Spieler, der – wenn er mutig spielt – einem Spiel seinen Stempel aufdrückt."

... Jannik Dehm (21/Rechtsverteidiger):.

"Er ist uns damals bei der U19 des KSC gegen uns mit seinen überragenden Abschlüssen und Flanken aufgefallen. Wenn er sie mutig einsetzt, sind es Waffen für das Offensivspiel.“

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