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28.10.2017

Stimmen nach #TSGBMG: "Waren zu hektisch"

Das sagten Spieler und Trainer nach dem 1:3 der TSG am 10. Bundesliga-Spieltag gegen Borussia Mönchengladbach.

Julian Nagelsmann:

Gratulation an die Gladbacher. Sie haben verdient gewonnen. Wir sind eigentlich ganz ordentlich ins Spiel gekommen, hatten gute Situationen über beide Flügel - vor allem über links. Leider ist der finale Ball oft nicht angekommen. Wir waren in der Anfangsphase minimal besser. Dann wurde das Spiel sehr, sehr offen. Die Gladbacher hatten riesen Chancen, die wir selber eingeleitet haben, da können wir froh sein, dass wir nicht in Rückstand geraten sind. Stattdessen sind wir dann in Führung gegangen. Auch nach der Pause haben wir es in der ersten Viertelstunde wieder gut gemacht, mit ordentlichem Druck und Kontrolle. Irgendwann sind wir dann zu hektisch geworden. Wir wollten zu schnell das zweite Tor und haben viele unstrukturierte Bälle verloren. Daraufhin hat Gladbach sehr gut umgeschalten. Wir hatten anschließend einen Bruch im Spiel, wir haben vorne einfach keinen Druck mehr herstellen können. Am Ende haben die Gladbacher aufgrund der Chancen, die sie hatten, ihrer Chancenverwertung und der Power, die sie auf das Feld bekommen haben, verdient gewonnen. 

Julian Nagelsmann über seinen Flaschenwurf nach dem 1:1-Ausgleich, bei dem er einen Zuschauer versehentlich traf: Nach Spielende bin ich sofort auf die Tribüne gegangen und habe mich persönlich bei dem Besucher entschuldigt. Es war eine dumme und dämliche Aktion, die mir nicht passieren darf und die mir nicht mehr passieren wird. Ich habe mich entschuldigt, es tut mir leid.

Dieter Hecking:

Es war wieder ein tolles Fußballspiel. Beide Mannschaften waren total nach vorne ausgerichtet und haben ihre Chancen gesucht. Wir hatten bereits in der ersten Halbzeit klasse Möglichkeiten, die wir leider nicht genutzt haben. Dann sind wir in Rückstand geraten und Hoffenheim hatte ein optisches Übergewicht. Sie hätten fast das zweite Tor gemacht. Wir haben uns in der Halbzeit aufgebaut und gesagt "Mensch, da geht noch was". Bei der TSG ist es in der Verteidigung noch nicht so sattelfest. Die Jungs haben es anschließend hervorragend gemacht. Wir machen dann den Ausgleich und haben nachgesetzt. Man hat gesehen, dass wir den Sieg wollen. Das hat meine Mannschaft mit einer tollen Energieleistung auch vollbracht. Ich bin mit unserem Auftreten sehr zufrieden. Wir wollten das Spiel gegen Leverkusen vergessen machen. Wir wollten heute unbedingt vermeiden, wieder ins offene Messer zu laufen. Ich habe die Jungs ermahnt, nicht zu schnell zu viel zu wollen. Denn auch Hoffenheim schaltet sehr gut um und wenn die das zweite machen, wird es wahnsinnig schwer, zurückzukommen. Der Sieg für uns war verdient. 

Nico Schulz:

Wir haben gegen einen guten Gegner gespielt. Zum Ende hin haben wir es nicht mehr gut gemacht, nicht mehr klar zu Ende gespielt, hatten zu viele Ballverluste. Und wenn du Gladbach Platz lässt, spielen sie guten Fußball. Wir müssen das besser machen, um zu gewinnen. Dass Erfolgserlebnisse aktuell ausbleiben, liegt immer an Kleinigkeiten im Spiel. Klar, die Belastung ist hoch, aber wir müssen uns an die eigene Nase fassen. Wenn wir heute ein paar Dinge besser machen, kann man das Spiel auch gewinnen. Wir müssen besprechen, warum wir Führungen aus der Hand geben. Wir wollen immer angreifen, immer Tore machen. Jetzt konzentrieren wir uns auf das Spiel in Istanbul, weil die Europa League wichtig für uns ist – wir wollen da den Dreier.

Oliver Baumann:

Es war ein ausgeglichenes Spiel. Beide Mannschaften wollten Fußball spielen, beide Teams sind sehr gut. Wir haben es gegen Ende des Spiels dann nicht mehr geschafft, alles zu verteidigen. Beim zweiten Tor macht Grifo das überragend, aber das müssen wir natürlich besser verteidigen. Schade – es war ein offenes Spiel, wir haben ein gutes Spiel gemacht. Ich finde schon, dass wir eine gute Breite im Kader haben. Klar merkst du es trotzdem, wenn ein paar ausfallen. Besonders die Jüngeren machen es überragend, spielen stabil und gehen das Risiko mit – großes Lob, aber am Ende war Gladbach einfach besser. Wir dürfen das nicht überbewerten, müssen das ganz normal analysieren. Es ist ärgerlich, weil wir ein paar Punkte liegenlassen. Das muss in Zukunft besser werden.

Kerem Demirbay:

Wir haben keinen wirklichen Zugriff bekommen und haben zu schnell versucht, zum Abschluss zu kommen und Tore zu erzielen. So haben wir es als Einheit nicht geschafft, schnell nachzurücken und Räume zu schließen – und dann hat sich das Spiel zum Schlagabtausch entwickelt. Gladbach hatte dann die frischeren Beine und am Ende verdient gewonnen.

Hansi Flick (Geschäftsführer Sport) zu den Schmähungen der Gladbach-Fans gegen die TSG und Gesellschafter Dietmar Hopp:

Solche widerwärtigen Aktionen und Rufe gegen einen von der Gesellschaft so hoch geachteten, großartigen und großen Menschen wie Dietmar Hopp machen einen immer wieder aufs Neue fassungslos. Dass sich ein Menschenfreund wie Dietmar Hopp so etwas anhören muss, ist nicht hinzunehmen. Ich wünsche mir, dass der DFB und die DFL alles unternehmen, diese menschenverachtenden Äußerungen zu unterbinden und drastisch zu sanktionieren. Wir werden dagegen auch weiterhin mit allen uns zur Verfügung stehenden Mittel vorgehen.

Daten & Fakten zum Spiel »

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