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FRAUEN
05.10.2017

Isabella Hartig: „Knoten soll platzen“

Schon seit zwei Jahren spielt Isabella Hartig für die TSG, so richtig angekommen ist die 20-Jährige jedoch erst in diesem Sommer. Über ihre Startschwierigkeiten, die ersten Spieltage der Saison und die anstehende Partie im DFB-Pokal gegen den 1. FFC Niederkirchen spricht die Studentin im Interview mit achtzehn99.de.

Hallo Isi, die Partie gegen den FC Bayern München lief sicher nicht wie erhofft. Was war los?

Isabella Hartig: Wir hatten uns viel vorgenommen und wollten wie gegen die SGS Essen gutes Pressing spielen, um dann auf Fehler von Bayern zu lauern. Wir kamen allerdings überhaupt nicht ins Spiel und unser Pressing hat nicht so geklappt, wie wir uns vorgestellt haben. Und dann haben wir in der Partie gleich mehrere Geschenke verteilt, die München dankend angenommen hat.

Drei Niederlagen, ein Sieg. Wie würdest du den Saisonstart beschreiben?

Hartig: Als sehr durchwachsen. Gegen Spitzen-Mannschaften wie den VfL Wolfsburg und den FC Bayern München kann man verlieren und auch gegen den 1. FFC Frankfurt. Aber die Art und Weise, in der wir verloren haben, müssen wir hinterfragen. Es muss sich nun jede Einzelne von uns an die eigene Nase fassen, damit wir die Kurve kriegen und besseren Fußball spielen. Wir versuchen Tag für Tag im Training daran zu arbeiten. Das braucht sicher noch etwas Zeit und wir müssen uns Sicherheit holen.

In vier Saisonspielen standst du bisher drei Mal über die volle Distanz auf dem Platz. Das ist mehr Einsatzzeit als in der kompletten vergangenen Runde…

Hartig: Ich konnte in dieser Saison erstmals so richtig die Vorbereitung mitmachen. In den vergangenen Jahren war ich viel mit den Juniorinnen-Nationalmannschaften des DFB unterwegs, sodass die meiste Zeit bei der TSG fast ein bisschen an mir vorbeigegangen ist. Erst jetzt bin ich so richtig angekommen und bin vom Kopf ganz da. Dadurch dass ich die komplette Vorbereitung da war, fühle mich außerdem sehr fit.

Am Sonntag steht für euch die erste Pokalrunde auf dem Programm. Bereitet ihr euch auf so ein Spiel anders vor als auf eine Ligapartie?

Hartig: Nein, das läuft eigentlich ab wie immer. Wir nehmen den DFB-Pokal sehr ernst. Ich sage immer, dass das der Wettbewerb ist, in dem es am einfachsten ist, viel zu erreichen. Am Montag stand die Regeneration im Mittelpunkt, seit Mittwoch bereiten wir uns auf das Spiel und den Gegner vor. Dabei steht aber vor allem unser eigener Auftritt im Vordergrund.

Eure Reise am Sonntag ist kurz, es geht in die Pfalz zum 1. FFC Niederkirchen. Was erwartest du für ein Spiel?

Hartig: Der 1. FFC Niederkirchen wird sicher auf eine kompakte Defensive setzen und auf Konter lauern. Für uns wird es schwer sein, das Abwehrbollwerk zu knacken. Wir hoffen auf ein frühes Tor, damit es ein bisschen leichter läuft. Vielleicht können wir das Spiel nutzen, um uns ein bisschen Sicherheit zu holen, damit endlich auch der Knoten platzt.

Man sagt ja so schön: Der Pokal hat seine eigenen Gesetze. Hast du das selbst schon erlebt?

Hartig: Nein, eigentlich noch nicht. Aber ich glaube auf jeden Fall daran, schließlich kennt man das von anderen Vereinen, auch im Männerfußball. Da gibt es immer wieder Überraschungen. Auch der SC Sand, der in den vergangenen zwei Jahren im Pokalfinale war, ist da ein gutes Beispiel.

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