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AKADEMIE
16.09.2017

U19 nicht kleinzukriegen: 3:2 nach 0:2-Rückstand

Durch drei Tore in der Schlussviertelstunde hat die U19 ihre weiße Weste bewahrt und mit dem sechsten Sieg im sechsten Spiel den vereinsinternen Startrekord eingestellt. Beim 3:2 (0:2)-Erfolg gegen den SC Freiburg lag die Mannschaft von Trainer Marcel Rapp lange mit zwei Toren zurück, doch dann trafen nacheinander David Otto, Enes Tubluk und Christoph Baumgartner.

Was für ein Finish! Durch drei Tore in elf Minuten hat sich die U19 an der Tabellenspitze der A-Junioren-Bundesliga Süd/Südwest gehalten und ihre makellose Bilanz ausgebaut. Spielerisch hatte die Rapp-Elf gegen starke Freiburger zwar ihre Probleme, doch dank ihrer beeindruckenden Moral war sie auch im sechsten Saisonspiel siegreich. „Unsere Mentalität war super, aber davon dürfen wir uns heute nicht blenden lassen“, sagte Rapp, der nicht rundum zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft war.

Von Anfang an störten die Gäste aus dem Breisgau die TSG sehr früh und aggressiv, sodass es den Innenverteidigern und dem zentralen Mittelfeld schwerfiel, einen geordneten Spielaufbau aufzuziehen. Durch ihr frühes Anlaufen gingen die Freiburger dann auch in der 11. Minute in Führung. Mittelstürmer Lucas Hermes blockte einen Ball von TSG-Innenverteidiger Moody Chana und war dadurch frei vor Torwart Isa Doğan, der beim Abschluss des Angreifers keine Abwehrchance mehr hatte.

Zweiter Gegentreffer setzt Rapp-Elf zu

Angestachelt durch den Rückstand traten nun auch die Kraichgauer aggressiver auf, wodurch sie besser im Spiel waren und das Geschehen mehr und mehr in die Freiburger Hälfte verlegten. Ein abgeblockter Schuss aus 16 Metern von Christoph Baumgartner sowie ein Abschluss des Österreichers aus zwölf Metern blieben jedoch die besten Gelegenheiten, und in beiden Situationen verfehlte der Ball das Tor von SC-Keeper Elvin Kovac.

Kaltschnäuziger präsentierten sich die Gäste: Mittelfeldmann Yannik Keitel lief in der 25. Minute mit Tempo durch die Mitte auf die Hoffenheimer Abwehrkette zu, legte per Hacke auf Lino Tempelmann ab, und der Neuzugang von 1860 München feuerte aus 18 Metern aufs Tor von Doğan, der den zentral platzierten Schuss durchrutschen ließ. Den zweiten Gegentreffer verdauten die Rapp-Schützlinge weniger gut als den ersten. Die spielerische Linie, die sie zuvor gerade gefunden hatte, war nun erst einmal wieder weg.

Platzverweis als Auftakt der Aufholjagd

Auch nach der Halbzeitpause gelang es den A-Junioren der TSG zunächst nicht, das Spiel zu ihren Gunsten zu wenden. „Es hat heute in vielen Situationen ein bisschen was gefehlt, und im Eins-gegen-Eins hatten wir häufig das Nachsehen“, sagte Rapp. Seiner Mannschaft gelang es über weite Strecken kaum, sich durch die dichten Reihen des Gegners zu spielen. Die besseren Chancen hatten auch weiterhin die Gäste. Ein Kopfball nach einem Eckstoß konnte Doğan mit einer starken Reaktion noch an die Latte lenken.

Das Blatt wendete sich dann jedoch eine Viertelstunde vor Schluss. Nach einem Foul am eingewechselten Filston Mawana stellte Schiedsrichter Patrick Simon nach Rücksprache mit seinem Assistenten SC-Verteidiger Konrad Bühl mit Gelb-Rot vom Platz. Der folgende Freistoß von Noah Schorn blieb zwar in der Freiburger Abwehr hängen, doch der Ball flog zu Torjäger David Otto der ihn von der rechten Seite in die lange Ecke knallte und damit auch im sechsten Spiel in Folge traf (76.).

Baumgartner als umjubelter Siegtorschütze

Jetzt war richtig Feuer im Spiel, und die TSG witterte die Chance auf mehr. In der 82. Minute war es dann so weit. Eine Flanke von der linken Seite landete beim eingewechselten Enes Tubluk, der den Ball kontrollieren konnte und zum 2:2-Ausgleich über die Linie drückte. Zwei Minuten später bediente Mawana Otto, der im Eins-gegen-Eins an SC-Keeper Kovac scheiterte.

In der 87. Minute gab es dann auf dem Feld und der TSG-Bank kein Halten mehr. Aus einem Gewühl im Fünfmeterraum war Baumgartner an den Ball gekommen, und der U19-Nationalspieler Österreichs behielt die Ruhe und brachte den Ball irgendwie ins Freiburger Tor.

Tabellenführung verteidigt

Bei den über weite Strecken starken Freiburgern war die Moral damit gebrochen, und die TSG konnte den nächsten Sieg nach Hause bringen. „Wir haben ordentlich gespielt – und das gegen eine sehr gute Mannschaft“, so Rapp nach dem sechsten Sieg im sechsten Spiel, der die Einstellung des Startrekords von Julian Nagelsmanns U19 aus der Saison 2015/16 bedeutet.

In der Tabelle hält die TSG dadurch die Tabellenführung und den Zwei-Punkte-Vorsprung auf den VfB Stuttgart, der in seinem Spiel gegen den 1.FC Kaiserslautern durch ein Tor in der Nachspielzeit mit 5:4 die Oberhand behielt. Nächster Gegner der TSG ist am kommenden Sonntag der Karlsruher SC.

 

TSG 1899 Hoffenheim – SC Freiburg 3:2 (0:2)
Hoffenheim: Doğan – Chana, Lengle, Wallquist (83. Elmkies) – Amade, Lässig, Wöhrle (51. Schorn), Baumgartner, Alberico (71. Tubluk) – Otto, Anhölcher (58. Mawana).
Freiburg: Kovac – Kammerknecht, Baschnagel, Schlotterbeck, Bühl – Tempelmann, Herrmann (85. Antunes Simoes), Keitel – Boukhalfa, Risch (64. Maenza), Hermes (80. Treu).
Tore: 0:1 Hermes (11.), 0:2 Tempelmann (25.), 1:2 Otto (76.), 2:2 Tubluk (82.), 3:2 Baumgartner (87.). Zuschauer: 200. Schiedsrichter: Patrick Simon (Alzey). Karten: Rot wegen Schiedsrichterbeleidigung für Baschnagel (nach Spielende/Freiburg); Gelb-Rot für Bühl (74./Freiburg). Gelb für Wöhrle, Wallquist, Lengle, Otto (alle Hoffenheim) / Hermes (Freiburg).

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