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PROFIS
12.09.2017

Sporting Braga - Top-Team mit Final-Erfahrung

Sporting Braga, auch bekannt als SC Braga, gehört nicht zu den großen Namen im Land des aktuellen Europameisters. Aber ein chancenloser Außenseiter ist der Klub aus dem Norden Portugals keineswegs. 2016 wurde Sporting Clube de Braga, so der offizielle Klubname, zum zweiten Mal portugiesischer Pokalsieger. Ein Kurz-Porträt.

Der fünfte Tabellenplatz in der vorigen Saison war keine Überraschung. Im Gegenteil: Braga kann eine stattliche internationale Erfolgsbilanz vorweisen. Trainer Abel Ferreira legte sich schnell fest: „In der Theorie ist Hoffenheim die stärkste Mannschaft. Wir sollten mit den beiden anderen um den zweiten Platz kämpfen.“

Damit erntete er aber Widerspruch bei Bragas Rekordspieler Alan, einem Stürmer mit 315 Liga-Einsätzen, der im Sommer in die Führungsebene des Klubs gewechselt ist. „Ich schätze, dass wir mit dem türkischen Vizemeister Basaksehir Istanbul um den Gruppensieg kämpfen“, sagte der 37-Jährige. Alan steht für den brasilianischen Einfluss im Klub.  Elf Profis des Sporting-Kaders stammen aus Brasilien.

Sensations-Saison 2011

Vor mehr als 50 Jahren (1966) tauchte Braga erstmals im Europapokal auf. Den Höhepunkt erlebte der Klub dann 2011. Als Vizemeister kämpfte sich Braga durch die Qualifikation und erstmals bis in die Champions- League-Gruppenphase. Als Gruppendritter erreichten sie dann die K.o-Runde der Europa League – und triumphierten nacheinander über Lech Posen, den FC Liverpool, Dynamo Kiew und Benfica Lissabon. Sporting Braga zog damit sensationell in das Finale der Europa League ein, das sie am 18. Mai 2011 in Dublin gegen den FC Porto 0:1 verloren.

Übrigens: Die TSG wird am 23. November ein Stadion mit einem besonderen Merkmal kennenlernen. Direkt hinter einem Tor des für die EM 2004 erbauten Estádio Municipal de Braga (30.286 Zuschauer) ragt eine Granitfelsenwand steil empor.

Lutz Pfannenstiel über ...

... die Stärken von Sporting Braga.

Braga ist eine Mannschaft, die immer versucht, guten und offensiven Fußball zu spielen. Das werden sie sicherlich auch gegen die TSG tun. Sie spielen auch gegen die großen Drei in Portugal - Porto, Sporting Lissabon und Benfica Lissabon - ihren Stil. Die Portugiesen aus dem Nordwesten des Landes sind kein Team, das sich in Sinsheim hinten rein stellen wird. Generell ist das eine technisch gute Mannschaft, die sich in direkt hinter den drei Top-Teams in Portugal etabliert hat. In den vergangenen 14 Spielzeiten kamen sie elf Mal unter die besten Fünf, diese Statistik spricht für sich selbst. Sie machen aus ihren Möglichkeiten das Maximale und haben in Paulinho und Xadas zwei sehr starke junge Offensivspieler, auf die Julian und sein Team aufpassen müssen.

... Trainer Abel Ferreira.

Er ist ein junger Trainer, der als Spieler unter anderem für Sporting Lissabon und Braga gespielt hat. Als Trainer hat er sich über Sportings Nachwuchs und die zweite Mannschaft von Braga nach oben gearbeitet. Die Profi-Mannschaft betreut er jetzt seit einigen Monaten. Er ist sehr charismatisch und extrovertiert, hat viel Selbstvertrauen. Das trägt er auch in die Mannschaft. Er pusht sie und ist in der Coaching Zone meist sehr aktiv. Er lässt seine Mannschaft meist im 4-4-2 spielen und baut auf die fußballerischen Qualitäten seiner brasilianisch geprägten Mannschaft. Schwächen hat das Team eher in die Defensive. Da kann die TSG auf jeden Fall ansetzen.

... die Chancen der TSG auf einen Heimsieg.

Es ist für die TSG auf jeden Fall ein großer Vorteil mit einem Heimspiel in diese Gruppenphase zu starten. Man hat sechs Partien, um genug Punkte fürs Weiterkommen zu sammeln, aber natürlich wäre ein guter Start vor heimischer Kulisse wichtig. Ich denke, die Mannschaft muss einfach sehr konsequent und konzentriert auftreten, ihr Spiel durchziehen, das tun, was sie kann. Braga ist eine gute Mannschaft und die TSG muss alles abrufen, um die Partie zu gewinnen. Ich bin aber sehr zuversichtlich, dass Julian und sein Team mit drei Punkten starten.

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