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19.05.2017

Philipps WM-Blog: Grüße aus Südkorea

Mit der U20-Nationalmannschaft weilt TSG-Youngster Philipp Ochs aktuell bei der Weltmeisterschaft in Südkorea. In seinem WM-"Tagebuch" auf achtzehn99.de führt der 20-Jährige hinter die Kulissen einer WM und gibt seine Eindrücke preis.

Hallo zusammen,

wie ihr vielleicht mitbekommen habt, befinde ich mich seit ein paar Tagen mit der U20-Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft in Südkorea. Und damit ihr euch nicht fragen müsst, was ich dort die ganze Zeit so mache und wie es mir geht, werde ich euch hier alle paar Tage auf dem Laufenden halten.

Schon der Empfang am Flughafen nach der zehnstündigen Anreise war großartig. Wir wurden von ganz vielen Kindern aus einer deutschen Schule herzlich begrüßt. Und dann ging es auch gleich richtig los. Wegen der Zeitumstellung hatten wir volles Programm, um wach zu bleiben und uns an den neuen Rhythmus zu gewöhnen. Erstes Fazit: Bei mir hat es geholfen, ich bin mit der Zeitumstellung gut klar gekommen. Auch das Klima hier ist sehr angenehm. Die Luft ist zwar etwas trocken, aber es ist schön warm, immer so zwischen 26 und 30 Grad. Der Kleidungsstil ist also vorgegeben: kurze Hose und T-Shirt.

Neben Training und einigen Besprechungen hatten wir natürlich auch etwas Freizeit. Die verbrachten wir beim Golfen und beim Tischtennis. Stichwort: "Mini-Boll". Und wir hatten auch schon die Gelegenheit, ein bisschen etwas von Daejeon zu sehen. Eine beeindruckende Stadt, wie ich finde. 1,5 Millionen Einwohner, fast nur Hochhäuser – und egal, wohin man schaut: Alles blinkt kunterbunt. Das ergibt vor allem am Abend ein bemerkenswertes Bild.

Und für alle, die noch ein wenig im Geografie-Unterricht angeben und ihre Zungen zu Höchstleistungen treiben wollen: Daejeon liegt zwischen den Provinzen Chungcheongbuk-do und Chungcheongnam-do und ist die Hauptstadt von Chungcheongnam-do. Ich gebe es zu: Habe ich bei Wikipedia nachgelesen.

Aber bevor ein falscher Eindruck entsteht: Unser Fokus liegt voll und ganz auf dem Turnier, das am Samstag für uns startet. Ich kann es kaum erwarten und bin schon voller Vorfreude. Der erste Gegner wird Venezuela sein, eine sehr bissige und willensstarke Kontermannschaft, die uns gleich alles abverlangen wird. Aber das ist auch gut so, dann müssen wir von der ersten Minute an total konzentriert sein.

Schließlich haben wir ja schon ein bisschen was vor in den kommenden Tagen. Wir sind nicht so vermessen zu sagen: Wir müssen Weltmeister werden, für solche Prognosen ist die Leistungsdichte in diesem Bereich viel zu hoch. Das haben wir zuletzt bei der Europameisterschaft im eigenen Land gesehen, als wirklich jedes Spiel hart umkämpft war. Aber wir sind schon so selbstbewusst, dass wir sagen: Wir wollen eine gute Rolle spielen.

Einen positiven Saisonabschluss wünsche ich auch den Jungs und euch Fans zu Hause. Natürlich werde ich auch verfolgen, wie die Partie gegen Augsburg verläuft. Vielleicht packen wir ja doch noch Platz drei, das wäre einfach überragend. Ich drücke jedenfalls sämtliche Daumen. Ihr packt das!

In diesem Sinne: Viele Grüße aus Südkorea und bis bald,

euer Philipp Ochs. 

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