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25.05.2017

Philipps WM-Blog: Grüße aus Südkorea

Ich bin immer noch in Südkorea bei der U-20-WM. Allerdings nicht mehr in Daejeon, sondern in Jejudo, wo wir am Freitag unser letztes Gruppenspiel haben. Und um meinem Bildungsauftrag gewissenhaft nachzukommen, kann ich euch sagen: Jejudo ist eine Vulkaninsel und die mit Abstand größte Insel Südkoreas. Die Insel hat knapp eine halbe Million Einwohner – und bezüglich Fußball-Weltmeisterschaften eine gewisse Historie.

Hier fanden während der WM 2002 drei Spiele im Jeju-World-Cup-Stadion statt – unter anderem das Achtelfinale Deutschland gegen Paraguay, das Deutschland damals 1:0 gewann. Ein gutes Omen also.

Morgen werden wir dort unser letztes Gruppenspiel gegen Vanuatu haben. Ich gebe offen zu: Ich musste mich nach der Auslosung erst einmal schlau machen. Aber dafür gibt es ja Wikipedia. Also: Vanuatu ist ein Inselstaat im Südpazifik, besteht aus 83 Inseln (davon 67 bewohnt) – und hat etwa 267.000 Einwohner. Unterschätzen werden wir die Mannschaft trotzdem nicht. Auch wenn sie gegen Venezuela deutlich mit 0:7 verloren hat – gegen Mexiko im ersten Gruppenspiel war das eine enge Kiste, da haben sie nur 2:3 verloren. Das sollte Warnung genug sein.

Außerdem steht für uns viel zu viel auf dem Spiel, um das Ganze nicht mit hundertprozentiger Konzentration anzugehen. Wir wissen, dass wir nach der Niederlage gegen Venezuela (0:2) und dem Remis gegen Mexiko (0:0) gewinnen müssen, wenn wir noch weiterkommen wollen. Und eines kann ich euch versichern: Wir wollen weiterkommen.

Wie uns das wann gelingt, könnten wir jetzt wahrscheinlich die nächsten Stunden zusammen durchgehen. Aber ich finde: Das bringt nichts. Wir können mit einem Sieg unter Umständen noch Gruppenzweiter werden – aber auch Gruppendritter. Und selbst in diesem Fall gäbe es noch die Möglichkeit, weiterzukommen. Wenn wir einer der vier besten Drittplatzierten sind. Ihr seht: alles etwas komplizierter. Fest steht nur: Wir müssen gegen Vanuatu auf jeden Fall gewinnen. Und ich bin guter Dinge, dass uns das auch gelingen wird.

Denn man merkt, dass wir immer besser in Schwung kommen. Man darf ja nicht vergessen, dass wir nur ein paar Tage Vorbereitung auf das erste Spiel hatten. Einige Spieler sind sogar erst danach zum Team dazu gestoßen. Aber so langsam greifen die Mechanismen. Das hat man bereits im Spiel gegen Mexiko gesehen. Das sah schon viel flüssiger aus, als noch im ersten Spiel gegen Venezuela. Ich denke, wir haben ein gutes Spiel gemacht und konnten uns auch ein paar Chancen herausspielen. Das einzige, das fehlte, war ein Tor. Okay: Das sind dann wohl 5 Euro ins Phrasenschwein... Aber im Ernst: Die Leistung gegen Mexiko war ein guter Schritt in die richtige Richtung. Daran wollen wir gegen Vanuatu anknüpfen.

In diesem Sinne: Viele Grüße und bis bald!

Euer Philipp

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