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U23
23.05.2017

Wildersinn: "Bin gerne Trainer dieser Mannschaft"

Der Saisonausklang verlief nicht ganz wie erhofft. Kein Tor und nur ein Punkt, so die Bilanz der U23 aus den letzten drei Pflichtspielen 2016/17. Und doch reichte es für das Team von Marco Wildersinn zu Platz vier in der Regionalliga Südwest, gleichbedeutend mit der zweitbesten Spielzeit einer Hoffenheimer U23 überhaupt. Achtzehn99.de sprach mit dem Cheftrainer über die zurückliegenden Monate und lenkte seinen Blick auch auf die kommende Runde.

Herr Wildersinn, nach dem letzten Saisonspiel steht der obligatorische Rückblick an. Fassen Sie uns bitte 2016/17 aus Ihrer Sicht zusammen.

Wildersinn: Wir hatten wie immer einen größeren Umbruch zu bewerkstelligen und mussten viele A-Junioren und auch einige externe Neuzugänge zu einer Einheit formen. Nach einer eher durchwachsenen Vorbereitung hat das Team dann aber im ersten Saisonspiel gegen den VfB Stuttgart II gleich mal ein Feuerwerk abgebrannt. Das war ein Highlight. Und auch in den folgenden Partien haben die Jungs immer viel von dem gezeigt, was wir uns im Training erarbeitet haben. Wir hatten viele schöne Erlebnisse wie etwa das 2:1 in Koblenz, als wir die Partie in der Schlussphase gedreht haben, oder das 2:0 in Saarbrücken, als wir endlich auch mal ein Top-Team besiegen konnten. Es gab auch schlechtere Auftritte. Die schmerzen, aber für eine so junge Mannschaft sind Schwankungen normal. Sie hat immer wieder die Kurve gekriegt und Platz vier am Ende ist sehr ordentlich!

Aber es heißt ja immer, der Tabellenplatz sei zweitrangig, wichtiger sei die individuelle Entwicklung. Ziel erreicht?

Wildersinn: Ich bin zufrieden. Viele Spieler haben regelmäßig bei den Profis mittrainiert und dort gezeigt, dass sie auf einem ordentlichen Niveau mithalten können. Natürlich sind am Saisonende nie alle Spieler rundum glücklich, das wird immer so sein. Aber ich denke trotzdem, dass alle – auch diejenigen mit weniger Einsatzzeiten – einen guten Schritt weitergekommen sind.

Trainer vermeiden es in der Regel, im Positiven wie im Negativen Namen zu nennen. Wollen Sie zumindest für das Positive eine Ausnahme machen?

Wildersinn: Es gibt schon zu einigen Jungs etwas zu sagen. Zum Beispiel zu Patrick Kapp oder Johannes Kölmel, die uns nach sehr langer Vereinszugehörigkeit verlassen und die sich für die TSG sehr verdient gemacht haben. Aber sie hatten nur wenig Spielzeit, daher ist dieser Schritt auch nachvollziehbar. Bei einigen Jungs geht es nunmal schneller, andere müssen etwas warten, bis ihre Zeit kommt. „Kappo“ hatte das Pech, dass Stefan Posch und Simon Lorenz es auf „seiner“ Position des Innenverteidigers sehr gut gemacht haben. Er wird seinen Weg gehen.

Weitere Spieler…?

Wildersinn: Joshua Mees ist aus Freiburg zurückgekehrt und hat somit erst einen Schritt zurück und dann nach vorn gemacht. Er hat sich körperlich stabilisiert, immer Einsatzzeit bekommen und war mit zwölf Toren unser treffsicherster Spieler. Nicht zu vergessen Marco Engelhardt, den wir als Leitwolf geholt haben und der dieser Rolle auf und neben dem Platz gerecht geworden ist. Er hat den Sinn seiner Aufgabe voll erkannt, und es hat Spaß gemacht, mit ihm zusammenzuarbeiten. Wie wichtig er für das Team war, hat man gesehen, wenn er nicht gespielt hat. Umso mehr freue ich mich, dass er mit dann 37 noch ein weiteres Jahr dranhängt.

In der Vorsaison ist Ihre Mannschaft in der Rückrunde richtig durchgestartet, diesmal war sie in der Hinrunde besser. Haben Sie eine Erklärung dafür?

Wildersinn: Wir haben in der Rückrunde etwas experimentiert und beispielsweise eine neue Grundordnung eingeführt. Spielzeiten laufen nicht immer nach demselben Schema ab. Für die kommende Runde nehmen wir uns vor, sowohl in der Hin- als auch in der Rückrunde mehr Punkte zu holen.

Gutes Stichwort. Geben Sie uns bitte einen Ausblick auf 2017/18!

Wildersinn: Der Umbruch wird nicht ganz so groß sein wie zuletzt. Sechs U19-Spieler rücken in den U23-Kader auf, bislang stehen fünf Abgänge fest. Da kann sich natürlich noch etwas tun, aber nicht mehr viel. Wir werden am 19. Juni mit der Vorbereitung beginnen, die dann sechs Wochen dauern wird. In dieser Zeit sind fünf Testspiele anberaumt. An unseren Zielen wird sich nichts ändern: Wir wollen den Nachwuchs auf den Profibereich vorbereiten und die Jungs voranbringen. Wenn uns das gelingt, werden auch die Ergebnisse stimmen und wir wieder einige Teams aus den oberen Regionen ärgern können!

Sie werden im Juni Ihre Ausbildung zum Fußballlehrer an der Sportschule Hennef beginnen. Wie werden Ihre Fehltage in Hoffenheim aufgefangen?

Wildersinn: Das haben wir alles im Detail besprochen. Wir haben ein tolles Trainerteam, jeder weiß, was er zu tun hat – da sehe ich überhaupt keine Probleme.

Sie gehen dann in Ihre vierte Saison als U23-Chefcoach. Mit 112 Spielen als verantwortlicher Trainer sind Sie mit Abstand Rekordhalter beim TSG-Unterbau. Wie lauten Ihre persönlichen Ziele für die Zukunft?

Wildersinn: Ich möchte meine Ausbildung zum Fußballlehrer erfolgreich abschließen und weiterhin unsere Talente auf ihrem Weg nach oben begleiten. Ich bin gerne Trainer dieser Mannschaft.

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