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12.05.2017

Felix Wiedwald: "Die TSG steht zurecht mit da oben"

Felix Wiedwald musste in Bremen häufig viel Kritik einstecken, in der laufenden Rückrunde gehört der Keeper aber zu den Stützen des Teams von Alexander Nouri. Über schwere Zeiten, seine Beziehung zu Werder, musikalische Fähigkeiten und das Duell mit der TSG spricht er im Interview mit achtzehn99.de.

Felix, du bist nur wenige Kilometer außerhalb Bremens aufgewachsen, hast in der Jugend für Werder gespielt - was bedeutet dir der Klub?

Felix Wiedwald: Es ist unlängst bekannt, dass Werder seit klein auf in meinem Herzen ist. Seit der Jugend habe ich bei Werder gespielt, wurde hier ausgebildet. Meine Familie kommt von hier, meine Frau habe ich hier kennengelernt. Es gibt einfach sehr viele sportliche und private Verbindungen nach Bremen. 

Dein bisher letztes Instagram-Foto zeigt dich mit Revolverheld-Sänger Johannes Strate. Wie ist es um deine musikalischen Fähigkeiten bestellt?

Wiedwald: Ach, die überlasse ich lieber Johannes. Der kann das besser. Wir haben uns auf einem Event bei Werder kennengelernt und freuen uns, wenn wir uns mal wiedersehen.

Um deine Fähigkeiten als Torhüter gab es auch immer wieder Diskussionen. Viele "Experten" meldeten sich zu Wort. Wie hast du all das wahrgenommen und weggesteckt?

Wiedwald: Das gehört in diesem Geschäft einfach dazu. Ich habe versucht, das einfach nicht an mich ranzulassen. Insgesamt würde ich aber auch sagen, dass ich an dieser Situation gereift bin.

In der Rückrunde gehörst du zu den besten Torhütern der Liga. Die Kritiker sind größtenteils verstummt. Eine Genugtuung für dich? 

Wiedwald: (lacht) Die Frage wurde mir schon häufiger in den letzten Wochen gestellt. Ich freue mich einfach, dass ich meine Leistung abrufen und bestätigen konnte. Damit konnte ich der Mannschaft helfen und meinen Beitrag zu ihrem Erfolg beitragen. Das ist genau das, was für mich wichtig ist.

Von Platz 15 nach der Hinrunde auf Platz 8 vor dem 33. Spieltag. Ihr habt nur einen Punkt Rückstand auf Platz 6. Was ist "passiert"?

Wiedwald: Wir haben in der Wintervorbereitung sehr gut gearbeitet. Als Mannschaft, aber auch jeder einzelne. Selbst als die Ergebnisse zu Beginn ausblieben, haben wir nicht an uns gezweifelt und sind ruhig geblieben. Gegen Mainz wurde die Geduld belohnt, gegen Wolfsburg war dann ein wenig Glück dabei und anschließend war dann einfach auch das Selbstbewusstsein da, um solch eine Serie zu starten.

Die TSG kämpft noch um Tabellenplatz drei. Wie hast du die TSG im Saisonverlauf wahrgenommen?

Wiedwald: Hoffenheim spielt eine sehr starke Saison. In der Mannschaft ist eine klare Struktur zu erkennen, jeder bringt sich mit seinen individuellen Fähigkeiten ein. Sie stehen zurecht mit da oben.

Für beide Klubs geht es um viel: Was für ein Spiel erwartest du am Samstag?

Wiedwald: Für die Zuschauer hoffentlich ein spannendes. Wir stehen vor einer sehr schweren Aufgabe. Für Hoffenheim geht es um die Champions League, wir wollen unsere Chance auf die Europa League wahren. Mit unseren Fans im Rücken und den Leistungen der vergangenen Wochen haben wir aber auch das Selbstbewusstsein zu sagen, dass wir die drei Punkte in Bremen behalten wollen.

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