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22.03.2017

Mark Uth: "Nur einen Kaffee fand ich unhöflich"

Gegen den VfL Wolfsburg musste Mark Uth verletzt ausgewechselt werden. Seither hat er fünf Spiele der TSG verpasst, musste mit einer Rippenverletzung viele Stunden in der Reha verbringen. In der Länderspielphase nähert er sich wieder der Mannschaft an. Über diesen Prozess und die kommenden Spiele spricht er mit achtzehn99.de.

Mark, wusstest du direkt, dass es etwas Schlimmeres ist, als du in Wolfsburg mit Diego Benaglio zusammengeprallt bist?

Mark Uth: Nein, überhaupt nicht. Mir ist kurz die Luft weggeblieben, aber ich dachte, das geht gleich wieder weg. Als dann in der nächsten Aktion nichts ging, wusste ich zumindest, dass ich vom Platz muss. Im Anschluss hat das Ausheilen der Rippenverletzung leider länger gedauert als erhofft.

Du hast viel Zeit in der Reha verbracht. Was ist der nervigste Teil daran?

Uth: Am liebsten stehe ich natürlich mit der Mannschaft im Training auf dem Platz und spiele am Wochenende, aber diese Reha war schon okay, weil ich von Anfang an rausgehen und mit Reha-Trainer Otmar Rösch mit dem Ball arbeiten konnte. Das war bei meinem Muskelbündelriss in der Hinrunde nicht der Fall. Da war ich drinnen und habe ganze Tage im Kraftraum verbracht. Das nervt. Ich bin Fußballer. Alles, was man ohne Ball machen muss, ist nicht so angenehm.

Du bringst den Physiotherapeuten fast täglich Kaffee mit. Wann hat sich das eingebürgert?

Uth: Das war schon so in der Hinrunde, bei der Muskelverletzung. Da war ich erstmals bei Markus in der Reha GmbH in Behandlung. Ich trinke gerne Kaffee und fand es unhöflich, dort immer nur mit einem in der Hand für mich aufzutauchen. Also habe ich einfach noch einen zweiten mitgenommen. Und jetzt mache ich das immer.

Die Bundesliga-Pause gibt dir etwas mehr Zeit, um dich an die Mannschaft heranzukämpfen. Kam sie für dich persönlich genau richtig?

Uth: Das würde ich schon sagen. Ich kann voll mittrainieren, aber habe am Wochenende dann auch die nötige Erholung nach vielen Einheiten im Verlauf der Woche. Nächste Woche beginnt dann die Vorbereitung auf Berlin und ich werde alles dafür tun, dann wieder Teil des Kaders zu sein. Ich fühle mich gut und bin fit. Konditionell habe ich durch das viele individuelle Training mit Ball nicht allzu viel verloren.

Wie hast du die Spiele des Teams in deiner Abwesenheit gesehen?

Uth: Die Jungs haben es gut gemacht. Zuhause haben wir die vergangenen drei Spiele gewonnen, auswärts zweimal einen Punkt geholt. Das kann sich schon sehen lassen. Wir stehen nicht umsonst auf Platz vier. Wegen mir kann es gerne so weitergehen.

Nach der Pause geht es Schlag auf Schlag: Hertha, Bayern und der HSV in einer Woche...

Uth: Ich freue mich drauf. Das werden gute, intensive, spannende Spiele. Ich mag Englische Wochen. Es geht sehr schnell, man spielt alle paar Tage und es gibt dann weniger Training (lacht).

Sven Schipplock hat bei der TSG sieben Tore als Joker erzielt. Du bist ihm mit fünf Buden auf den Fersen. Schaffst du ihn diese Saison noch?

Uth: Ich hoffe nicht (lacht). Ich würde lieber von Anfang an spielen, aber das muss ich mir nach der langen Pause erst wieder erarbeiten. Wenn ich doch von der Bank komme, will ich der Mannschaft helfen. Hoffentlich auch mit Toren.

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