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CAMPUS
18.02.2017

U17 müht sich zum Sieg gegen Schlusslicht

Hauptsache, die drei Punkte sind im Sack. Beim 3:1 (2:1)-Sieg gegen das Bundesliga-Schlusslicht Kickers Offenbach tat sich die U17 allerdings im ersten Pflichtspiel 2017 schwerer als erwartet. „Schade, dass wir trotz klarer Überlegenheit am Ende das Spielglück benötigen, um zu gewinnen“, war Trainer Marcel Rapp vom Auftritt seiner Elf nicht restlos begeistert.

Die Partie in der Akademie-Arena begann schwungvoll. In der Anfangsviertelstunde gaben die Rapp-Schützlinge Gas und zeigten ordentlichen Fußball. Samuel Lengle verfehlte mit einem Distanzschuss das Ziel nur knapp, doch nach nur neun Minuten war Winter-Neuzugang Filston Mawana bereits mit dem 1:0 zur Stelle. Sein Sturmpartner Tim Linsbichler hatte kurz zuvor allerdings einen Schlag auf den Oberschenkel bekommen und musste ausgewechselt werden.

In der Folgezeit blieben die Hoffenheimer am Drücker, ließen aber durch Amid Khan Agha (17.) und Mawana (18.) beste Gelegenheiten aus und bauten so den Tabellenletzten auf. Trotz spielerischer Defizite kombinierten sich die Offenbacher nun immer öfter vor das TSG-Gehäuse und kamen sogar etwas überraschend zum Ausgleich, als Jakob Lemmer eine Ablage aus kurzer Distanz verwertete (24.). In der 33. Minute verhinderte TSG-Keeper Daniel Klein per Glanzparade einen Rückstand, als er Marc Nopps Schuss aus dem Winkel fischte. Kurz vor der Pause dann die erneute Führung für die Platzherren: Mawana setzte sich auf der linken Seite durch und bediente den für Linsbichler eingewechselten Erman Kılıç, der sich nicht zwei Mal bitten ließ und für den 2:1-Pausenstand sorgte. „Nach guter Anfangsphase verlieren wir auf unerklärliche Weise den Faden und kassieren den Ausgleich, anstatt zuvor den Sack zuzumachen“, grantelte Rapp nach der Partie.

Offenbach vergibt Elfmeter

Und nach dem Wiederanpfiff wurde es zunächst nicht besser. Khan Agha musste nach einer Ecke sogar auf der Linie klären (44.), um den erneuten Ausgleich zu verhindern. Kurz darauf vergab Alessandro Albanese kläglich das vorentscheidende 3:1, weil er weder auf den mitgelaufenen Mawana ablegte noch selbst den Ball im Eins-gegen-Eins gegen Marvin Gärtner in die Ecke schob, sondern stattdessen den OFC-Keeper anschoss (48.), was seine unmittelbare Auswechslung zur Folge hatte. Und beinahe wäre diese Leichtfertigkeit bitter bestraft worden, denn nur wenige Minuten später brachte der für Albanese eingewechselte Jonas Weik den Offenbacher Furkan Yilmaz im Sechzehner zu Fall. Doch Offenbachs auffälligster Spieler, Gentrit Limani, setzte den fälligen Strafstoß links neben das Tor (52.).

Nach und nach fingen sich die Hoffenheimer, ohne zwingend zu werden. Nach Weiks Hereingabe von der linken Seite scheiterte Onur Satılmış per Kopf (64.), kurz darauf entschärfte Gärtner Elias Ludwigs Distanzschuss (66.). Eine Schrecksekunde musste die Rapp-Elf dann allerdings noch überstehen, als Limani alleine vor Klein auftauchte, der aber die Nerven behielt und das 2:2 verhinderte (76.). In der Nachspielzeit machte dann Mawana auf Lengles Zuspiel alles klar: Der Schwede spielte Gärtner aus und drosch die Kugel ins leere Tor.

„Der Dreier geht in Ordnung“, sagte Rapp nach dem zehnten Saisonsieg. „Allerdings haben wir alle noch Luft nach oben.“

TSG 1899 Hoffenheim – Kickers Offenbach 3:1 (2:1)
Hoffenheim: Klein – Aidonis, Russo (41. Reuss), Görlich, Elmkies, Albanese (51. Weik), Lengle, Khan Agha (58. Satılmış), Linsbichler (12. Kılıç), Ludwig, Mawana.
Offenbach: Gärtner – Nopp (48. Hein), Schäfer, Klopstock (41. Krasniq / 73. Wehner) Lau, Yilmaz, Garic, Lemmer, Erdogan (57. dos Santos), Veleanu, Limani.
Tore: 1:0 Mawana (9.), 1:1 Lemmer (24.), 2:1 Kılıç (38.), 3:1 Mawana (80.+1). Zuschauer: 100. Schiedsrichter: Fabian Knoll (Kleinottweiler). Bes. Vorkommnisse: Limani verschießt Foulelfmeter (52.).

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