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08.02.2017

Marco Terrazzino: "Weil ich den Fußball liebe"

Marco Terrazzino musste lange zuschauen. Er arbeitete weiter hart und wurde gegen Mainz 05 belohnt - mit einem Tor, einer Vorlage und dem Sprint seines Trainers. Über große Emotionen, gutes Essen, seine Qualitäten als Koch und das anstehende Bundesliga-Spiel in Wolfsburg spricht er mit achtzehn99.de.

Erzähl uns doch noch mal schnell von Samstag?

Marco Terrazzino: Für mich war es ein sehr schönes Erlebnis. Endlich war ich mal wieder im Kader, wurde eingewechselt und konnte dann meinen Teil zu einer guten und turbulenten Schlussphase beitragen. Ein Tor und eine Vorlage beim 4:0-Sieg - das war ein perfekter Tag für mich.

Julian Nagelsmannn kam nach deinem Treffer bis zur Eckfahne gerannt, um dich zu beglückwünschen und nach dem Spiel gab es in der Kabine Beifall von allen. Was bedeutet dir das?

Terrazzino: Alles war extrem emotional, weil einfach vieles in mir hoch kam. Die vergangenen Monate waren nicht einfach für mich. Ich habe trainiert, war aber seit dem ersten Spieltag gegen Leipzig nicht mehr im Kader. Ich hatte Geduld und habe hart gearbeitet, um irgendwann meine Chance zu bekommen. Beim Jubel und in der Kabine hab ich gemerkt, wie sehr sich alle für mich freuen. Dass alle da standen und für mich geklatscht haben, als ich reinkam, war außergewöhnlich. Auch im Lauf dieser Woche war es etwas Besonderes - in der Geschäftsstelle haben sich alle für mich gefreut.

Es war dein zweiter Kurzeinsatz in dieser Saison. Wie hast du dich motiviert, immer weiter an dir zu arbeiten?

Terrazzino: Das gehört zum Beruf des Profifußballers dazu. Es läuft nicht immer alles nach Wunsch. Es war nicht die erste schwierige Phase in meiner Karriere - ich kenne das schon und deshalb wusste ich, wie ich damit umgehen muss. Manchmal ist es schwierig, Vollgas zu geben, aber es ist die einzige Möglichkeit, sich wieder reinzuspielen. Ich habe es geschafft, weil ich den Fußball so sehr liebe. Ich will es unbedingt packen. Deshalb beiße ich mich durch.

Im Winter gab es Angebote zu wechseln. Was hat dich davon überzeugt, bei der TSG zu bleiben?

Terrazzino: Ich hatte immer wieder gute Gespräche mit Julian Nagelsmann und Alexander Rosen. Auch im Winter. Wir waren alle der Meinung, dass ich mich bei der TSG durchsetzen kann. Deshalb wollte ich bleiben. Ich habe den Fokus noch mal erhöht und in jeder Einheit eine Schippe draufgelegt. Julian hat mich ermutigt, an meine Stärken zu glauben und sie einzusetzen - das war sicherlich ein Schlüssel, noch bessere Leistungen abzurufen.

Kürzlich war die Mannschaft im Restaurant deiner Eltern zu Gast. Wie kam es dazu und was gab es zu essen?

Terrazzino: Wir hatten kurz davor einen schönen Abend bei Andrej Kramaric zuhause. Dort haben wir ein bisschen Poker gespielt. Deshalb dachte ich, dass ich so etwas auch mal bei meinen Eltern organisieren kann. Sie waren von der Idee begeistert und so haben wir das an einem Ruhetag umgesetzt. Meine Eltern haben gekocht und im Anschluss haben wir ein bisschen gepokert. Es gab italienische Anitpasti und zum Hauptgang dann sizilianisch zubereitete Hähnchenschenkel mit Kartoffeln. Alle fanden es toll und wir hatten einen super Abend.

Hast du ein Lieblingsgericht und wie steht es um deine Kochkünste?

Terrazzino: Das ist eine schwierige Frage, weil ich viele Sachen sehr gerne esse. Aber am liebsten Pasta von meinem Papa. Er weiß, wie er sie für mich machen muss. Mit ein bisschen Mozzarella, gehackten Zwiebel und schön scharf. Aber das kann ich mir nicht so oft erlauben. Für einen Fußball-Profi ist das nicht ideal. Selbst zubereiten kann ich das so nicht. Nudeln kann ich schon kochen, das kann ja jeder, aber ich muss dann eher eine Fertigsoße nehmen (lacht).

Vom Essen zurück zur Bundesliga. Was erwartest du von der Partie in Wolfsburg am Sonntag?

Terrazzino: Wolfsburg ist sehr schwer einzuschätzen. Sie haben eine sehr hohe Qualität im Kader und sich auch im Winter noch einmal richtig gut verstärkt. Dennoch läuft es diese Saison nicht richtig und es gab schon einen Trainerwechsel. Sie haben sich den Saisonverlauf sicherlich anders vorgestellt. Deshalb glaube ich, dass wir gute Chancen haben, drei Punkte zu holen. Mit diesem Ziel müssen wir die Reise antreten. Es geht darum, dass wir an uns und unsere Stärken glauben.

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