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U23
25.10.2016

Max Waack: Zum Stammspieler gereift

Es läuft gut derzeit für Maximilian Waack. Wer 14 Mal in bislang 15 Regionalliga-Partien in der Startelf stand, kann sich getrost als Stammspieler bezeichnen. Das sah in der vergangenen Saison, seiner ersten im Herrenbereich, verletzungsbedingt noch anders aus. Die Kurve des gebürtigen Ludwigshafeners, der zudem auch schon drei Tore erzielt hat, zeigt eindeutig nach oben.

Mit der Begründung „körperliche Defizite“ wurde Waack nach der B-Jugend beim 1.FC Kaiserslautern ausgemustert. Eine schwierige Zeit für den technisch beschlagenen Mittefelddribbler, der mit der U17 des FCK in der B-Junioren-Bundesliga gespielt hatte. „Mit der C-Jugend haben wir durch ein 1:0 beim FSV Mainz 05 die Regionalliga Südwest gewonnen“, erinnert sich der heute 20-Jährige unter anderem an dieses Alles-oder-nichts-Spiel gerne zurück. Beide Teams waren vor dem letzten Spieltag punktgleich und ungeschlagen – eine spannendere Konstellation kann es nicht geben.

Max Waack wurde am 12. Januar 1996 geboren und wuchs im Ludwigshafener Stadtteil Friesenheim mit zwei jüngeren Schwestern auf. Mit sechs schloss er sich dem VfR Friesenheim an, als E-Jugendlicher wechselte er zum aufstrebenden FSV Oggersheim, dessen erste Mannschaft damals in der drittklassigen Regionalliga spielte. Der FCK wurde schließlich auf ihn aufmerksam, als er in einem Verbandsliga-Spiel der C-Junioren gegen die „Roten Teufel“ einen herrlichen Freistoßtreffer erzielte – und auch darüber hinaus auffiel. Nach viereinhalb Jahren war Schluss.

Von dem Rückschlag der Ausmusterung hat sich Waack nicht beirren lassen und wechselte heimatnah zu den A-Junioren des FC-Astoria Walldorf. „Ich wollte unbedingt in der Bundesliga spielen und zeigen, dass ich es kann“, so Waack, der unter dem ehemaligen TSG-Trainer Thorsten Stoll eine starke Hinrunde 2013/14 spielte und bereits im Oktober eine Offerte aus Hoffenheim für den Sommer 2014 annahm. Von da an ging es wieder bergauf.

Technisch stark und spielintelligent

In Hoffenheim spielte Waack, der gerade die Mittlere Reife abgelegt hatte, nicht in irgendeiner Mannschaft, sondern beim amtierenden Deutschen A-Jugend-Meister. Unter Trainer Julian Nagelsmann eroberte er sich einen Stammplatz und stand regelmäßig in der Startelf. „Ich hatte mich schnell eingelebt und kannte ja die meisten Jungs schon von der Badischen Auswahl.“ Die U19 verteidigte ihren Süddeutschen Meistertitel und selbstverständlich stand Waack auch in beiden Halbfinals gegen RB Leipzig (3:2, 3:2) auf dem Rasen. Unvergessen ist für ihn das Finale gegen den FC Schalke 04 in Wattenscheid. „Wir waren eine Halbzeit lang besser“, so seine nüchterne Erinnerung an die bittere 1:3-Niederlage. Dennoch bezeichnet er dieses Erlebnis als das bislang größte in seiner Laufbahn. Als U18-Spieler hatte DFB-Trainer Christian Ziege den Mittelfeldmann zu einem Lehrgang eingeladen, zu einem Länderspiel-Einsatz kam Waack allerdings nicht.

In der aktuellen Saison ist Max Waack nun durchgestartet. „Er ist technisch stark und spielintelligent“, sagt sein Trainer Marco Wildersinn, der sich vor allem über die gute Entwicklung in den letzten Monaten freut. „Max ist ein wichtiger Spieler in der U23, er muss aber körperlich noch zulegen.“ So ganz lässt Waack diese Thematik also nicht los. „Ich habe hier ordentlich zugelegt und werde weiter im Kraftraum hart arbeiten“, sagt Waack, der lobende Worte Athletiktrainer Markus Zidek findet, der aus ihm einen robusteren Spieler gemacht hat. Dennoch lief es im ersten U23-Jahr unrund. „Die Hinserie war holprig. Ich habe mir gleich zum Saisonauftakt eine Mittelfußprellung zugezogen und hatte dann bei der Qualität im Kader Schwierigkeiten, wieder den Anschluss zu finden. Ich stand nur einmal auf dem Spielberichtsbogen, das hatte ich mir anders vorgestellt.“ Am Ende brachte er es auf acht Einsätze, nur einen davon von Beginn an.

Griechische Wurzeln und Xavi-Bewunderer

Zu seinen Stärken gehören das Passspiel und die Übersicht, „allerdings bin ich eher der ruhige Typ und muss auf dem Platz öfter aus mir rausgehen“, weiß Waack, dessen Großvater aus Piräus stammt, wo auch noch seine Tante lebt. Waack war schon in der griechischen Hafenstadt auf Familienbesuch und drückt bei großen Turnieren neben der DFB-Elf auch „Hellas“ die Daumen. Auf Vereinsebene begeistert er sich für den FC Barcelona und hält es mit Barças ehemaligem Mittelfeldstrategen Xavi, den er bereits als kleiner Junge bewunderte.

Waacks Vertrag läuft am Ende dieser Saison aus. „So lange will ich weiter hier zeigen, was ich kann. Mein Ziel ist es, verletzungsfrei zu bleiben, noch fitter zu werden und mit vielen Einsätzen weiter Selbstvertrauen zu tanken. Ich denke, dass wir uns in der Regionalliga Südwest oben festbeißen können.“ Für ihn persönlich soll es schon noch ein paar Ligen höher gehen. „Das traue ich mir zu und daran arbeite ich. Stillstand ist der erste Rückschritt, ich will immer das Beste geben.“

Hier geht's zum Spielerprofil von Max Waack.

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Dehm | Engelhardt | Szarka | Atik |

Wildersinn Ibertsberger Zidek Krebs | Kieffer Heinlein

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