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CAMPUS
09.08.2016

U19: Der nächste Angriff

2014, 2015, 2016 – drei Mal in Folge wurde die U19 zuletzt Süddeutscher Meister und erreichte das Endspiel um die Deutsche A-Junioren-Meisterschaft. Dass hinter jedem Finaleinzug eine ganze Menge Arbeit steckt, versteht sich von selbst. Um das Projekt „Vierter Finaleinzug in Folge“ anzugehen, hat sich der neue U19-Trainer Domenico Tedesco deshalb mit vollem Einsatz in selbiges gestürzt.

Dass seine Mannschaft auch in dieser Spielzeit das ganz große Ziel anstrebt, daran lässt Tedesco keinen Zweifel: „Unser übergeordnetes Ziel ist es, möglichst verletzungsfrei durch die Saison zu gehen, um die Spieler optimal zu entwickeln. Aber natürlich wollen wir auch oben mitspielen und das Maximale aus der Saison mitnehmen.“ Einfacher als in den vergangenen Jahren wird der Einzug ins Halbfinale und eventuell sogar ins Finale aber sicherlich nicht, denn nachdem zuletzt immer der Süddeutsche Meister und Vize-Meister in die K.o.-Spiele einzogen, reicht in dieser Saison nur noch Platz eins für die Runde der besten Vier.

Trotz der starken Konkurrenz aus München, Stuttgart, Karlsruhe und Mainz traut Tedesco seiner Mannschaft die vierte Süddeutsche A-Junioren-Meisterschaft in Folge zu. „Gerade offensiv sind wir absolut unberechenbar und jederzeit in der Lage, für Torgefahr zu sorgen“, so der Trainer, der zudem die große Disziplin im Team hervorhebt. Für seine Spielidee passen die Fähigkeiten seines Kaders zudem ideal: „Wir wollen schnellstmöglich angreifen und daher möglichst oft vorwärts verteidigen.“

Drei externe Neuzugänge, 17 aus der U17

Ähnlich wie im Vorjahr ist der U19-Kader mit 29 Spielern wieder recht groß. Der Grund: Wie schon 2015 mussten die Verantwortlichen bei der Kaderplanung die Möglichkeit einbeziehen, als Deutscher Meister in der Youth League anzutreten. Bei 29 Spielern und nur elf Start- sowie sieben weiteren Kaderplätzen, bleibt einigen also oft nur die Zuschauerrolle. „Die Spieler, die hinten dran sind, gehen aber gut damit um. Und eines ist auch klar: Die Startelf des ersten Spieltags wird niemals die Startelf des letzten Spieltags sein“, sagt Tedesco.

Personell gab es naturgemäß eine große Fluktuation. 21 Spieler haben die U19 in der Sommerpause verlassen, elf davon rückten ins Profi- bzw. U23-Team der TSG auf – darunter mit Torwart Paul Kruse (U23) und Mittelfeldspieler Dennis Geiger (Profis) auch zwei Akteure, die noch A-Jugend spielen könnten. Aus der U17 kamen 17 Talente neu in die U19, mit den beiden Verteidigern Max Weber (VfB Stuttgart) und Niklas Schaffer (SpVgg Neckarelz) sowie Torwart Stefan Drljaca (SV Elversberg) wurden außerdem drei externe Neuzugänge verpflichtet.

"Skenderovic hat fast immer gegen uns getroffen"

Und dann ist da ja auch noch der neue Trainer. Im Sommer 2015 war Tedesco vom VfB Stuttgart, dessen U17 er zur Deutschen Vizemeisterschaft geführt hatte, in den Kraichgau gekommen. Er trainierte die U16 und besuchte gemeinsam mit Julian Nagelsmann den Fußballlehrer-Lehrgang in Hennef. Eine extreme Doppelbelastung für den TSG-Neuling, die er aber gut hinbekam. So gut, dass er den Kurs als Jahrgangsbester mit der Abschlussnote 1,0 abschloss. Dass die Doppelbelastung nun von ihm abgefallen ist, empfindet der 30-Jährige dennoch als große Befreiung. „Es ist natürlich super, dass ich mich jetzt voll und ganz auf meine Aufgabe bei der TSG konzentrieren und meine ganz Kraft in die Mannschaft stecken kann.“

Seine neuen Spieler kennt der gebürtige Kalabrier zum Teil schon recht gut – allerdings eher von der gegnerischen Seite. Als Trainer des 98er-Jahrgang beim VfB Stuttgart lieferte sich Tedesco in der Saison 2014/15 mit der TSG ein enges Duell um die Süddeutsche U17-Meisterschaft. Noch heute erinnert er sich an die unangenehmen Gegner aus dem Kraichgau: „Meris Skenderović hat damals fast immer gegen uns getroffen. Auch um Theo Politakis und Robin Hack mussten wir uns immer ganz besonders kümmern.“ Am Ende hatte aber doch Tedesco mit dem VfB die Nase vorn. So darf es gerne auch in dieser Saison kommen – dann aber eben mit der TSG.

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