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CAMPUS
15.07.2016

Von freien Räumen und Gegnerbindung

Zum Thema "Angriffstechniken gegen tiefstehende Gegner" haben sich Trainer von zahlreichen Kooperationsvereinen des Anpfiff ins Leben e.V. weiterbilden lassen. Die beiden TSG-Trainer Dominik Drobisch und Carsten Kuhn waren extra dafür nach Walldorf und Mannheim gekommen.

Zahlreiche Trainer aus allen Kooperationsvereinen von „Anpfiff ins Leben“ ließen sich von Drobisch (Bild, Co-Trainer U19) und Kuhn (Cheftrainer U14) in fünf methodisch aufeinander aufbauenden Übungen Grundprinzipien und Mechanismen erklären, mit denen mehr Tore erzielt werden können.

Bei den wenigen Räumen, die es gegen tiefstehende Gegner gibt, sei es wichtig, mit einer Tiefenstaffelung, also versetzten Positionen, die dazu führen, gegnerische Spieler an sich zu binden, zu arbeiten, so die beiden A-Lizenz-Inhaber. „Dadurch, dass der Gegner gebunden ist, ist er darauf angewiesen, sich bewegen zu müssen, was wiederum zu Freiräumen führt“, erklärte Drobisch.

Variable Übungen

Räume schaffen ist also der eine Teil des Schlüssels, der andere ist es, die entstandenen Schnittstellen effektiv zu nutzen. „Ihr müsst eure Spieler schulen und dafür sensibilisieren, was freier Raum überhaupt bedeutet und vor allem, wie sie diesen erkennen können“, so Drobisch. Um einen freien Raum erfolgreich nutzen zu können, bedarf es besonders eines guten Timings − sowohl beim Passgeber als auch bei dem, der in die Schnittstelle startet. Als Trainer sollte man Übungen nicht nur kurz anreißen, sondern den Spielern viele Wiederholungen ermöglichen. Nur dann sei auch ein Entwicklungsprozess sichtbar.

Bereits in der E-Jugend können Tiefenstaffelung und freie Räume ein Trainingsthema sein. „Alle Übungsformen sind variabel anpassbar. Es kann jederzeit an den methodischen Stellschrauben gedreht werden, um eine Übung zu vereinfachen oder zu erschweren − je nachdem, welcher Trainingserfolg angestrebt wird“, erklärte Drobisch. Für die Praxisdemonstrationen stellten sich an den beiden Tagen der Trainerfortbildung die U19-Mannschaften des FC-Astoria Walldorf und des SV Waldhof Mannheim zur Verfügung.

Aufzeichnung mit Analysegerät

Thomas Licht, Trainer der U 16 des Ludwigshafener SC, war einer der Teilnehmer: „Einige Bausteine hatten wir bereits in unserer Trainingsarbeit verankert. Es war dennoch gut, dass wir neue Impulse mitnehmen konnten und vieles wieder in Erinnerung gerufen wurde.“ Student Max Behrens (22) ist seit Oktober 2015 U 12-Trainer beim SV Waldhof und hat seither keine Trainerfortbildung von „Anpfiff ins Leben“ verpasst: „Ich finde es super, dass Trainern hier die Möglichkeit gegeben wird, sich weiterzuentwickeln.“

Aufgezeichnet wurden beide Trainerfortbildungen mit einem Spielaufzeichnungs- und Trainingsvideoanalysegerät, das die Sparkasse Heidelberg finanziert hatte.

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