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CAMPUS
18.05.2016

Halbfinal-Aus für Amade und deutsche U17

Der U17-Auswahl des DFB bleibt das Finale bei der Europameisterschaft in Aserbaidschan verwehrt. Im Halbfinale gegen Spanien unterlagen die deutschen Junioren mit 1:2 (1:0). TSG-Verteidiger Alfons Amade spielte wieder über die volle Distanz, konnte die Niederlage aber auch nicht verhindern.

Ein hochklassiges und spannendes Spiel bekamen die 350 Zuschauer in der Dalğa Arena in Baku zu sehen. Die erste halbe Stunde gehörte dem deutschen Team, bei dem Amade erneut als Rechtsverteidiger auflief. Bereits in der 11. Minute wurde der anfängliche Offensivdrang der DFB-Junioren belohnt. Eine Hereingabe des Leverkuseners Kai Havertz landete im Zentrum beim Leipziger Torjäger Renat Dadashov, der keine Mühe hatte, den Ball über die Linie zu bringen.

In der Folge verstärkten die Spanier ihre Offensivbemühungen, doch so richtig gefährlich wurde es nur vereinzelt. Stattdessen hätten die Deutschen durchaus auf 2:0 erhöhen können. So verpasste Havertz eine Flanke von Amade im Zentrum nur ganz knapp (20.).

Mit der 1:0-Führung gingen die deutschen Talente auch in die zweiten 40 Minuten, doch der Druck der Spanier nahm nun immer mehr zu. In der 56. Minute waren sie dem Ausgleich ganz nah, doch nachdem Mika Hanraths Handspiel im Strafraum geahndet wurde, setzte Jordi Mboula vom FC Barcelona den folgenden Strafstoß an den Pfosten.

Schönweitz betont positive Aspekte

Acht Minuten später erzielte Abel Ruiz, der ebenfalls in der Jugend des FC Barcelona spielt, dann aber doch den Ausgleich, und zwei Minuten vor Schluss traf Brahim Diaz von Manchester City per Nachschuss nach einer Parade des deutschen Keepers Jan-Christoph Bartels zum 2:1. Bartels sah in der Nachspielzeit wegen einer Notbremse noch die Rote Karte, und es blieb beim knappen Sieg der Iberer. Bei aller Enttäuschung gab sich Amade als fairer Verlierer: „Spanien hat vor allem wegen der zweiten Halbzeit verdient gewonnen.“

Bundestrainer Meikel Schönweitz zeigte sich enttäuscht über das Aus, honorierte jedoch gleichzeitig die Leistung des Gegners: „Letztlich müssen wir akzeptieren, dass der Gegner in der zweiten Halbzeit einfach den Tick stärker war." Trotzdem wollte Schönweitz, dass die positiven Aspekte überwiegen: „Die Jungs haben eine überzeugende EM gespielt und ganz wichtige Erfahrungen für ihre weitere Laufbahn gesammelt. Jetzt herrscht natürlich erst einmal eine Enttäuschung, aber das Turnier hat dennoch gezeigt, dass wir in diesem Jahrgang tolle Spieler haben, die ihren Weg weiter gehen werden."

 

Deutschland – Spanien 1:2 (1:0)
Deutschland: Bartels – Amade, Baack, Hanraths, Beste (80.+5 Grill) – Maier (59. Baxmann), Akkaynak, Otto (69. Schreck), G.-L. Itter – Havertz, Dadashov.
Spanien: Peña – Robles, Brandariz, Subias, Zabarte (47. Martín) – Morlanes, Busquets, Mboula, Diaz (80. Lozano), Garcia – Ruiz (80.+3 Aliaga).
Tore: 1:0 Dadashov (11.), 1:1 Ruiz (64.), 1:2 Diaz (78.). Zuschauer: 350. Schiedsrichter: Bartosz Frankowski (Polen). Karten: Rot für Bartels (80.+4); Gelb für Beste, Bartels / Robles. Bes. Vorkommnis: Mboula (Spanien) verschießt Handelfmeter (56.).

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