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01.04.2016

Nagelsmann vor Köln: "Bereit sein, zu schuften"

Die Bundesliga-Pause ist Geschichte, die Liga startet in den Endspurt. Am 28. Spieltag empfängt die TSG den 1. FC Köln in Sinsheim. achtzehn99.de blickt mit Julian Nagelsmann auf das Duell am Sonntag voraus.

Julian Nagelsmann über ...

... den Gegner.

Köln ist sehr auswärtsstark und steht in der Defensive enorm stabil. Es ist nicht einfach, sich Chancen gegen diese Mannschaft zu erspielen. Das wird aber unsere Aufgabe sein. Wir brauchen Chancen, wir müssen sie nutzen, wir müssen Tore machen. Zu Anthony Modeste werde ich den Spielern nichts Besonderes sagen. Wir sind gut beraten, uns vor allem auf unsere Stärken zu konzentrieren.

... das Personal.

Pirmin Schwegler wird uns weiterhin fehlen. Er hat immer noch Knieprobleme und ist im Aufbautraining. Es gibt derzeit keinen konkreten Zeitplan für seine Rückkehr ins Teamtraining. Wir geben ihm alle Zeit, die er braucht, um wieder fit zu werden. Es ist aber keine ganz große Sache. Es wird nicht ewig dauern. Tarik Elyounoussi hat in dieser Woche wieder mit der Mannschaft trainiert - ob es für Sonntag schon reicht, müssen wir aber noch abwarten. Die Nationalspieler sehe ich am Freitagmittag wieder auf dem Platz. Sie sind alle gesund von ihren Teams zurückgekehrt.

... die sportliche Situation I.

Manchmal fällt die Spannung in einer Woche ohne Punktspiel etwas ab und die Qualität im Training leidet, aber das konnte ich überhaupt nicht feststellen. Die Jungs waren mit vollem Engagement im Training und die Intensität hat während der gesamten Zeit gestimmt. Damit war ich sehr zufrieden.

... die sportliche Situation II.

Das erste Spiel nach der Pause ist nicht so einfach. Wir müssen bereit sein, zu schuften, um wieder in unseren Rhythmus zu finden. Die Mannschaft ist mental gut drauf, weil wir zuletzt gut gespielt und gepunktet haben. Das merkt man und das müssen wir in die Partie am Sonntag mitnehmen. Was ich deutlich wahrnehme, sind Spaß und Freude an der Arbeit bei allen - das ist sehr positiv. So ist die Arbeit produktiver.

... die sportliche Situation III.

Ich habe bei der DFL schon einen Antrag gestellt, dass sie die Nagelsmann-Tabelle übernehmen, aber das wurde abgelehnt (lacht). Platz 16 war ein Zwischenziel, mehr nicht. Wir müssen weiter punkten. Dafür müssen wir Vollgas geben. Nur, wenn wir gewinnen, können wir andere Teams überholen. Darauf liegt der gesamte Fokus. Ich bin guter Dinge, dass uns das am Sonntag gelingen kann.

Die bisherigen Duelle:

Die Bilanz zwischen TSG und FC ist fast ausgeglichen. In der Bundesliga begegneten sich beide Mannschaften bisher elf Mal auf dem Rasen - vier Mal siegten die Kölner, vier Mal trennten sich die Teams unentschieden, drei Mal siegte "Hoffe". Mit einem Sieg am Sonntag kann die TSG die Bilanz also ausgleichen. Das Torverhältnis spricht ohnehin schon knapp für "Hoffe" - 17:15.

Die Form des Gegners:

Der FC belegt in der Rückrundentabelle Platz 16, holte lediglich neun Punkte, besiegte nur Hannover und Frankfurt. In der Tabelle macht sich das noch nicht bemerkbar - Köln schloss die Hinrunde auf Rang neun ab und steht dort auch vor dem 28. Spieltag. Der Vorsprung auf Relegationsplatz 16 schmolz aber - von neun auf sechs Punkte. Die Ausgangsposition unterm Dom ist immer noch gut, aber ein Ruhepolster haben sich Peter Stöger und seine Spieler nicht erarbeitet.

Das Schlüsselduell:

Köln agiert mit Köpfchen - das muss die TSG unterbinden. 371 Flanken schlug der FC im Saisonverlauf - 30,5 Prozent davon kamen an. Das bedeutet Rang zwei in der Liga hinter Wolfsburg (30,6 %). Aus den Flanken entstanden neun Kopfballtore - Rang zwei in der Liga hinter Darmstadt 98. Und auch im Angriff sollte "Hoffe" den Ball flach halten. Denn die Kölner gewinnen knapp 51 Prozent ihrer Zweikämpfe in der Luft.

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