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FRAUEN
15.04.2016

Jürgen Ehrmann: „Wir haben nichts zu verlieren“

Nach dreiwöchiger Spielpause wartet auf die TSG Hoffenheim am Sonntag nicht gerade ein dankbarer Gegner, um zurück in den Spielrhythmus zu finden. Gegen den 1. FFC Turbine Potsdam konnte die TSG in der Vergangenheit noch nie punkten. Mit 21 Zählern sind beide Teams punktgleich im unteren Tabellenmittelfeld zu finden. Trainer Jürgen Ehrmann erwartet eine enge Partie, in der vor allem einfache Fehler vermieden werden sollen.

Trainer Jürgen Ehrmann über…

…den Gegner:

Der 1. FFC Turbine Potsdam ist eine der besten Mannschaften der Liga, wenngleich sie eine eher schlechte Saison erwischt haben. Doch das Ziel der Potsdamerinnen ist immer noch gesetzt: ein Platz unter den ersten Fünf. Ihre Stärken liegen definitiv im athletischen Bereich, zudem können sie guten Druck in der Offensive entwickeln. Unter den Turbinen sind eine Reihe starker Spielerinnen zu finden, da ist es nicht möglich, sich auf einzelne zu konzentrieren. Die Voraussetzungen sind klar. Wir haben in Potsdam noch keinen Punkt geholt. Der FFC genießt den Heimvorteil, zuhause sind sie immer nochmals einen Tick stärker. Doch wir dürfen keine Angst haben, schließlich haben wir in Potsdam nichts zu verlieren.

…das Personal:

Erst seit Donnerstag sind alle Spielerinnen, die mit den Nationalteams unterwegs waren, wieder zusammen. Somit bleibt nur kurz Zeit, mit der gesamten Mannschaft zu trainieren. Das wird jedoch Potsdam genauso gehen. Anne Fühner hat sich im Training eine Verletzung des Trommelfells zugezogen und wird ausfallen. Fraglich ist zudem der Einsatz von Tamar Dongus, die nach ihrer Augenverletzung noch nicht bei 100 Prozent ist. Die Nationalspielerinnen sind gesund zurückgekehrt.

…die sportliche Situation:

Wir überlegen uns einen Plan, wie wir gegen Potsdam antreten wollen. Wir werden in jedem Fall versuchen, keine Fehler zu machen. Das ist das, was uns nun schon des Öfteren auf die Verliererstraße gebracht hat. Wenn wir erstmal hinten liegen, gibt es gegen Mannschaften wie Turbine Potsdam Probleme. Wir dürfen sie nicht spielen lassen und müssen hochkonzentriert sein. Wir schauen nicht so sehr auf die Tabelle, für uns ist es wichtig, ganz unten weg zu sein. Jetzt am Ende der Runde geht es auch darum, wie wir spielen und wie sich die einzelnen Spielerinnen präsentieren. Das System, in dem jede ihre Aufgabe erledigen muss, soll funktionieren. Unsere Stärke liegt sicherlich in der Geschlossenheit.

Die bisherigen Duelle:

Der Blick auf die bisherigen Aufeinandertreffen ist alles andere als erfreulich. Sechs Duelle – null Punkte für die TSG. Insbesondere die letzten beiden Spiele, die Begegnungen im Pokal und der Liga im November, entschied der 1. FFC Turbine Potsdam deutlich für sich. Dabei gelang der TSG nicht einmal ein Tor. Doch mit dieser negativen Bilanz ist die Chance hoch, sie am Wochenende zumindest ein wenig zu verbessern.

Die Form des Gegners:

Der 1. FFC Turbine Potsdam fand sich in den letzten Jahren stets auf den vorderen Plätzen der Frauen-Bundesliga wieder. In dieser Saison dürfte der Sprung nach oben noch ein schwieriges Unterfangen werden. Mit 21 Zählern (punktgleich mit der TSG) ist Potsdam Tabellenachter. Im letzten Spiel trennte sich das Team von Trainer Bernd Schröder mit 1:1 von der SGS Essen, davor gewannen die Turbinen mit 6:0 gegen Bayer 04 Leverkusen. 

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