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01.12.2015

Kevin Kuranyi und das "S-KK-22"-Versprechen

Alles hat mit der Suche nach einem Auto-Kennzeichen begonnen – und endete nun mit einer Spende für ein soziales Projekt. Kevin Kurányi übergab dem Schlupfwinkel in Stuttgart einen Scheck über 10.000 Euro.

Im Kraichgau und seinem Wohnort Heidelberg fühlt sich Kevin Kurányi längst pudelwohl. Aber ab und an schaut der TSG-Stürmer auch noch in seiner alten Heimat Stuttgart vorbei. Diesmal im Dienste der guten Sache. Der TSG-Stürmer übergab dem Schlupfwinkel einen Scheck über 10.000 Euro. Der Schlupfwinkel ist seit 1993 eine Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche, die auf der Straße leben.

Auf das soziale Projekt wurde Kevin im Sommer bei der Suche nach seinem Lieblingskennzeichen aufmerksam. Kevin Kuranyi und die 22 – das gehört einfach zusammen. Auf dem Fußballtrikot wie auf dem Nummernschild. Sein früheres Autokennzeichen "S-KK 22" war bei seiner Rückkehr aus Moskau nach Deutschland vergeben. Doch Kevin lernte die neue Halterin Julia Klumpp kennen, die ihm vom Schlupfwinkel und ihrem Spendenwunsch erzählte. Der TSG-Stürmer war vom gemeinnützigen Verein sofort begeistert und sagte spontan eine 10.000-Euro-Spende zu, die er am Montag persönlich übergab.

Es geht um ein bisschen Hilfe

"Ich habe in meiner Zeit in Panama und Brasilien viele Kinder gesehen, die auf der Straße leben, kein Zuhause haben und sich über eine warme Mahlzeit freuen“ sagt Kevin, "dass es so etwas auch in Deutschland gibt, ist unglaublich, aber eben auch wahr. Deshalb helfe ich auch hier gerne."

Also schaute er persönlich beim Schlupfwinkel vorbei. Hier finden jeden Tag um die 20 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 14 und 21 Jahren einen Zufluchtsort. "Für sie sind wir häufig die einzige Anlaufstelle, bei der die Jugendlichen auch mal verschnaufen können, zur Ruhe kommen und jemanden zum reden haben“, sagt Katharina Ludwig vom Schlupfwinkel. Die Mädchen und Jungs kommen häufig über einen langen Zeitraum und werden individuell betreut. Um dies zu leisten, ist der Verein (auch) auf Spenden angewiesen. Kevin hofft, dass sich eine Menge Nachahmer finden, die es ihm gleichtun: "Gerade jetzt in der Weihnachtszeit. Es geht nicht um die Summe, sondern für jeden darum, ein bisschen zu helfen."

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