Alle Ergebnisse
PROFIS
18.11.2015

Kevin Kurányi: "Erwarte Tore von mir"

Im Interview mit achtzehn99.de spricht Kevin Kurányi über die seit dem Köln-Spiel vergangenen Tage, Training in der Bundesliga-Pause, die Partie bei der Hertha und Erwartungen.

Kevin, wie konntet ihr die Bundesliga-Pause trotz reduziertem Kader nutzen?

Kevin Kurányi: Es waren in der Tat viele Spieler mit ihren Nationalmannschaften unterwegs. Das geht aber inzwischen allen Bundesliga-Klubs so. Diejenigen, die wie ich hier waren, haben sehr hart trainiert. Wir haben in den täglichen Einheiten noch mal eine Schippe draufgelegt und an Dingen gearbeitet, die uns zuletzt gefehlt haben. Huub Stevens hat mit dem Trainerteam sehr klar analysiert und das Training nach diesen Erkenntnissen ausgerichtet. Die U23 hat immer wieder mittrainiert, um auch große Spielformen zu ermöglichen. Ich denke, davon haben beide Seiten profitiert - wir, weil auch das Spiel auf dem ganzen Feld möglich war und die jungen Spieler, weil sie dabei sein und von einem Trainer wie Huub Stevens lernen konnten.

Woran habt ihr genau gearbeitet?

Kurányi: Im Zentrum der Einheiten auf dem Platz stand immer wieder unser Passspiel. Abseits des Platzes haben wir viel an unserem körperlichen Zustand gearbeitet. Ich bin zuversichtlich, dass wir schon gegen die Hertha vieles von dem zeigen können, was wir trainiert haben. Am Dienstag hatten wir das härteste Training seit ich bei der TSG bin - davon werden wir alle profitieren.

Nach dem Spiel gegen die Eintracht sagte Huub Stevens, dass Tore schießen das Schwierigste im Fußball sei. Gibst du ihm da Recht?

Kurányi: Absolut. Es ist immer schwer, ein Tor zu erzielen. Aktuell ist es bei uns noch ein bisschen schwieriger - das ist unserer Situation und dem Tabellenplatz geschuldet. Auch das war ein Schwerpunkt im Training - wir müssen uns mehr Chancen herausspielen.

Was fehlt aktuell noch im Spiel nach vorne?

Kurányi: Wir funktionieren in der Offensive zu selten als Einheit, die Bewegungen der einzelnen Spieler passen nicht zueinander. Deshalb schaffen wir es nicht, Freiräume für unsere Mitspieler auf dem Feld zu reißen.

Was würde dir persönlich dein 112. Bundesliga-Tor bedeuten?

Kurányi: Sehr viel. Die Fans erwarten von mir, dass ich für die TSG treffe. Und ich selbst erwarte das auch von mir. Es fehlt nicht viel. Das nötige Glück im Abschluss muss ich mir erarbeiten. Aber ich fühle mich gut und ich grüble auch nicht zu viel: Es gibt als Stürmer immer wieder Phasen, in denen es vor dem Tor nicht so läuft wie man sich das vorstellt.

Der nächste Gegner - die Hertha - steht auf Platz 4. Was erwartet euch in Berlin?

Kurányi: Ein sehr schweres Spiel. Berlin spielt zuhause, spielt oben mit, sie sind gut drauf. Wir müssen eine Top-Leistung zeigen, um dort punkten zu können. Sie haben unter Pal Dardai schon zum Ende der vergangenen Saison einen Aufwärtstrend gehabt, deshalb habe ich sie im Mittelfeld der Tabelle erwartet. Dass es aktuell so weit nach oben geht, überrascht mich etwas. Aber sie haben eine gute, funktionierende und ausgewogene Mannschaft mit Spielern wie Salomon Kalou, der das Besondere liefert.

Wie sind die Berliner trotz des aktuellen Laufs zu knacken?

Kurányi: Wir dürfen nach hinten nicht so viel zulassen und müssen vorne mal ein oder zwei Tore machen - so einfach ist das. Dafür muss jeder auf dem Platz alles tun. Jetzt, da die Nationalspieler alle wieder da sind, schauen wir uns die Hertha mit all ihren Stärken und Schwächen an. Dann ziehen wir unsere Schlüsse und legen uns eine Taktik zurecht.

Zum Spielerprofil von Kevin Kurányi >>

Daten & Fakten zum Spiel »

Jetzt Downloaden!
Seite Drucken nach oben