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CAMPUS
03.10.2015

U19 hält sich den VfB vom Leib

Die A-Junioren haben sich nur eine Woche nach dem Ende ihrer beeindruckenden Siegesserie gut erholt gezeigt und trotz vieler personeller Ausfälle den VfB Stuttgart mit 2:1 (1:0) bezwungen. Im „Vorspiel“ der gleichnamigen Herren-Bundesliga-Partie erzielten Stefan Posch und Meris Skenderović die Tore für die Elf von Trainer Julian Nagelsmann.

Vor elf Monaten, am 1. November 2014, kassierte die U19 gegen den VfB Stuttgart ihre bislang letzte Heimniederlage. Am Samstag verbuchte die Nagelsmann-Elf im Dietmar-Hopp-Stadion den zehnten Heim-Dreier in Serie und bleibt somit dem enteilten Spitzenreiter der Bundesliga Süd/Südwest, dem TSV 1860 München, auf den Fersen. Die Löwen ziehen erst am Sonntag gegen Fürth nach.

Die Hoffenheimer starteten stark in die Partie und müssen sich lediglich vorwerfen lassen, zur Pause nur 1:0 geführt zu haben. TSG-Schlussmann Gregor Kobel wurde im ersten Durchgang nicht einmal ernsthaft geprüft. Das lag nicht nur daran, dass die von Kapitän Simon Lorenz organisierte Defensive sicher stand, sondern dass der VfB zu sehr damit beschäftigt war, die Angriffswelle der Hausherren in den Griff zu kriegen und überhaupt nicht zu eigenen Aktionen kam.

Schon nach drei Minuten hätte die TSG in Führung gehen können, als Skenderović nach einem Zuckerpass von Dennis Geiger VfB-Keeper Philipp Köhn bereits umspielt hatte und der herbeigrätschende Max Weber den Einschuss verhinderte, kurz darauf verzog Matthias Stüber aus linker Position knapp. Es ging so weiter: Posch köpfte nach Geiger-Ecke den Torwart an (4.), Çevik vergab nach Johannes Benders Pass freistehend (13.), Robert Janickis strammer Schuss von der Strafraumgrenze wurde von Köhn stark zur Ecke pariert (14.). Und die brachte die verdiente Führung: Geigers Hereingabe an den langen Pfosten nickte Posch zum 1:0 ein.

Keeper Kobel verletzt raus

„Die erste Halbzeit war sehr gut“, so Nagelsmann im Rückblick. „Die Jungs haben sich eine Vielzahl an Chancen erspielt und haben super verteidigt. Leider haben wir zu wenig daraus gemacht und es musste ein Standard herhalten, damit wir zur Pause führen.“ Adrian Beck mit einem Drehschuss (21.), Skenderović, der nur den Außenpfosten traf (25.), und Geiger, der nach schöner Kombination über Stüber und Janicki keinen Druck hinter den Ball bekam (34.), hätten das Resultat freundlicher gestalten können. Gegen Ende der ersten 45 Minuten zollten die Hoffenheimer ihrem hohen Aufwand etwas Tribut.

Nach dem Wiederanpfiff gab die U19 zunächst weiter Gas, doch im Anschluss verlagerte sich das Geschehen nach und nach in die Hoffenheimer Hälfte. „Der VfB war im zweiten Abschnitt dominanter, aber die klareren Chancen waren auf unserer Seite“, sagte Nagelsmann. Keine richtige Chance, aber trotzdem schön gemacht: Das 2:0 durch Skenderović, der mit einem Flachschuss aus 16 Metern Köhn überraschte (73.).

Es schien der K.o.-Schlag für die Stuttgarter zu sein, die eine Minute zuvor durch Jan Ferdinand noch die große Ausgleichschance hatten. Doch Torhüter Paul Kruse – nach einer knappen Stunde für Kobel, der einen Schlag auf die Schulter bekommen hatte, eingewechselt – behielt im Eins gegen Eins die Nerven. Sechs Minuten nach der vermeintlichen Entscheidung markierte Berkay Özcan allerdings per Distanzschuss den Anschlusstreffer und sorgte dafür, dass es bis zum Ende spannend blieb.

„Die drei Punkte gehen in Ordnung, weil wir defensiv eine starke Leistung gezeigt haben“, war Nagelsmann mit dem Auftritt seiner Elf zufrieden. Vor den Sonntagspielen beträgt der Vorsprung auf Platz drei und den VfB Stuttgart bereits stolze acht Zähler.

TSG 1899 Hoffenheim – VfB Stuttgart 2:1 (1:0)
Hoffenheim: Kobel (57. Kruse) – Kölmel, Geiger, Lorenz, Stüber, Beck, Janicki, Posch (74. Hoffmann), Bender, Skenderović (78. Wähling), Çevik (67. Galstyan).
Stuttgart: Köhn – Baloglu (46. Spanoudakis), Weber (89. Kunz), dos Santos (78. Groiß), Schlimgen, Ramaj (69. Juric), Collinge, Gmeiner, Özcan, Ferdinand, Uygun.
Tore: 1:0 Posch (14.), 2:0 Skenderović (73.), 2:1 Özcan (79.). Zuschauer: 350. Schiedsrichter: Markus Meier (Lohmar). Karten: Gelb für Bender, Skenderović.

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