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02.10.2015

Kalender "Mannheimer Sportstipendium" erschienen

Es ist ein in Deutschland einzigartiges Projekt. Nur an der Universität Mannheim werden Spitzensportler durch private Mittel gefördert. Sie können ein Sportstipendium erhalten. Auch Hoffenheimer Fußballerinnen wie Lena Weiss und Johanna Kaiser kommen in den Genuss dieser Förderung. Der soeben erschienene Kalender „Mannheim Top Athletes“ soll das Projekt noch bekannter machen.

Spitzensport und Studium miteinander zu vereinbaren, das ist nicht leicht. Die Anforderungen werden immer höher, sowohl im Studium als auch im Wettkampf. Die Konkurrenz schläft schließlich nicht. Manche Sportarten sind so trainingsintensiv, dass den Athleten zu wenig Zeit bleibt, um sich auf Klausuren oder Prüfungen vorzubereiten. „Wir erwarten in Deutschland mehr Medaillen bei Olympischen Spielen, aber wir tun noch zu wenig für die Ausbildung der Sportler“, sagt Sarah Seidl, Koordinatorin und Ansprechpartnerin für die Studierenden an der Uni Mannheim in Sachen Sportstipendium.

Seit 2009 gibt es das „Mannheimer Sportstipendium“. Möglich ist dies durch die private Initiative der Unternehmerfamilie um Klaus Greinert. Der zweimalige Olympiateilnehmer im Hockey unterstützt nicht nur den Hockeysport in der Quadratestadt, sondern auch den akademischen Nachwuchs in anderen Sportarten. Vor rund zehn Jahren sprach Greinert den damaligen Rektor der Universität, Prof. Arndt, an. Von Seiten der Universitäten war eine finanzielle Unterstützung nicht möglich. „Die Sportler sind als Zielgruppe zu klein, und ein Universitätsrektor interessiert sich selbstverständlich zunächst einmal für gute Forschung und Lehre und weniger dafür, ob die Adler deutscher Meister sind“, erklärt Sarah Seidl. Umso mehr profitieren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Stipendienprogramm von der privaten Finanzierung. Eine ganze Reihe weiterer Unternehmen sind mittlerweile im Boot und Seidl bemüht sich kontinuierlich, noch mehr Unternehmen zu finden, die eine monatliche Unterstützung leisten möchten.

Riesige Erleichterung für die Studierenden

Alle Stipendiaten erhalten eine monatliche Förderung von 100 Euro, die zunächst auf drei Semester ausgelegt ist. Stimmen Studien- und/oder sportliche Leistungen, kann ein Verlängerungsantrag gestellt werden. Darüber hinaus unterstützt das Programm die Stipendiaten in ihrem Studienalltag, zum Beispiel durch die Finanzierung individueller Tutorien. Koordinatorin Sarah Seidl  vermittelt, wenn Prüfungs- und Wettkampftermine einmal miteinander in Konflikt stehen.

„Für die Studierenden ist es eine riesige Erleichterung, dass sie sich mit allen Fragen an mich wenden können“, sagt Steidl. Das Land hat festgelegt, dass ein Prozent der Studienplätze in Baden-Württemberg an Leistungssportler vergeben werden. Die Bewerber für das Sportstipendium werden anhand einer Rangliste für die Studienplätze ausgewählt. Dabei zählen nicht nur die Abiturnote, sondern auch die sportlichen Erfolge. So stehen die Sportlerinnen und Sportler in erster Linie mit anderen Sportlern in Konkurrenz, nicht mit Einser-Abiturienten, die keinen Leistungssport betreiben und viel Zeit zum Lernen haben. Im aktuellen Jahrgang sind beispielsweise Sprinterin Alexandra Burghardt, Eishockeyspieler Kevin Maginot oder Ringerin Luisa Springmann dabei, in früheren Jahrgängen u. a. Weitspringerin Malaika Mihambo und Eiskunstläuferin Nathalie Weinzierl.

Lena Weiss und Johanna Kaiser bekommen Stipendium

Von der TSG 1899 Hoffenheim sind Lena Weiss und Johanna Kaiser ausgewählt worden. Auch Maike Trach, die jetzt ein Auslandssemester in San Diego macht. Dóra Zeller und Tabea Waßmuth werden mit Tutorien unterstützt.  Weiss und Trach waren auch beim Foto-Shooting für den Kalender „Mannheim Top Athletes“ des bekannten Sportfotografen Matthias Hangst dabei. Die spektakulären Fotos der Athleten aus verschiedensten Sportarten machen den Kalender zu einem enorm attraktiven Produkt. Seit 12. September ist der Kalender zum Preis von 24,99 Euro erhältlich. Verkauft wird er im Kaufhaus „Engelhorn sports“, bei Thalia, im Campusshop der Universität (auch online unter www.campusshop.uni-mannheim.de), im EO-Café, im Schlossmuseum und im Welcome Center der Stadt Mannheim auf dem Bahnhofsvorplatz. Der Erlös kommt in vollem Umfang dem Projekt „Mannheimer Sportstipendium“ zu Gute.

Die TSG unterstützt den Verkauf des Kalenders. Erstmals wird er beim Bundesliga-Heimspiel am 4. Oktober gegen Bayer Leverkusen im Dietmar-Hopp-Stadion erhältlich sein.  

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