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30.09.2015

Ermin Bicakcic: "Der VfB wurde nicht hergespielt"

Der bosnische Innenverteidiger in Diensten der TSG spricht mit achtzehn99.de über das Gefühl nach dem Sieg in Augsburg, das Oktoberfest und das Duell mit dem VfB Stuttgart am kommenden Samstag, 15.30 Uhr in der WIRSOL Rhein-Neckar-Arena.


Hallo, Ermin. Wie groß war die Befreiung am Samstag in Augsburg beim Abpfiff?

Ermin Bicakcic: Wir hatten schon gegen Dortmund eine ordentliche Leistung gezeigt. Dennoch war uns allen klar, dass wir uns weiter steigern müssen. Da ging es nicht so sehr um das spielerische Element; das Mentale war viel wichtiger. Wir haben gegen den BVB im Vergleich zu den Spielen zuvor schon eine Reaktion gezeigt und diesen Schwung dann nach Augsburg mitgenommen. Das Spiel war hart umkämpft, wir hatten das nötige Quäntchen Glück und haben uns die drei Punkte letztlich verdient. Die Erleichterung nach Abpfiff war groß. Ich bin mir sicher, dass jedem im Team der ein oder andere Stein vom Herzen gefallen ist. Wir sind extrem froh über den ersten "Dreier".

Wie war die Stimmung in der Kabine?

Bicakcic: Das kann sich ja jeder vorstellen - die Stimmung war ausgelassen. Alle waren glücklich und müde. Es war ein richtiger Fight. Jeder im Team war vom Saisonstart getroffen, deshalb haben wir uns extrem gefreut.

Vier Punkte aus zwei schwierigen Spielen. Ist die Wende schon geschafft?

Bicakcic: Wende ist ein großes Wort. Wir können nicht davon ausgehen, dass es ab sofort nur noch bergauf geht. Fußball ist ein Tagesgeschäft - der Sieg gegen Augsburg ist Vergangenheit. Das interessiert schon am kommenden Wochenende keinen mehr. Wir hatten eine schwierige Phase und haben jetzt gepunktet. Nicht mehr, nicht weniger. Jetzt müssen wir uns weiter verbessern und unser Spiel auf den Platz bringen. Es liegt immer noch ein harter, langer Weg vor uns. Vor allem für unsere Köpfe waren die beiden vergangenen Partien aber enorm wichtig.

Ein Teil der Mannschaft war am Sonntag auf dem Oktoberfest. Du auch oder gehst du als Schwabe lieber auf den Wasen?

Bicakcic: Klar war ich auch dort. Fast die gesamte Mannschaft war da, wir hatten am Tag vorher gewonnen - das hat einfach gepasst und tut uns als Mannschaft gut. Wir verstehen uns abseits des Platzes super und es macht Spaß, etwas mit den Jungs zu unternehmen. Ich habe natürlich auch eine Verbindung zum Wasen; damit bin ich quasi aufgewachsen. Aber vergleichen kann man das nicht zwingend - das Oktoberfest ist einfach noch viel größer.

Aus dem Schwäbischen kommt auch der nächste Gegner - der VfB. Hat dich der Stuttgarter Saisonstart überrascht? Immerhin gab es in der Vorbereitung zum Beispiel ein 4:2 gegen Manchester City...

Bicakcic: Ich schiele immer mit einem Auge zum VfB, aber auf dem Platz spielt das am Samstag keine Rolle. Da will ich mit der TSG gewinnen. Ich denke, der VfB hat einen Umbruch hinter sich. Sie wollen nach vielen Wechseln Ruhe in den Klub bringen. Das hat bisher nicht so geklappt. Obwohl sie teilweise gut gespielt haben. Das Team wurde nicht "hergespielt". Sie haben zu wenige Punkte auf dem Konto und sind gerade deshalb extrem gefährlich. Vor allem in der Offensive hat der VfB eine enorme Qualität. Deshalb müssen wir hellwach sein.

Was erwartest du vom baden-württembergischen Duell und mit welchem Ziel gehst du in die Partie?

Bicakcic: Wir wollen immer das Optimum holen - das sind drei Punkte. Wir geben alles für den ersten Sieg vor unserem Publikum.

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