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FRAUEN
15.08.2015

Trainingslager: Flaggen klauen und die Schnittstelle suchen

Trainingslager gehören nicht unbedingt zu den Lieblingsbeschäftigungen von Hochleistungssportlern. Die Belastungen in kurzer Zeit sind sehr kurz, schwere Beine vorprogrammiert. Umso wichtiger ist es, dass die Trainer es schaffen, ihre Schützlinge mit viel Abwechslung bei Laune zu halten. Beim Trainingslager der TSG-Frauen in Bad Bertrich schaffen Cheftrainer Jürgen Ehrmann und sein Mitarbeiterstab dies vortrefflich.

Als Ehrmann am Samstagmorgen um halb zehn, dem dritten Tag des Trainingslagers, zur nächsten Einheit bat, war eine gewisse Müdigkeit bei den Spielerinnen nicht zu leugnen. Das Testspiel gegen Leverkusen am Abend zuvor (1:1) steckte in den Knochen. Athletiktrainer Manuel Ruep begann mit einem leichten Aufwärmprogramm und sorgte dann mit einer Anleihe beim Flag Football für viel Spaß und gute Laune. „Flaggen klauen“ war angesagt, die Spielerinnen mussten erst einer zugeteilten Partnerin, dann allen gemeinsam die gelben Flaggen abnehmen. Es wurde viel gelacht, „wenigstens sind sie jetzt wach“, meinte Ralf Zwanziger, der vom Spielfeldrand aus zuschaute.

Wie hebelt man eine Abwehr aus?

Dann wurde es aber wieder Ernst. Den Trainern hatte das Offensivspiel gegen Leverkusen nicht gefallen. Schwerpunkt des Trainings an diesem Vormittag das „Passspiel im letzten Angriffsdrittel“ oder wie Co-Trainer Jürgen Grimm immer zu sagen pflegt, „der Pass in die Schnittstelle einer Abwehr. Grimm und der zweite Co-Trainer Gabor Gallai wiesen die Spielerinnen immer wieder auf jeden noch so kleinen Fehler hin und zeigten anhand vieler Beispiele, wie man eine Abwehr aushebeln kann. Dann gab es ein Spiel Elf gegen Elf, bei dem es keinen Sieger gab und anschließend noch Torschusstraining.

Am Nachmittag konnten es die Spielerinnen etwas ruhiger angehen lassen, ehe Sportpsychologin Birgit Prinz zu einem „Teamevent“ rief. Gemeinsam mit den Trainern hatte sie sich einen abwechslungsreichen Parcours durch Bad Bertrich ausgedacht, bei dem es galt, gemeinsam Aufgaben zu lösen. Wer manchen Hinweis nicht richtig verstand, lief zu viel. Gesangesdarbietungen, Pantomime, Pyramiden und Papierflieger bauen und Geschicklichkeitsaufgaben forderten die Spielerinnen gut eineinviertel Stunden. Ein feuchter Spaß war die Station von Jürgen Grimm. Im „La Grimm Beachclub“ wartete er mit einem riesigen Sombrero. Hier mussten die Spielerinnen mittels zwei Schwämmen so viel Wasser wie möglich aus einem Bach in einem Plastikeimer sammeln. Alle hatten viel Spaß, und der Teamgeist wurde gestärkt.

Im Hotel Fürstenhof fehlt es an nichts

Für die Neuzugänge Friederike Abt, Isabella Hartig, Michaela Specht, Nicole Billa und Sophie Howard ist es das erste Trainingslager in Bad Bertrich. Sie alle zeigen sich begeistert von dem Ambiente im Hotel Fürstenhof. Die Mitarbeiter (innen) des Fünf-Sterne-Hotels geben sich alle von morgens bis abends alle Mühe, den Spielerinnen den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu machen. Isabella Hartig hat es besonders der Süßigkeitenstand an der Rezeption und die reichhaltige Ernährung für Sportler“ im geschmackvollen Speisesaal angetan. Michaela Specht gefällt die aufopferungsvolle Betreuung durch Physio Hendrik Wahl. „Er gibt für uns alle sein Bestes“, meinte die Ex-Münchnerin.

 

 

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