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U23
10.06.2015

U20-WM: TSG-Trio kämpft ums Viertelfinale

Die drei Hoffenheimer Kevin Akpoguma (Kapitän), Grischa Prömel und Marvin Schwäbe fiebern dem Duell mit Nigeria entgegen. Im Achtelfinale der U20-WM in Neuseeland wird das TSG-Trio im Team von Bundestrainer Frank Wormuth erneut gesetzt sein. Im Falle eines Sieges gegen die „Flying Eagles“ wartet im Viertelfinale mit Mali ein weiterer afrikanischer Gegner.

Ausgerechnet Nigeria. Vor einem Monat war die U20 im Rahmen ihrer WM-Vorbereitung in Zuzenhausen zu Gast und bezwang die Hoffenheimer U23 in einem Freundschaftsspiel mit 5:2. Ausgerechnet Nigeria. Akpoguma, in Neustadt/Weinstraße geboren, ist Sohn eines nigerianischen Vaters und einer deutschen Mutter. „Für mich ist das ein Spiel wie jedes andere, ich werde mich genauso vorbereiten wie sonst auch“, sagt der Abwehrchef, dem fifa.com aufgrund der für ihn besonderen Matchkonstellation einen eigenen Beitrag gewidmet hat. Darin schlägt der 20-Jährige dann etwas emotionalere Töne an: „Meine Eltern sind auch hier und für meinen Papa wird der Donnerstag noch viel spezieller sein. Es ist so: Wenn die Nationalhymnen ertönen, wird er seine Deutschland-Flagge und auch seine Nigeria-Flagge dabei haben. Aber letztlich wird er sich schon freuen, falls sein Sohn weiterkommt.“

Das Team von Coach Manu Garba, der mit der U17 vor zwei Jahren Weltmeister wurde und im März diesen Jahres mit der U20 die Afrika-Meisterschaft gewann, startete mit einer Schlappe in das Turnier. Beim 2:4 gegen die mitfavorisierten Brasilianer führte Nigeria zwischenzeitlich mit 2:1. In den folgenden Partien ließen die Afrikaner aber nichts anbrennen und bezwangen Nordkorea (4:0) und Ungarn (2:0) mühelos. Zweifacher Torschütze gegen die Magyaren war Taiwo Awoniyi, der bereits mit einem Hattrick beim Spiel in Zuzenhausen aufgefallen war. Interessierte Beobachter am Spielfeldrand damals: Grischa Prömel und Marvin Schwäbe.

Spielort Christchurch ein Vorteil für das DFB-Team 

„Wie alle afrikanischen Teams sind sie körperlich und läuferisch stark, haben aber Schwächen in punkto Taktik und Ordnung“, hat Prömel festgestellt. Schwäbe ergänzt: „Unser Vorteil ist, dass wir dank unseres Gruppensiegs keinen Standortwechsel vornehmen müssen und in Christchurch bleiben. Wir behalten unsere Gewohnheiten bei, bleiben im selben Hotel und auf denselben Trainingsplätzen und haben keinen Flugstress.“ Die Nigerianer hingegen mussten die Reise von New Plymouth auf der Nordinsel nach Christchurch, das auf der Südinsel liegt, antreten.

Der Sieger dieser Partie trifft im Viertelfinale am Sonntag, das ebenfalls im Rugby League Park von Christchurch ausgetragen wird, auf Mali. Die Westafrikaner, die sich als zweitbester Gruppendritter durch die Vorrunde quälten, bezwangen am Mittwoch Ghana überraschend klar mit 3:0. Die drei Hoffenheimer haben die anderen WM-Teilnehmer gut im Blick. „Portugal und Brasilien haben auch ihre Gruppenspiele alle gewonnen“, sagt Prömel, der aber niemandem die Favoritenrolle zuschieben will. „Man darf hier niemanden abschreiben, kicken können sie alle“, so der bislang zweifache Torschütze.

Den ersten Tag nach dem Ende der Gruppenphase, die mit einem 5:1-Sieg gegen Honduras endete, nutzten die DFB-Jungs zur Entspannung. Am Montag standen Aktivitäten wie Speedbootfahren, Golfen sowie Bogen- und Tontaubenschießen auf dem Programm. Am Donnerstag um 19:30 Uhr Ortszeit (9:30 Uhr MESZ, live auf Eurosport) wird es dann wieder ernst.

Deutschland U20 – Nigeria U20

Donnerstag, 9:30 Uhr MESZ, Rugby League Park Christchurch

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