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CAMPUS
07.04.2015

Starker Auftritt der U12 beim Izmir Cup

Drittbeste von insgesamt 48 Mannschaften - das ist die beeindruckende Bilanz der Hoffenheimer U12 beim mit internationalen Topklubs besetzten Izmir Cup in der Türkei. Eine Woche voller Eindrücke und wichtiger sportlicher Erfahrungen verbrachten die TSG-Talente mit einigen Eltern und Geschwistern sowie ihren Trainern an der türkischen Ägäisküste.

FC Porto, Athletic Bilbao, Paris Saint-Germain – bei solchen Namen geht Fußballfans in ganz Europa das Herz auf. Auch diese Klubs schickten ihre Nachwuchsteams nach Izmir, um am renommierten Turnier des aktuellen türkischen Zweitligisten Altınordu Izmir teilzunehmen. Die TSG befand sich also in guter Gesellschaft.

Nach der Teilnahme im vergangenen Jahr machte sich der TSG-Tross bereits zum zweiten Mal auf in Richtung Ägäisküste. 17 Spieler, das Trainerteam sowie einige Eltern und Geschwistern saßen im Flieger von Stuttgart nach Izmir. Ihre Heimat sollte für die nächsten fünf Tage das PineBay-Hotel in Kuşadası sein, das 80 Kilometer von Izmir entfernt liegt. Einer der ersten Eindrücke für die U12-Kicker war kulinarischer Natur. Die leckere türkische Küche kam auch bei den Jungs aus dem Kraichgau sehr gut an.

Am ersten kompletten Tag in der Türkei standen gleich zwei echte sportliche Gradmesser auf dem Programm. Gegen die U12 des gastgebenden Klubs aus Izmir und die U12 des dänischen Klubs FC Nordsjælland musste sich die Mannschaft von Trainer Carsten Kuhn allerdings in zwei Freundschaftsspielen à 30 Minuten jeweils geschlagen geben (0:1 gegen Altınordu Izmir, 1:2 gegen Nordsjælland). Der guten Stimmung und Begeisterung von Spielern, Familien und Betreuern taten die Niederlagen allerdings keinen Abbruch und so ließ der TSG-Tross den Tag gemütlich am Hotelpool und beim Kartenspielen ausklingen.

Fünf Siege in fünf Spielen zum Turnierstart

Bevor das Turnier am Karfreitag startete, stand zwischen Testspielen und Izmir Cup noch ein ganzer Tag Freizeit an. Die Hoffenheimer nutzten diesen nach einem lockeren Training für einen Ausflug ins nahe Kuşadası, das zwar eine Touristenstadt ist, aber auch eine historische Bedeutung hat. Schließlich stand ganz in der Nähe mit dem Tempel der Artemis eines der sieben Weltwunder.

So nachhaltig die Eindrücke von den Ausflügen und der türkischen Kultur auch waren, stand aber natürlich das Sportliche im Vordergrund. Mit der ersten Gruppenphase startete die TSG in den Izmir Cup. Die Jungs aus dem Förderzentrum hatten es mit der AS Roma, dem Nachwuchs des türkischen Erstligisten Istanbul Başakşehir FK, Twente Enschede von der deutsch-niederländischen Grenze, dem dänischen Klub Vestia SV sowie den Lokalmatadoren von Göztepe SK aus Izmir zu tun. Trotz so klangvoller Namen zeigte sich die TSG absolut unbeeindruckt und gewann alle fünf Spiele. Klar also, dass es eine Runde weiter ging.

In der nächsten Gruppenphase trafen die Kraichgauer mit Veranstalter Altınordu und Bornovaspor SK erneut auf zwei türkische Klubs. Außerdem stand ihnen der Nachwuchs des ukrainischen Rekordmeisters Dynamo Kiew gegenüber. Um eine Runde weiter zu kommen, musste mindestens Platz zwei her, der nach Siegen gegen Kiew (2:1) und Altınordu (3:0), denen die TSG drei Tage zuvor im Testspiel noch unterlegen war, schon vor dem abschließenden Gruppenspiel gesichert war. Gegen Bornovaspor leistete sich die TSG dann auch einen 1:2-Ausrutscher. Trotzdem standen am Ende aber der erneute Gruppensieg und der Einzug in die nächste Gruppenphase.

Äußerst unglückliche Niederlage gegen Paris

In dieser ging es zunächst gegen Vitesse Arnheim aus den Niederlanden und Eskişehirspor aus der Türkei. Beide Spiele endeten Unentschieden (0:0 und 1:1), sodass die Entscheidung gegen Werder Bremen fiel. Die U12-Junioren der TSG behielten jedoch die Nerven und siegten letztlich souverän mit 4:1. Der Einzug in die Finalrunde am letzten Turniertag war damit gesichert.

Zwei Vierergruppen waren dabei von den ursprünglich 48 Mannschaften noch übrig. Mannschaften wie Ajax Amsterdam oder Juventus Turin hatten sich zu diesem Zeitpunkt bereits aus dem Turnier verabschiedet. Die Gruppe der TSG bestand neben den Kraichgauern aus Borussia Mönchengladbach, Paris Saint-Germain und dem FC Augsburg. In der Parallelgruppe trafen 1860 München, AEK Athen, Athletic Bilbao und Vitesse Arnheim aufeinander. Trotz der anstrengenden Spiele in den vorherigen Gruppenphasen holten die TSG-Kicker noch einmal alles aus sich heraus und lieferten starke Leistungen ab.

Gleich in der ersten Partie gegen Mönchengladbach drückte die TSG dem Spiel ihren Stempel auf und glänzte mit attraktivem Fußball. Dennoch reichte es nur zu einem 0:0. Auch das zweite Spiel gegen Paris dominierten die Hoffenheimer. Doch auch beste Chancen führten nicht zum ersehnten Führungstor. Stattdessen unterlief der TSG in den Schlussminuten ein Eigentor, welches schließlich auch die unglückliche Niederlage besiegelte. Trotz des damit verpassten Finales ließen die Jungs aber die Köpfe nicht hängen und bezwangen im abschließenden Gruppenspiel den FC Augsburg mit 3:1, wodurch am Ende Platz zwei in der Gruppe und das Spiel um Platz drei heraussprang. Gegner im letzten Spiel des Turniers waren die jungen Griechen von AEK Athen, die souverän mit 3:1 besiegt wurden. Im Finale setzte sich dann Bilbao ebenfalls mit 3:1 gegen Paris durch.

Eltern als beste Fans des Turniers ausgezeichnet

Für die TSG endete das Turnier mehr als versöhnlich. Durchgängig starke Leistungen, einmalige Erfahrungen und viel Lob von allen Seiten standen am Ende für die Mannschaft von Trainer Carsten Kuhn zu Buche. So hob etwa der Nationaltrainer der türkischen U16-Auswahl, Ahmet Ceyhan, explizit die attraktive und intelligente Spielweise der TSG hervor. Sowohl individuell als auch mannschaftlich sah er die Hoffenheimer als bestes Team des Turniers.

Eine große Überraschung gab es für die Hoffenheimer Delegation dann noch bei der abschließenden Siegerehrung. Die Eltern der TSG-Talente erhielten vom Veranstalter aufgrund ihrer fantastischen Unterstützung einen Sonderpreis für die besten Fans. Auch das Trainerteam hob den hohen Wert der mitgereisten Eltern hervor, die in den richtigen Momenten für tolle Stimmung gesorgt und die Jungs dadurch noch etwas mehr gepusht hätten.

U12-Cheftrainer Carsten Kuhn geriet angesichts der Erlebnisse und Leistungen seiner Schützlinge regelrecht ins Schwärmen: „Die Jungs haben sich überragend präsentiert. Wir haben in jedem Spiel tollen Fußball gezeigt und in 15 Turnierspielen nur drei Gegentore kassiert. Das Turnier werden die Jungs nie vergessen. Sie haben viel dazugelernt und werden von den Erfahrungen in der Zukunft profitieren.“ Auch Co-Trainer Baris Altuz war überzeugt davon, dass die Woche in der Türkei die TSG-Talente nach vorne gebracht hat: „Die Reise hat nicht nur sportlich einen hohen Wert. Auch neben dem Platz haben die Jungs viel gelernt. Sie haben eine neue Kultur erlebt und viele internationale Mannschaften kennengelernt.“

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