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29.04.2015

Eugen Polanski: "Der Funke muss vomRasen zu den Fans"

Gegen Hannover führte Eugen Polanski die TSG in seinem 200. Bundesliga-Spiel als Kapitän aufs Feld. Wir blicken mit dem Mittelfeldspieler kurz zurück und intensiv voraus. Auf das Duell mit Borussia Dortmund am kommenden Samstag.

Hallo Eugen. 200 Bundesliga-Spiele hast du nun absolviert. Ist das etwas Besonderes für dich?

Eugen Polanski: Vor dem Spiel wusste ich gar nichts davon. Ich habe es erst nach dem Spiel erfahren. 200 ist natürlich eine große, runde Zahl. Aber sie macht mich nicht zu einem anderen Spieler. Mit 180 oder 199 Partien auf dem Buckel war ich derselbe. Ich glaube Andi Beck war absichtlich gesperrt, damit ich in diesem Spiel Kapitän sein durfte (lacht).

Was war für dich in Hannover der Schlüssel zum Erfolg?

Polanski: Ich denke, man hat im Stadion und auch am Fernsehen gesehen, dass zwei Mannschaften alles für den Erfolg getan haben. Es war wirklich ein schmutziger Sieg, ein Kampf-Spiel. Das Fußballerische ist ganz klar nach hinten gerückt. Wir waren als Mannschaft sehr kompakt, haben geschlossen verteidigt und sind jeden Weg für den anderen gegangen. Das ist in einer solchen Begegnung extrem wichtig.

Am Samstag kommt Borussia Dortmund nach Sinsheim. Was nehmt ihr vom letzten "Dreier" mit in diese Partie?

Polanski: Dortmund wird sicherlich anders auftreten als Hannover, aber wir kennen ihre Spielweise und sind darauf vorbereitet. Ein Sieg verleiht natürlich Selbstbewusstsein - das nehmen wir mit. Dortmund spielt sehr offensiv, das könnte uns sogar entgegenkommen, aber es wird dennoch ein extrem schweres Spiel. Aber ich sehe eine Chance für uns, wenn wir unser volles Leistungsvermögen abrufen.

Für Dortmund ist das eine englische Woche. Ein Vorteil für euch?

Polanski:Das spielt keine Rolle. In Dortmund kennen alle diesen Samstag-Mittwoch-Samstag-Rhythmus. Und aus eigener Erfahrung wissen wir, dass man samstags absolut Vollgas geben kann, wenn man am Dienstagabend schon einmal gespielt hat.

Hat der Ausgang des Pokal-Halbfinals des BVB gegen die Bayern einen Einfluss auf die Partie am Wochenende?

Polanski: Ich habe mir das Spiel angeschaut, aber ich glaube nicht, dass das Ergebnis einen Einfluss auf unser Duell hat. Jürgen Klopp hat seinen Abschied zum Ende der Saison angekündigt und ich denke, das schweißt die Mannschaft noch einmal richtig zusammen. Sie haben sich für den Endspurt der Saison sicherlich viel vorgenommen und wollen einen versöhnlichen Abschluss der Runde. Dafür werden sie alles tun.

Das Aus im Pokal gegen den BVB ist wenige Wochen her. Motiviert euch das zusätzlich?

Polanski:Wir dürfen nicht mit einem Revanche- oder Rache-Gefühl ins Spiel gehen - das geht auf dem Platz nach hinten los. Es geht um wichtige drei Punkte und wir brauchen einen klaren Kopf. Die Niederlage im Pokal ist abgehakt. Jetzt liegt der Fokus voll auf Samstag. Wir wollen die Punkte hier behalten.

Wie würdest du die Bedeutung dieses Spiels einstufen?

Polanski: Im Endeffekt geht es um drei Punkte. Wir sind oben dran, Dortmund ist direkt hinter uns. Unser Ziel ist es, das Maximale aus der Saison herauszuholen. Im Idealfall wollen wir in der Tabelle noch ein bisschen klettern.

Das Stadion ist ausverkauft. Welche Rolle können die Fans am Samstag spielen? 

Polanski: Wir spüren alle, dass es in die heiße Phase geht. Da brauchen wir die Unterstützung der Fans. Die ist aber immer da - schon, wenn wir bei einem Heimspiel zum Aufwärmen den Rasen betreten und auch während der Spiele in kritischen Situationen. Sie pushen uns. Das ist sehr viel Wert. Aber grundsätzlich sind wir in die Pflicht: der Funke vom Rasen auf die Fans überspringen.

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