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CAMPUS
03.04.2015

Dallas Cup, Tag 8 / Nagelsmann zieht Bilanz

Die Halbfinalpaarungen beim Dallas Cup gingen ohne Hoffenheimer Beteiligung über die Bühne. Die U19 startete stattdessen mit der Vorbereitung auf den Bundesliga-Schlussspurt. Auf dem nicht ganz bundesligatauglichen Rasen des Campbell Recreation Centers gab es sogar einen Trainingsgast.

In Deutschland wäre manch einer froh, er hätte vier öffentliche Rasenplätze in unmittelbarer Umgebung zur freien Verfügung. Den Ansprüchen eines Bundesliga-Teams genügte die Anlage in Far North Dallas zwar nicht, in Ermangelung an Alternativen nahm Trainer Julian Nagelsmann seine Truppe aber dennoch 1:45 Stunden ran.

Auch ein Zuschauer verirrte sich auf die am frühen Karfreitag-Morgen menschenleere Freizeitanlage. Nach eigenen Angaben handelte es sich dabei um Peter Chitila, einstiger sambischer Nationalspieler, der mittlerweile sein Glück als Personal Trainer in den Vereinigten Staaten sucht und auch den Nachwuchs des FC Dallas bereits trainiert haben will. Als seinen besten Freund gab er den ehemaligen Bundesliga-Profi Moses Sichone an. Chitila zeigte sich von der Physis der Hoffenheimer Jungs begeistert und bat um ein Gruppenfoto – Wunsch erfüllt. Nach dem Training wurden die Spieler am Hotel des Funktionsteams von den Gasteltern abgeholt und in die Freizeit entlassen.

Obwohl das Team noch zwei Tage in Texas bleibt, war es für Nagelsmann Zeit, schon einmal eine erste Bilanz zu ziehen. „Aus sportlicher Sicht haben wir eineinhalb gute, und eineinhalb schlechte Spiele gemacht. Mit Blick auf die Bundesliga ist es vielleicht auch besser, dass wir jetzt nicht vier oder sogar fünf Spiele in zehn Tagen bestreiten mussten.“

In den Halbfinals setzten sich die Brasilianer von Coritiba mit 1:0 gegen Everton und der mexikanische Klub Monterrey Rayados – Sieger in der TSG-Gruppe – mit demselben Ergebnis gegen Titelverteidiger River Plate durch. „Wenn man sieht, dass wir gerade gegen Monterrey über weite Strecken die bessere Mannschaft waren und sie jetzt im Endspiel stehen, kann man eigentlich zufrieden sein“, so Nagelsmann.

Ein weiterer wichtiger Punkt sei der Zusammenhalt, der in diesen Tagen entstanden ist. „Es ist schon ein Unterschied, ob man sich zum Training trifft und dann wieder auseinandergeht, oder über einen längeren Zeitraum zusammenbleibt“, sieht der Coach eine gestärkte Bindung in allen Bereichen. Zwischen den Spielern untereinander, zwischen Trainern und Spielern sowie auch innerhalb des Funktionsteams. Durch das Aus in der Gruppenphase hat das Ganze nun eher einen Trainingslagercharakter bekommen.

Der Fokus gilt nun ab sofort der Bundesliga Süd/Südwest, die die U19 bei noch sechs ausstehenden Partien mit zehn Zählern anführt. Stand heute benötigt sie also noch drei Siege, um sich sicher für Platz zwei und somit zum zweiten Mal in Folge für das Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft zu qualifizieren.

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