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CAMPUS
15.03.2015

U19 ballert sich zum Sieg im Spitzenspiel

Was für eine Ansage! Da fällt der U19 vor dem Topspiel der A-Junioren-Bundesliga bei Mainz 05 die so wichtige Verteidigerachse um Benedikt Gimber und Nicolai Rapp weg, und trotzdem siegt die Elf von Trainer Julian Nagelsmann deutlich mit 4:1 (1:1). Der Vorsprung auf die Verfolger beträgt nun schon zehn Punkte.

Eine Rotsperre (Rapp) und eine schwere Knöchelverletzung (Gimber) hatte die U19 als Hypothek aus dem Heimspiel gegen den 1.FC Saarbrücken in der Vorwoche mit zum Duell Zweiter gegen Erster gebracht. Doch der souveräne Tabellenführer ließ sich auch vom Ausfall ihrer beiden Führungsspieler nicht aus dem Takt bringen. Selbst als die 05er bereits in der ersten Minute in Führung gingen, behielt die Nagelsmann-Truppe die Ruhe. Eine Hereingabe über rechts hatte Patrick Kapp auf dem falschen Fuß erwischt, sodass der TSG-Verteidiger ins eigene Tor traf. „Das war natürlich denkbar ungünstig, aber ab diesem Zeitpunkt hatten wir das Spiel im Griff“, sagte Nagelsmann. Der Ausgleich schien nur eine Frage der Zeit zu sein, und in der 13. Minute war es schließlich so weit: Mittelfeldmann Nicolas Sessa setzte Matthias Stüber in Szene, und der bediente Philipp Ochs – 1:1.

In der Folge zog die TSG ihr Spiel auf und dominierte vor 200 Zuschauern im früheren Bundesligastadion Am Bruchweg das Geschehen. „Wir hatten eine richtig gute Spielanlage und waren aggressiv“, sagte der zufriedene TSG-Trainer. Der Gastgeber versuchte es hingegen meist mit langen Bällen auf seinen großgewachsenen Stürmer Aaron Seydel. Doch das neue Innenverteidiger-Duo Patrick Kapp/Simon Lorenz machte seine Sache so gut, dass nur noch ein einziges Mal Gefahr entstand, als Seydel noch vor der Halbzeit die Latte traf.

Pressing der TSG zahlt sich aus

Nach der Pause spielte nur noch die TSG, die nun die schnelle Entscheidung suchte. Folgerichtig ging sie in der 49. Minute in Führung: Stüber chippte den Ball zu Kapp, der die Kugel volley unter die Latte nagelte und sein Eigentor aus der ersten Minute vergessen machte. Nur sechs Minuten später schien die Partie dank des Pressings der Hoffenheimer bereits entschieden. Unter Druck spielte der Mainzer Sechser einen Rückpass, den TSG-Stürmer Ochs erlaufen konnte und zum 3:1 verwertete.

Nur eine Minute später schwanden die Hoffnungen der Mainzer auf eine Aufholjagd endgültig, als der Mainzer Mittelfeldspieler Suat Serdar eine umstrittene Rote Karte sah. „Eine harte Entscheidung, aber es wäre auch ohne die Rote Karte nichts mehr angebrannt“, kommentierte Nagelsmann den Platzverweis. Per Elfmeter nach Foul an ihm selbst machte Torjäger Ochs in der 65. Minute schließlich den Deckel auf den Sieg beim härtesten Verfolger.

Nagelsmann sah am Ende einen auch in der Höhe verdienten Sieg. Mit Blick auf die komfortable Tabellensituation kann er für die verbleibenden sechs Spiele optimistisch für das Erreichen des Halbfinales um die Deutsche Meisterschaft sein: „Das sieht jetzt natürlich sehr gut aus, aber wir bleiben in unserem normalen Rhythmus und halten die Spannung weiter hoch.“

1.FSV Mainz 05 - TSG 1899 Hoffenheim 1:4 (1:1)


Mainz: F. Müller – Moos, Herr (82. Mörschel), Häusl, Krengel, Andreas, Kamarieh (62. Schmitt), T. Müller (46. Weissmann), Knoell (60. Kern), Seydel, Serdar.

Hoffenheim: Draband – Bühler, Stüber, Kapp (75. Hoffmann), Lorenz, Öztürk, Bruno (62. Kölmel), Waack, Mees, Sessa (68. Beck), Ochs (81. Morina).

Tore: 1:0 Kapp (1., Eigentor), 1:1 Ochs (13.), 1:2 Kapp (49.), 1:3 Ochs (55.), 1:4 Ochs (65.). Zuschauer: 200. Schiedsrichter: Jörn Schäfer (Herten). Karten: Rot für Serdar (56.); Gelb für T. Müller, Seydel, Kern / Kapp.

Daten & Fakten zum Spiel »

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