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CAMPUS
31.03.2015

Dallas Cup, Tag 5 / High Schools und Shopping Malls

Spielfrei. Am Dienstag hatten die U19-Spieler keine Dallas-Cup-Verpflichtung - und die Wahl, ob sie sie die freie Zeit lieber mit ihrer Gastfamilie oder mit dem Trainerteam verbringen möchten. Das Ergebnis war eindeutig.

18 von 18 Spielern entschieden sich für die Gastfamilie. Bei hochsommerlichen Temperaturen im Großraum Dallas standen „Regenerationseinheiten“ der besonderen Art sowie Shopping-Mall-Besuche an. Der ein oder andere zeigte sich von seiner wissbegierigen Seite und begleitete seinen Gastbruder in die High School – US-amerikanischer Alltag im Reinformat.

Den „American Way of Life“ haben die Hoffenheimer mittlerweile bestens kennengelernt. Der reicht von nach Chlor schmeckendem Eis in allen Getränken über die Spritschlucker-Autos und Sirenengeheul in der Nacht bis hin zu der schier unendlichen Ansammlung an Highways, Shopping-Malls, Fast-Food-Ketten und Restaurants. Im Supermarkt, in dem das Funktionsteam an Spiel- und Trainingstagen Wasser und Bananen für die Jungs kauft, steht im Eingang ein „People Greater“, der – die Bezeichnung lässt es erahnen – die Kunden freundlich begrüßt.

Spanische Wurzeln

Die ursprüngliche Siedlung um das heutige Dallas stand bis 1821 unter spanischer Herrschaft und gehörte nach der Loslösung der Vereinigten Mexikanischen Staaten von Spanien zunächst zu Mexiko. Nach der Stadtgründung 1841 und der Annexion von Texas durch die USA vier Jahre später erhielt Dallas 1856 Stadtrecht und wurde zur Jahrhundertwende zu einem Handelszentrum für Baumwolle, Getreide und Büffelprodukte. Seit der Entdeckung von Erdöl 160 Kilometer östlich von Dallas stieg die Stadt zum Zentrum der Ölindustrie auf und erfuhr in den 1970er Jahren einen wahren Bauboom. Beide Elemente bildeten den Kern der 80er-Jahre-Serie „Dallas“ um den Bösewicht J.R. Ewing. Traurige Berühmtheit erlangte Dallas am 22. November 1963, als der damalige US-Präsident John F. Kennedy bei einer Eskorte durch die Innenstadt in seinem Auto erschossen wurde. Die Aufnahmen eines Amateurfilmers gingen anschließend um die Welt, 1992 erhielt der ein Jahr zuvor erschienene Film „JFK“ von Regisseur Oliver Stone zwei Oscars.

Heute zählt Dallas-Stadt knapp 1,1 Millionen Einwohner, mit dem gesamten Ballungsgebiet und seinen kleineren, ohne erkennbare Grenzen ineinander übergehenden Vorstädten sind es sogar knapp 6,5 Millionen, was Dallas hinter New York, Los Angeles und Chicago zur viertgrößten Metropole der Vereinigten Staaten macht.

So verbrachten die Hoffenheimer ihren freien Tag

Nach zwei Spieltagen in Folge war bei Joshua Mees und Simon Lorenz, die im südlichen Mansfield untergebracht sind, erstmal Ausschlafen und Entspannen am Pool angesagt. Am Nachmittag ging es in die Shopping Mall nach Arlington, das trotz seiner nur 365.000 Einwohner das große AT&T Stadium, Heimat der Dallas Cowboys (American Football), sowie den „Globe Life Park“ der Texas Rangers (Baseball) beheimatet.

Andere Spieler frönten dem „American Way of Life“ und waren, nunja, „fett amerikanisch essen“. Patrick Kapp und Johannes Bühler begleiteten ganz vorbildlich ihren Gastbruder in die Albert Einstein High School. „Das war sehr interessant“, so Kapp, der um eine Erfahrung reicher ist: „Hier sehen die Schulen anders aus und auch der Tagesablauf unterscheidet sich von unserem.“ Auch für Bühler/Kapp ging der Tag mit einer Einkaufstour weiter. In den „Premium Outlets“ in Allen wurden auch Nicolás Sessa – mit neuer Frisur – und Dominik Draband gesichtet.

Shopping Mall und High School – die scheinbar beliebtesten Aktivitäten der U19-Spieler teilten auch Matthias Stüber und Adrian Beck sowie das Duo Gregor Kobel und Alexander Rossipal, die sich in der Plano West Senior High School sogar in den Biologie-Unterricht wagten. Johannes Kölmel und Daniel Bruno spielten derweil in einer futuristisch anmutenden Anlage in einer Mall Minigolf.

Die Marcus High School im nördlichen Flower Mound freute sich über den Besuch von Timo Teufel und Pascal Nufer, die mit ihrem Gastvater noch beim FC Dallas vorbeischauten.

Stichwort FC Dallas: Am Mittwoch wird es für die U19 wieder ernst, wenn es im Richland College Soccer Complex gegen den Nachwuchs des MLS-Klubs darum geht, sich mit einem Sieg aus dem Turnier zu verabschieden. Der FCD setzt sich zum Großteil aus mexikanischen Talenten zusammen, die zum Auftakt gegen Corinthians das Spiel ihres Lebens ablieferten und den Brasilianern ein 0:0 abtrotzten. Im zweiten Match gegen Monterrey waren sie beim 1:4 allerdings chancenlos.

Ein Unentschieden wird der TSG nicht reichen, um sich Platz drei in der Gruppe B zu sichern. Ein Sieg muss her. Nach so viel Entspannung am freien Tag eine durchaus machbare Angelegenheit.

Das sind die Gastfamilien

Isabel & Rafael Carbajal: Gregor Kobel, Alexander Rossipal

Dana & Greg Dean: Maximilian Waack, Lukas Hoffmann

Jennifer & Kevin Kennedy: Adrian Beck, Matthias Stüber

Cathy & Larry Munoz: Patrick Kapp, Johannes Bühler

Veronica & John Palomarez: Daniele Bruno, Johannes Kölmel

Ceci & Edwin Paz: Dominik Draband, Nicolás Sessa

Holley & Preston Pomykal: Timo Teufel, Pascal Nufer

Jennifer & Hamed Sanogo: Erdal Öztürk, Esad Morina

Aimee & Chris Whitfield: Joshua Mees, Simon Lorenz

Die TSG-Spiele im Überblick (alle Angaben Ortszeit MEZ -7):

So., 29.3., 11:30 Uhr: Monterrey Rayados – TSG 1899 Hoffenheim 2:1

Mo., 30.3., 12:00 Uhr: SC Corinthians Paulista – TSG 1899 Hoffenheim 2:1

Mi., 1.4., 12:00 Uhr: TSG 1899 Hoffenheim – FC Dallas

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