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25.02.2015

Sebastian Rudy:
"Standards müssen
eine Waffe werden"

Sebastian Rudy feiert am Samstag seinen 25. Geburtstag. Was er sich wünscht, verrät er im Interview mit achtzehn99.de. Ganz überraschend kommt seine Aussage nicht. Außerdem spricht er über Stammplatz-Garantien, Spiel-Zerstörer und erklärt, warum der Fokus für das Mainz-Spiel voll auf der eigenen Leistung liegt.

Am Samstag feierst du deinen 25. Geburtstag. Wie stellst du dir den Tag vor?

Sebastian Rudy: Das klingt ja schon fast abgedroschen, aber drei Punkte gegen Mainz wären wirklich das beste Geschenk. Ansonsten werde ich am Abend nach der Partie ein bisschen mit meiner Familie feiern. Und am Sonntag gibt es dann noch Kaffee und Kuchen.

Beim Gegentor in Freiburg hast du deinen Gegenspieler aus den Augen verloren - wie und wie schnell verarbeitest du so etwas während eines Spiels?

Rudy: Fehler passieren in einem Spiel, obwohl sie eigentlich nicht passieren dürfen. Auf dem Platz ist es mir schnell gelungen, das abzuhaken. Wenn man zu viel grübelt, kann man der Mannschaft nicht helfen. Die Standards der Freiburger wurden oft auf Höhn gespielt und ich habe das sonst gut gemacht - leider ist er mir einmal entwischt.

Das Gedränge auf den Positionen im defensiven Mittelfeld ist groß. Zuletzt standst du zwei Mal in der Startelf. Ist das eine Garantie dafür, auch gegen Mainz wieder zu beginnen?

Rudy: Nein, das ist absolut keine Garantie - und das sollte es auch nicht sein. Sonst ruht man sich als Spieler vielleicht aus. Wir haben sehr viel Qualität auf diesen Positionen und jeder muss sich immer anbieten. Auch ich mache das in jedem Training. Gegen Stuttgart habe ich ein sehr gutes, gegen Freiburg ein gutes Spiel gemacht, aber letztlich entscheidet natürlich Markus Gisdol, wer auf dem Platz steht.

Du hast in dieser Saison auch schon Rechtsverteidiger gespielt, siehst dich aber eher im Mittelfeld. Welche fußballerischen Eigenschaften braucht man für diese Position?

Rudy: Für mich stehen zwei Dinge im Mittelpunkt - Zweikampfstärke und die Fähigkeit ein Spiel zu lesen. Gerade für unsere Vorstellung von Fußball ist das wichtig. Man muss den Ball erobern und dann die Spieler weiter vorne in Szene setzen. Früher waren "Sechser" oft reine 'Zerstörer' des Spiels. Heute macht es eher die Mischung.

Für Standards habt ihr mehrere Spezialisten. Du bist einer davon. Wer entscheidet, wer wann welche Standards schießt?

Rudy: Es gibt schon einige Schützen, die vor dem Spiel eingeteilt sind. Auf dem Platz entscheiden wir das dann spontan. Wer sich gut fühlt, führt den Standard aus. Leider waren unsere Standards in den vergangenen beiden Spielen nicht so gut. Das haben wir in dieser Saison schon besser gemacht. Wir müssen im Training da noch mal dran arbeiten, um wieder eine Waffe für unser Spiel zu entwickeln. Die Bälle müssen punktgenau kommen, um unseren Stürmer den Abschluss zu erleichtern.

Bei Mainz hat der Trainerwechsel Wirkung gezeigt. Macht der neue Coach euren kommenden Gegner gefährlicher?

Rudy: Ja, natürlich. Aber das ist im ersten Spiel eines Trainer noch extremer. Wir haben jetzt immerhin ein Mainzer Spiel als Fallbeispiel. Das werden wir uns genau anschauen. Aber trotzdem liegt der Fokus in so einer Partie dann noch mehr auf dem, was wir auf dem Platz machen wollen. Denn wir haben sicherlich noch nicht alles von dem gesehen, was der neue Trainer in Mainz mit seiner Mannschaft vorhat.

Dennoch: wie schätzt du die Mainzer ein?

Rudy: Mainz hatte über die Saison gesehen sicherlich Höhen und Tiefen. Der Trainerwechsel zeigt ja, dass es eine Zeit lang nicht so gut lief. Aber unterschätzen darf man die Mainzer nie. Das sie große Qualität haben, hat das Team vor allem zu Beginn der Saison gezeigt. In der letzten Saison mussten wir das auch erfahren, als wir nach Führungen jeweils nur einen Punkt geholt haben. Da haben wir nicht weitergespielt und uns hinten rein drängen lassen. Daran haben wir aber gearbeitet. Für das Spiel am Samstag sind diese Partien aber nicht mehr wichtig.

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